Читать книгу Silas - Rebecca Vonzun - Страница 10

Seltsame Zufälle

Оглавление

Das schrille Klingeln des Weckers riss Silas aus dem Tiefschlaf. Nach seiner Fressparty vor dem Kühlschrank gestern gegen Mitternacht (bei der er fast den ganzen Rest vom Chili con Carne und als Nachtisch einen riesen Eisbecher verdrückt hatte), war er mit zu vollem Bauch erschöpft ins Bett gefallen und nahezu auf der Stelle eingeschlafen. Wilde Träume hatten ihn geplagt, in denen ein Ladewagen gefüllt mit DarkChickens, Dad mit Reisszähnen und Livia, welche über ihn gelacht hatte, eine Rolle gespielt hatten. Sein Schlafanzug war ganz nassgeschwitzt und er fühlte sich keineswegs wach genug, um aufzustehen. Stöhnend drehte er sich zur Wand und schloss die Augen. Kurz darauf klopfte es energisch an die Tür.

„Aufstehen, Sohnemann, das Frühstück steht auf dem Tisch, ich muss dann mal lohoos!“, tönte Dad, kam schwungvoll ins Zimmer, zog ihm die Decke weg und riss die Fensterläden auf. „Na los, du Schlafmütze! Das Bad ist frei!“ Und mit diesen Worten machte er kehrt und trampelte mit seiner Aktenmappe die Holztreppe runter. Wenig später hörte Silas das Geräusch der Haustüre, welche ins Schloss fiel. Kalte Morgenluft strömte durch das geöffnete Fenster ins Zimmer und liess ihn frösteln. Er zog sich die Decke wieder hoch bis über die Ohren und das Kissen über den Kopf.

„Silas! Es ist Viertel nach Sieben! Wie willst du denn noch frühstücken, wenn du in fünfzehn Minuten auf dem Weg sein musst… na los …. SILAS SAM WINTER!!!!“ Das Geschreie von Mom liess ans Wiedereinschlafen nicht mehr denken. Im Zeitlupentempo erhob er sich, sollte sie ja nicht meinen, er hätte ihnen verziehen. Extra langsam schlüpfte er in die alte Jeans, zog sich sein blaues T-Shirt über den Kopf und zog sich die Ringelsocken über. Er tappte ins Bad, wo er sich zwei Tropfen Wasser ins Gesicht spritzte und wie immer vergeblich versuchte, seine steil nach oben stehenden Fransen zu bändigen. Dann schlurfte er seelenruhig die Treppe runter, wo ihn seine Mom bereits erwartete. Ungeduldig drückte sie ihm seinen Rucksack, die Sporttasche und sein Pausenbrot in die Hand.

„Jetzt hast du keine Zeit mehr fürs Frühstück! Du weißt doch, dass das…“

„…das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, jaja, blabla…“, murmelte Silas und schlüpfte in Jacke und Sneakers.

„Deshalb hab ich dir einen extra Cerealienriegel eingepackt, hörst du? Den isst du auf dem Weg, mit leerem Magen kannst du nicht…“, rief ihm Mom noch nach und blickte besorgt. Silas seufzte. Sie meinte es nur gut. Dennoch… er würde hart bleiben. Die könnten lange darauf warten, dass er ihnen verzieh, schliesslich hatten sie ihm den wichtigsten Abend seit Monaten verdorben. Er griff nach dem Riegel (Hafer-Nuss, bäh!) und verschlang ihn mit grossen Bissen, denn sein Magen knurrte tatsächlich schon wieder. Und gleich hatten sie Sport, daher… Im Laufschritt begab er sich, die Reste des Kornriegels herunterschluckend, in Richtung Schulhaus.

In der Umkleide war er alleine, es schien schon geläutet zu haben und er musste sich sputen, um keinen Eintrag zu kriegen. Kurz vor dem zweiten Klingeln zog er sich das T-Shirt über den Kopf und schlüpfte dabei unauffällig als Letzter in die Halle. Kevin und Jan sah er nirgends. Doch bereits pfiff Frau Simons in ihre Trillerpfeife und die Klasse setzte sich an den Rand der Turnhalle.

„Guten Morgen allerseits!“, begrüsste sie und schaute auf ihr Klemmbrett. Ihre blonden Haare trug sie wie immer zu einem unordentlichen Knoten zusammengebunden und in den halblangen Sporthosen kamen ihre trainierten Waden gut zur Geltung. Frau Simons war eine der wenigen Lehrer, die wirklich in Ordnung war. Sie scheuchte sie nicht nur herum und befahl unmögliche Dinge (wie das der Speich letztes Jahr getan hatte), nein, sie verlangte nichts von ihnen, was sie nicht selbst tadellos beherrschte. Nur war das einfach so ziemlich alles. Silas kannte niemanden, der so sportlich war wie Frau Simons.

