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Ein Job als Laufbube
ОглавлениеWir machten auch viele Schwarzblech-Arbeiten, wie Ofenrohre, Ofen- und Herdtüren, sowie Kamineinfassungen. Beim Zusammennieten musste mein Bruder eine Hilfe haben, und deshalb wurde es immer so eingerichtet, dass ich helfen konnte, wenn ich nicht in der Schule war. Wenn wir Hausläden und Fensterläden anschlagen mussten, brauchte man dazu sogenannte Nietnägel, also anstatt der heutigen Schloss-Schrauben lange Nieten. Diese konnte ich schon mit acht Jahren selbst schmieden.
In der „Merge“, später stand dort das Feuerwehrhaus, war Christoph Heinemann von 1864 bis 1866 als Hirtenbube beschäftigt.
Mein jüngerer Bruder Jakob musste mir dann den Blasebalg ziehen. Er fürchtete das Feuer immer. Ich neckte ihn dann als furchtsam, machte das Eisen auf Schmelzhitze und spuckte vorher auf den Ambos. Dann beim ersten Schlag gab es gewöhnlich einen starken Knall.
Als ich erstmals das so schmelzende Eisen aus dem Feuer nahm, sprang mein Bruder zurück, infolgedessen sprang er mir mit dem Rücken gerade in das heiße Eisen und verbrannte sich den Rücken. Die Folge war eine Ohrfeige von meinem älteren Bruder.