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Progesteron

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Progesteron wird gebildet, wenn ein Eisprung stattfindet. Es dominiert die zweite Hälfte Ihres Zyklus (Lutealphase) und sorgt dafür, dass die Gebärmutter eine ausreichend hohe Schleimhaut aufbaut, um eine befruchtete Eizelle aufnehmen zu können. Insofern ist es essenziell für den Eintritt und die Aufrechterhaltung einer Schwangerschaft. Als die Kristen Stewart ihrer Fortpflanzungshormone ist es nervös und reizbar, steht nicht gerne im Mittelpunkt und bleibt am liebsten daheim, um mit Freundinnen Apfelkuchen zu essen.

Aber das ist nicht seine einzige Rolle. Progesteron ist entscheidend für den Erhalt gesunder Knochen und zur Vorbeugung von Brust- und Gebärmutterkrebs. Für eine Hormonersatztherapie ist es unabdingbar, denn ohne Progesteron kann sich die Gebärmutterschleimhaut verdicken – ein Risikofaktor für Gebärmutterkrebs. Im Allgemeinen beruhigt Progesteron die Stimmung und fördert guten Schlaf, denn es wird in Allopregnanolon (ALLO) umgewandelt, was die Rezeptoren in Ihrem Gehirn beruhigt, die Ihnen wiederum helfen, von der Palme herunterzukommen. In einzelnen Fällen jedoch, beispielsweise bei all jenen, die unter einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) leiden, reagieren Betroffene aufgrund von dysfunktionalen Rezeptoren anders auf ALLO – statt der beruhigenden Wirkung kommt es zu Stimmungsschwankungen, Ängsten, Depressionen, Reizbarkeit und quälendem Grübeln.

Mit dem Alter sinkt die Progesteronproduktion, was nicht nur Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, sondern auch auf unser Erleben des Zyklus. Der sinkende Progesteronspiegel in den Wechseljahren wird mit einem niedrigeren ALLO-Spiegel in Verbindung gebracht, was eine Erklärung für die Stimmungsveränderungen sein kann, die in der Perimenopause auftreten. Anzeichen und Symptome eines niedrigen Progesteronspiegels sind:

• Prämenstruelle Schmierblutungen

• Zwischenblutungen in der zweiten Zyklushälfte

• Schwierigkeiten, schwanger zu werden

• Schwierigkeiten, schwanger zu bleiben

• PMS

• Zyklusbedingte Kopfschmerzen

• Starke Menstruationsblutungen

• Unregelmäßige Zyklen oder kürzere Zyklen

• Aufgeblähtheit oder Wassereinlagerungen

• Geschwollene Brüste, einhergehend mit Berührungsempfindlichkeit oder Schmerzen

• Tollpatschigkeit oder Koordinationsprobleme

• Juckende oder unruhige Beine, speziell nachts

• Schlafstörungen

• Zysten an Eierstöcken, Brüsten oder in der Gebärmutter (Polypen)

Das Progesteron hält überdies das Östrogen in Schach. Nimmt es ab, steigt der Östrogenspiegel an, und Sie leiden zusätzlich unter den Symptomen eines Östrogenüberschusses. Progesteron ist in allen Bereichen der reproduktiven Gesundheit ein zu Unrecht vernachlässigtes Hormon und wird allzu oft nur als Voraussetzung für den Eintritt einer Schwangerschaft angesehen. Tatsächlich ist es sowohl während der fruchtbaren Jahre als auch danach noch von Bedeutung. In den Wechseljahren müssen wir auf das ausgeklügelte Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron achten, denn meist ist der Östrogenspiegel hoch und der Progesteronspiegel niedrig.

Superpower für die Wechseljahre

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