„Aspen Lea, Beeler Ryan, Bossard Jan… Bossard Jan?”, wiederholte sie, nachdem sich niemand meldete. Dann vermerkte sie irgendwas auf ihrer Liste und fuhr mit ihrem Appell fort. „Kempton Lukas, Miller Sarah… Philipps Jonas?“ Suchend sah sich Frau Simons um. Bei Winter Silas hob er kurz die Hand. „…und Zimmermann Kevin. Kevin? Weiss jemand, wo Jonas, Kevin und Jan stecken?“, fragte Frau Simons schliesslich und blickte auf. „Silas, weißt du vielleicht…?“ Allgemeines Kopfschütteln. Sie seufzte, klemmte die Liste zurück aufs Brett und schnappte sich ihre Pfeife. „Na los, ihr wärmt ein und ich geh kurz mal telefonieren, um zu sehen, was mit den dreien los ist.“ Ein schriller Pfiff und sie verliess den Raum, während sich ein Grüppchen nach dem andern träge in Bewegung setzte. Silas konnte sich nicht so recht aufs Sitzball konzentrieren. Wo waren bloss seine drei Freunde?

Während der Turnstunde erfuhr er nichts mehr darüber. Frau Simons kehrte zwar zurück, doch nachdem sie bereits den Anfang der Stunde verpasst hatte, war sie jetzt umso intensiver bemüht darum, alle so richtig ins Schwitzen zu bringen und ja keine unnötige Pausen einzulegen. Silas kam ganz schön ins Schnaufen und war letztendlich doch ungemein froh über den Riegel von Mom. Als er Frau Simons am Ende nachdem er wieder zu Atem gekommen war, nach Jan, Jonas und Kevin fragen wollte, klingelte ihr Handy und sie eilte nach einem kurzen Blick darauf mit einer entschuldigen Geste aus der Halle.

Auch die anschliessende Mathestunde bot Silas keine Gelegenheit um sich nach seinen besten Freunden zu erkundigen, denn er wollte die Aufmersamkeit von Herrn Sieber keinesfalls schon wieder auf sich lenken. Schon beim Eintreten hatte dieser Silas mit einem misstrauischen Blick gemustert, fast als ob er ein Schwerverbrecher wäre oder so. Und in seinen Augen lag so ein vorfreudiges Funkeln, dachte Silas, so als ob Herr Sieber sich bereits darauf freuen würde, ihn wieder zur Schnecke zu machen. Oh Mann, man kanns auch übertreiben, dachte Silas. So bemühte er sich heute ausnahmsweise, ausserordentlich aufmerksam dem Unterricht zu folgen, er meldete sich sogar dreimal. Dafür, dass die Antworten, die er gab, nicht im Geringsten etwas zur Lösung beitrugen, konnte er auch nichts. Er war nun mal eine Null in Mathe. Schon immer gewesen. Und Mathe war ja auch so ziemlich das Letzte, was man fürs Leben brauchte. Aber sein Einsatz schien Herrn Sieber etwas zu besänftigen. Jedenfalls liess er ihn für den Rest der Stunde in Ruhe. Sehnsüchtig erwartete Silas die grosse Pause. Zum einen, weil er schon wieder einen Elefanten verspeisen könnte, und zum anderen konnte er da Cédric fragen, ob der vielleicht was wusste.

