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Kapitel 9

Fellpflege

Die Katze übernimmt die Fellpflege zum großen Teil selbst. Ihre raue Zunge ist mit Papillen besetzt, so kann sie sich sehr gut putzen.

Eine Wohnungskatze hat nicht die Möglichkeiten wie die einer freilaufenden Katze und kann sich die Haare nicht am Gras oder an Bäumen abstreifen. So verschluckt sie erheblich mehr Haare als die freilaufende Katze.

Katzen verlieren viele Haare. Besonders beim Fellwechsel im Frühjahr finden sich Unmengen an Haaren überall in der Wohnung, auf der Kleidung usw. Die Katze verliert ihr dichtes Winterfell. Eine Wohnungskatze haart das ganze Jahr, weil sie nicht mehr so viel dem Sonnenlicht ausgesetzt ist und die Temperatur in der Wohnung ziemlich gleichbleibend ist.

Um die Katze beim Fellwechsel zu unterstützen, sollte sie möglichst täglich gebürstet werden. Die gleichzeitige Massage regt die Durchblutung der Haut an und stärkt die Bindung zwischen Halter und Katze. Das Bürsten sollte zu einem Ritual werden, das die Katze liebt.

Die ältere Katze betreibt aus Krankheitsgründen (zum Beispiel Bewegungseinschränkungen) oft nicht mehr so intensive Fellpflege. Um ihr dabei zu helfen, gibt es auf dem Markt viele verschiedene Bürstenmodelle.

Beginnend mit einer ganz weichen Babybürste, kann die Katze an das Kämmen gewöhnt werden. Zuerst sollte die Bürste einfach nur hingelegt werden, damit die Katze diese betrachten und mit ihr spielen kann. Sie darf hineinbeißen. Danach sollte die Katze gestreichelt und gekrault werden. Anschließend kann die Bürste ganz leicht über das Fell geführt werden, sodass das Bürsten ebenfalls als Streicheln empfunden wird. Tag für Tag findet eine kleine Steigerung statt, bis die Katze das Bürsten als angenehm empfindet. Dann kann zu einer anderen Bürste gewechselt werden.

Es kann sinnvoll sein, verschiedene Bürstenmodelle auszuprobieren, um sowohl die Vorliebe der Katze als auch die Handlichkeit für sich zu testen. Empfehlenswert ist auch ein Kamm mit Plastikgriff und Metallzähnen, der sehr viele lose Haare in kürzester Zeit entfernt.

Es sollte nie gegen den Strich, sondern immer in Fellrichtung gekämmt werden, da das Fell ansonsten brechen könnte. Um im Anschluss restliche lose Haare zu entfernen, kann mit feuchten Händen komplett über das Fell gestreift werden. Dazu eignet sich auch ein feuchtes, eigens zu diesem Zweck genutztes, Fensterleder.

Alternativ zur Babybürste gibt es weiche Fellpflegehandschuhe. Diese lassen sich leicht reinigen und werden von den meisten Katzen toleriert.

Manche Katzen lassen sich trotz aller Bemühungen nicht gerne bürsten. Hier können Leckerchen während des Bürstens manchmal Wunder bewirken. Mithilfe des Clickertrainings kann das Bürsten schrittweise konditioniert werden.

Einige Rassen, wie die Perserkatzen, sind sehr pflegeaufwendig und müssen regelmäßig gebürstet werden. Andernfalls bilden sich im Fell Knoten und Verfilzungen, die sich irgendwann nicht mehr herauskämmen lassen. Dann bleibt nur noch das Scheren des Fells unter Narkose beim Tierarzt – keine schöne Erfahrung für die Katze. Kleine Knötchen sollten erst mit feuchten Fingern entwirrt und nachgekämmt werden.

Das Bürsten bietet im Übrigen die Gelegenheit, zusätzlich einen kleinen Gesundheits-Check zu machen: den Körper kurz abtasten, auf Kratzer oder Verletzungen untersuchen und eventuell vorhandene Parasiten entdecken.

Um das schöne glänzende Fell zu erhalten, kann mit naturheilkundlichen und pflanzlichen Mitteln unterstützt werden. Hier bieten sich bestimmte Öle oder Vitamine an, welche kurweise unter das Futter gemischt werden. Tierärzte und Tierheilpraktiker beraten dazu gern.


Die Katze – 360 Grad

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