Читать книгу Einfach harte Arbeit - Rainer Jäckle - Страница 32

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Mein jüngerer Bruder weinte, die Mutter salbte ihn ein und am anderen Tag schmiedeten wir den Rest der Nietnägel. Samstags trugen ich und mein kleiner Bruder meiner Tante Mussebäbele, Barbara Obergfell, die eine Bäckerei hatte und eine Schwester meines Vaters war, die Wecken in die Wirtshäuser, und da bekam ich einen Sechser und Jakob einen Groschen und drei Kreuzer. Barbara war die Frau vom Mussebeck, dem Erasmus Obergfell.

Mit zehn Jahren wurde ich dann Laufbube, Kindsmagd und Hirte bei Jakob Wintermantel. Es war ein junges Ehepaar. Sie hatten erst ein Kind, einen Buben, Philipp, der später bei mir lernte und jetzt schon lange Werkmeister bei Jetter und Scheerer in Tuttlingen ist. Der Mann war sehr gemütlich und arbeitete nicht zu streng, mit einem Gesellen zusammen, Bahnwarts Karl. Sie machten Kuckucksuhren.


St. Georgen. Bärenplatz mit „Pfaffenhäusle“ um 1900.

Ich hatte viel Unterhaltung dadurch neben meiner Tätigkeit als Kindsmagd. Der alte Vater lebte auch noch. Er rauchte den ganzen Tag. Die Pfeife konnte er nicht im Munde behalten, da er keine Zähne mehr hatte. Er machte durch Aufwickeln eines Fadens einen großen Knopf an die Mundspitze der Pfeife und hielt diese dann mit den Lippen fest. Aber Rauchen musste einfach sein.

Einfach harte Arbeit

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