Als es endlich klingelte, raffte er im Eiltempo seine Stifte und Bücher zusammen und stürmte mit dem Pausenbrot als einer der ersten auf den Schulhof. Während er gierig sein Sandwich verschlang, liess er den Eingang nicht aus den Augen. Da, ein paar Fünftklässler… aber Cédric war nicht dabei. Genau so wenig Marc und Lars, die anderen, die gestern mit dabei gewesen waren. Und Svenja und Livia konnte Silas auch nirgends entdecken. Langsam wich seine Sorge Missmut. Er malte sich aus, dass die anderen gestern (ohne ihn!) abgemacht hatten, heute nicht zur Schule zu gehen, um heimlich irgendetwas ganz Tolles zu unternehmen. Ohne ihn. Ja, bestimmt, das musste es sein! Während er sich ausmalte, wo genau die anderen jetzt wohl gerade waren. Im Schwimmbad? Im Kino? Oder gar mit Jonas’ neustem King of Dragons und einer Riesenmenge Chips vor Cédrics Riesenleinwand? Seine Mutter arbeitete und die Putzfrau interessierte es nicht, was der Sprössling ihrer Chefin ausheckte, solange sie nur pünktlich ihren Lohn bekam. Das hatte Cédric ihm erzählt. Silas spürte, wie er immer wütender wurde. Je länger er nachdachte, desto überzeugter war er, dass sich seine Freunde prächtig bei Cédric amüsierten während er, Trottel, in der Schule sass. Und wer war schuld? Silas ballte, wie so oft in den letzten Stunden, seine Fäuste. Bestimmt hatte er schon Abdrücke von seinen Fingernägeln. In seinem Kopf stiess Silas einen ganz fürchterlich schlimmen Fluch aus. Viel schlimmer als Mist, Scheisse, Kacke oder Ihr könnt mich mal. So schlimm dass er ihn niemals laut zu sagen gewagt hätte, nicht mal für sich alleine. Er verfluchte seine dämlichen Eltern, weil sie ihm den Spass verboten hatten. Seine hinterlistigen Freunde, weil sie ihm nicht Bescheid gesagt hatten. Und die ganze Welt, weil sie so ungerecht und gemein war. Schon wieder spürte er die Tränen in seinem Hals hochsteigen und sein Kinn begann gefährlich zu zittern. Sicher nicht, weil er traurig war. Sondern vor lauter Wut. Jawohl, das waren Tränen der Wut. Und selbst Männer weinen manchmal – vor lauter Wut. Trotzdem versteckte er sich sicherheitshalber hinten beim Fahrradständer, damit ja niemand dachte, er weine wie ein Baby. Oder – noch schlimmer – wie ein Mädchen.

***

Etwas später, am Mittagstisch, stocherte Silas nur lustlos in seinem Teller. Sein Kopf schmerzte seit einigen Stunden wie verrückt und seine Schläfen wollten nicht aufhören zu pochen. Der Bärenhunger hatte sich verflüchtigt, obwohl er vor einem Teller köstlich duftender Fischstäbchen mit Mom‘s Spezialsauce sass (schon wieder eins seiner Lieblingsgerichte… es schien fast, als hätte Mom doch noch ein schlechtes Gewissen bekommen!). Doch heute drehte sich ihm beim Geruch nach Fisch fast der Magen um. Im Hintergrund lief leise das Radio, irgendein Bericht über eine Lebensmittelvergiftung, jedenfalls klang der Sprecher ziemlich ernst und mehrere Leute diskutierten mit. Silas stützte den Kopf in die Hände und seufzte tief. Dad ass heute nicht hier. Mom räusperte sich etwas unsicher.

„Hör zu, Silas, wegen gestern…“ Sie unterbrach sich und fuhr sich etwas unbeholfen durch die Haare. „Es tut mir leid, dass du dermassen leidest deswegen. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es so wichtig war für dich… so dass du sogar am nächsten Tag noch traurig bist! Aber du kennst doch die Regeln…“ Sie strich mit ihrer Hand sanft über seinen Arm und fuhr mit dem Zeigefinger liebevoll über den grossen, dunklen Leberfleck an seinem Handgelenk. „Das hättest du dir doch ausmalen können! Jetzt sei doch wieder fröhlich und probier wenigstens einen Bissen! Du hast seit gestern Mittag nichts mehr gegessen…“ Dass sie sehr wohl bemerkt hatte, dass das Schälchen mit dem restlichen Chili con Carne weg war, verschwieg sie. Silas hob den Blick und spürte schon wieder die Tränen kommen. Verflixt aber auch!

„Na komm, Schatz, was ist denn nur los mit dir…“ Wieder strich ihm Mom über den Arm. Da war es um Silas geschehen. Er schaffte es trotz aller Anstrengung nicht mehr, die Tränen zurückzuhalten und so kullerten sie über seine Wangen und ein lautes Schluchzen entfuhr ihm. Mom breitete ihre Arme aus und, froh, dass ihn jetzt niemand von seinen Freunden beobachten konnte, stürzte er wie als kleiner Junge in ihren Schoss und drückte sein Gesicht in ihre blaue Seidenbluse. Lange sassen sie so da, Silas geschüttelt von trockenen Schluchzern und Mom, die ihm sanft über den Rücken strich. Niemand sagte ein Wort und als Silas nach langem Weinen endlich den Kopf hob und sich mit dem Handrücken über die tropfende Nase wischte, war Mom’s Seidenbluse triefend nass und hatte seltsame feuchte Flecken.

