Читать книгу Einfach harte Arbeit - Rainer Jäckle - Страница 33

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Die Schwester von Wintermantel, Anna-Maria, war eine älterer, stille Person und ebenfalls sehr gut zu mir. Die junge Frau war eine sehr nette, zu mir gute Herrin. Ihr Kind bekam gewöhnlich ein Pfännle voll weißen Mußbrei, oben Butter darauf. Es war natürlich immer zu viel, so dass es nicht alles essen konnte, und so bekam ich es zum Ausessen, was mir immer gut schmeckte. Das Fuhrwerk sah ich immer sehr gerne und so lernte ich, zusammen mit dieser jungen Frau, mit den Kühen zu fahren. Sie hatten meistens fünf Kühe und ein Kalb. Gewöhnlich nahmen wir zwei Kühe ans Joch, holten das Gras, das Heu und die Garben. Am Pflug hatten wir dann immer zwei Joch, also vier Kühe.

Der Mann selbst hat wenig im Felde und in der Landwirtschaft mitgeholfen. Wenn die Frau gemäht hatte, sagte sie oft: „Stoffele, da, probier‘s auch!“.

Im Herbst, wenn das Dreschen anfing, das war mir dann eine große Freude und ein Stolz, wenn ich mit dreschen helfen durfte, natürlich mit Flegeln. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Dreschmaschinen. An Martine war dann meine Zeit herum und ich bekam meinen Lohn, achtundvierzig Kreuzer und ein leinenes Hemd, welches ich mit Stolz meiner Mutter brachte. So bin ich zwei Jahre bei diesen Leuten gewesen. Der Frau habe ich dann in ihrem Alter an Weihnachten einen Wecken gesandt und sie kam dann zu mir und bedankte sich und sprach von dieser schönen Zeit, die auch sie dazumal hatte.

Einfach harte Arbeit

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