Читать книгу Die Katze – 360 Grad - Monika Weßeling - Страница 16

Оглавление

Kapitel 5

Die Rassekatze

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde mit der Zucht von Katzenrassen begonnen. Es gab erste Ausstellungen. Heute gibt es mehr als 100 anerkannte Katzenrassen.

Die Definition, was eine Rassekatze ist, ist sehr schwierig. Der Grund ist darin zu finden, dass nicht alle Rassen von den gleichen Zuchtvereinen anerkannt werden. Jeder Katzen-Verband hat eigene Regeln und andere Kategorien für die Katzen.

Alle Rassen unterscheiden sich jedoch durch die Gesichts- und Körperform. Die Britisch Kurzhaarkatzen haben eine breitere Kopfform, während die Orientalen einen schmalen und lang gezogenen Kopf haben.

Meistens sind Katzen, die einen schlankeren Körper haben, wie die Orientalen, lebhafter und wesentlich agiler als schwerere und stabilere Rassen.

Jede Katze ist individuell. Die schwereren Exemplare können länger die Wärme halten. Deshalb lieben viele Waldkatzen und Main Coons Schnee und Kälte. Bei Siamkatzen hängen die dunklen Färbungen von der Temperatur ab. In einem kalten Klima werden diese Anteile dunkler als in einem warmen Klima.

Viele weiße Katzen mit blauen Augen sind taub. Züchter veranlassen daher vor der Abgabe von weißen Rassekatzen umfangreiche Untersuchungen.

Besonders noch vor einigen Jahren schielten sehr viele Siamkatzen. Mittlerweile tritt dieser leichte Silberblick nur noch selten auf.

Der Züchter muss über Kenntnisse der Genetik verfügen, damit seine Rassekatzen dem Standard entsprechen. Durch die Zucht können bestimmte Merkmale oder Eigenschaften verstärkt werden.

Leider ist dies nicht immer ungefährlich, so dass viele Rassekatzen unter Erbkrankheiten leiden. Die polyzystische Nierenerkrankung (Polycystic Kidney Disease) tritt vorzugsweise bei Perserkatzen auf. Bei dieser Krankheit bilden sich Zysten in den Nieren, in der Bauchspeicheldrüse und in der Leber. Ein Nierenversagen kann zum Tod der Katze führen.

Die Manx-Katze hat ebenfalls einen Erbfehler, sie hat keinen Schwanz. Das kann innerhalb der Kommunikation mehrerer Katzen zu Schwierigkeiten führen.

Rassekatzen haben je nach Rasse eine bestimmte Augenfarbe. Alle Katzenbabys haben blaue Augen, wenn sie geboren werden. Diese verändern in den nächsten Wochen meistens ihre Farbe.

Rassekatzen müssen jedoch für ihre Anerkennung eine bestimmte Augenfarbe haben. Die Orientalische Kurzhaarkatze muss beispielsweise grüne Augen haben. Sollte sie kupferfarbene Augen haben, ist sie weder für die Zucht geeignet noch für die Katzenausstellung. Sie kann in diesem Fall vom Züchter nur noch als „Liebhabertier“ verkauft werden. Auch die Augenform ist unterschiedlich. Die Augen von Orientalen sind etwas schräg gestellt, die von Kartäusern sind eher rund („Kindchen-Blick“).

Viele Züchter spezialisieren sich darauf, pflegeleichte Katzen zu züchten. Das betrifft übrigens nicht nur Katzen, sondern auch Hunde. Es gibt eine Richtung, Katzen mit hundeähnlichen Charaktereigenschaften zu züchten. Dann kann der Halter problemlos mit der Katze an der Leine Gassi gehen, wenn er ihr keinen Freigang gewähren möchte und keinen Garten in der Großstadt hat.

Kreuzungen werden immer gefragter. Ein Beispiel dafür ist die Bengalkatze. Eine Wildkatze wurde hier mit einer Hauskatze gekreuzt.

Gleichgültig, ob Rassekatze oder Hauskatze: Die Katze begleitet seinen Besitzer ein Leben lang. Die Entscheidung für eine Katze sollte niemand leichtsinnig treffen.

Die Katze – 360 Grad

Подняться наверх