Читать книгу Packliste, was muss mit und was nicht - Manfred Mönnich - Страница 14
Das Gewicht des leeren Rucksacks
Оглавлениеsollte möglichst niedrig sein. Achte beim Einkauf auf das Leergewicht. Mein Rucksack ist abgebildet, er hat alles, was ein Wanderrucksack braucht. Wir haben uns für die Farbe Rot entschieden, da diese von den Autofahrern auf der Landstraße gut zu erkennen ist. Gut sichtbar zu sein, minimiert das Unfallrisiko, das unter den gegebenen Umständen, auch immer wieder an Landstraßen entlang zu wandern, nicht vollständig abzuwenden ist.
Die Aussteifung
der Rucksack-Rückenseite hat mehrere gute Eigenschaften. Sie bildet eine „Pufferzone“ zwischen Rücken und Pilgerutensilien. Sie ermöglicht eine optimale Gewichtsverteilung, da das Reisegepäck mehr Halt im Rucksack bekommt und nicht verrutscht. Beim Einpacken von Kleidungsstücken o.ä. bleibt der Rucksack stehen (er kippt nicht ständig um). Die Funktion des Beckengurts wird besser genutzt, da die Gewichtsverteilung optimiert wird. Außerdem sorgt die Aussteifung für eine gute Belüftung des Rückens.
Die Rückenpolsterung
vermeidet Reibungen beispielsweise an Schulter und Hüfte. Ohne sie würde der Rucksack direkt am Rücken anliegen. Sie federt einen Teil des Gewichts ab und sorgt für eine Lastenverteilung. Ist die Polsterung zu weich, kann das Gewicht nicht aufgenommen werden; ist sie zu hart, kann es am Rücken unangenehm drücken. Daher wird bei Rucksäcken die Maximalbeladung angegeben, die dem Härtegrad der Polsterung entspricht.
Die Reißverschlüsse
sollten wasserdicht sein, was bei kleineren günstigeren Reißverschlüssen oft nicht der Fall ist. Über den Reißverschlüssen sitzen zusätzlich Abdeckleisten, die das Regenwasser besser ablaufen lassen und den Reißverschluss trocken halten.
Der Rucksackdeckel
wird als Abschluss über die zusammengeschnürte Rucksacköffnung gestülpt und verdeckt im Idealfall auch die hintere große Tasche mit. Auf der Abbildung ist das nicht der Fall, weil das Foto auch die rückwärtige Tasche zeigen sollte, geeignet für Notizheft, Handschuhe, Sitzkissen, Kugelschreiber und diverse Kleinigkeiten. Wenn es zu warm wird, kannst du deine Jacke auch sehr schnell unter den Rucksackdeckel klemmen.
Klettverschlüsse am Rucksack
sind erfahrungsgemäß nicht empfehlenswert, da sich dort Kleidungsstücke verfangen und von den Kletthaken festgehalten werden. Das stört immer wieder den Ablauf beim Ein- und Auspacken. Klettverschlüsse werden sich auch im Extremfall unbeabsichtigt öffnen, ein zusätzliches Problem.
Das Rucksackdeckel-Außenfach
ist für Dinge, die man schnell erreichen möchte. Pilgerausweis, Ersatz- und Sonnenbrille mit Etui, Taschentücher, Ladegeräte für Handy und Kamera, Ersatzhalstuch gegen Sonnenbrand im Nacken und ein paar Kugelschreiber sind dort verstaut. Das Fach füllt sich schnell mit allen möglichen Dingen, die man unterwegs braucht.
Das Rucksackdeckel-Innenfach
ist ein kleiner Textil-Nassraum für das Dusch- und Schwimmprogramm. Gefüllt mit Boxershort (für die Nacht, oder zur Dusche), Funktionshandtuch und einer Badehose.
Die Befestigungsschlaufen
bieten viele Möglichkeiten, wie das Befestigen der Jakobsmuschel, bis hin zum Trocknen der Wäsche.
Für den Hinflug können die Trekkingstöcke zusammengeschoben dort auch festgeklemmt werden. Dann kann das Tragesystem auf die andere Seite geklappt und die beiden Tagegurte mit der Brustgurt-Steckschnalle zusammengezogen werden. Auch der Beckengurt wird um den Rucksack herum nach hinten geklappt und mit der Beckengurt-Steckschnalle zusammengezogen. So mit seinem Tragesystem umwickelt, kann der Rucksack in den Flieger. Bei einigen Fluggesellschaften musst du mit deinem Rucksack zum Gepäckschalter für sperrige Güter, bei anderen hingegen wird er mit Plastikfolie umwickelt. Mitunter soll er aber auch in eine Transport-Schutzhülle und hin und wieder gilt er als Handgepäck.
Stöcker und Messer müssen dann jedoch, mit dem Klebeband der Fluggesellschaft umwickelt, gesondert unten in den Kofferraum des Fliegers. Bestimmungen und Maße der Fluglinien sind unterschiedlich, deshalb: Fragen!
Die beiden Seitentaschen
(auch Netztaschen mit Gummizug) sind für alles was hineinpasst. Dort kannst du deine Wasserflasche, Banane, Dauerwurst oder dein Baguette für den kleinen Hunger zwischendurch einklemmen. Zusätzlich sind dort einige Bänder mit Schnallen angebracht, die je nach Bedarf verwendet werden. Alle Dinge, die du hinten am Rucksack anbringen möchtest, solltest du gut befestigen, da sie beim Gehen hin und her schaukeln. Sämtliche Lebensmittel werden dann eine breiige Konsistenz entwickelt haben, wenn du in der Herberge ankommst.
Die integrierte Regenhülle
für den Rucksack kann bei einigen Modellen auch eingebaut sein, die aber nur den Rucksack schützt. Für dich selbst musst du einen geeigneten Schutz finden.