„Nun erzähl!“, sagte Mom leise und klopfte auf den Stuhl neben sich. Silas schluchzte nochmals auf, wischte sich erneut über das Gesicht und dann erzählte er seiner Mom alles der Reihe nach. Dass alle mitgegangen waren. Dass Livia dabei gewesen war. Dass keiner seiner Freunde so dämliche Regeln hatte zu Hause. Dass alles so ungerecht war und niemand ihn verstand. Und – das Allerschlimmste – dass sich seine Freunde gegen ihn verbündet hatten und sich heute alle zusammen – ohne ihn – bei Cédric prächtig amüsierten. Schon wieder entwischte ihm ein kurzer Schluchzer. Nachdenklich betrachtete ihn Mom, während sie noch immer sanft über seinen Rücken strich.

„Glaubst du wirklich, die machen sich heute alle zusammen einen freien Tag?“, fragte sie dann. „Findest du das nicht ein bisschen sonderbar?“ Silas zuckte mit den Schultern. Sonderbar oder nicht, jedenfalls war es ziemlich gemein.

„…ist dies bereits der achte Fall in dieser Region und es wird nun abgeklärt, ob die Fastfoodkette ChickenMcKing der Verschulder des Skandals sein könnte.“, unterbrach sie der Radiosprecher. Mom drehte das Radio lauter.

„Betroffene berichten ausnahmslos, unmittelbar oder zumindest höchstens einige Tage vor den ersten Anzeichen der Symptome dort konsumiert zu haben. Die Untersuchungen sind nun im Gange und wir berichten live, sobald sich etwas Neues ergibt.“

Mom zwinkerte Silas zu.

„Na siehst du, sei froh, hast du gestern nicht da gegessen, am Ende kannst du uns noch dankbar sein!“, scherzte sie und wischte ihm die letzte Träne weg. „Ich versteh dich doch so gut. Das Leben mit uns ist nicht immer einfach, wie?“ Wieder zwinkerte sie. Silas hob einen Mundwinkel. „Und was deine Freunde betrifft, finden wir schon noch raus, wo die heute Morgen gesteckt hatten. Bestimmt gibt es eine ganz harmlose Erklärung!“ Mit diesen Worten erhob sie sich und griff zum Telefon um Silas für den Nachmittag in der Schule zu entschuldigen. Silas‘ Laune hob sich ein wenig. Ja, Mom hatte definitiv ein schlechtes Gewissen! Aber sie war in Ordnung. Das musste er doch zugeben.

***

Silas grübelte. Die ganze Sache liess ihm einfach keine Ruhe. Wieder einmal auf seinem Bett liegend und an die Holzdecke starrend, fragte er sich wieder und wieder, wo seine Freunde waren und was das alles zu bedeuten hatte. Er kniff die Augen zusammen. Hase. Drehte den Kopf nach links. Schildkröte. Hase, Schildkröte, Hase, Schildkröte, Hase…. Hier konnte er am besten nachdenken. Er konnte einfach nicht glauben, dass es eine harmlose Erklärung dafür gab, dass sie alle nicht aufgetaucht waren heute Morgen in der Schule. Er seufzte. Griff nach seinem Buch. Schlug es auf. Und legte es wieder weg. Entschied sich dann, King of Dragons einzulegen und zu versuchen, endlich den nächsten Level zu knacken. Was die anderen konnten, konnte er schon lange. Vielleicht stibitzte er sich später eine Packung Chips aus der Küche. Oder er fragte Mom. Heute würde sie ihm dies wahrscheinlich sogar erlauben. Silas schaltete den PC ein und loggte sich ein. Wie immer erschien auf der Startseite das Fenster mit den Tagesnews. Lebensmittelskandal stand da. Die Worte ChickenMcKing und DarkChicken stachen Silas ins Auge und zwangen ihn, die Schlagzeile genauer unter die Lupe zu nehmen. Langsam scrollte er sich durch den Text.

LEBENSMITTELSKANDAL SCHOCKT DIE WELT – CHICKENMcKING AM PRANGER

Wie gerade bekannt gegeben wurde, muss der vermutete Zusammengang des aktuellen Lebensmittelskandals mit der Fastfoodkette ‚ChickenMcKing‘ nun bestätigt werden. Traurige Gewissheit ist, dass sämtliche betroffenen Fälle im Vorfeld in einer der stadtweit verbreiteten Filialen konsumiert haben und kurz darauf die ersten Symptome eingetreten waren. Dies wurde von Angehörigen bezeugt. Auffallend ist zudem die Übereinstimmung im Menuplan der Betroffenen: Scheinbar hat jedes der inzwischen sechzehn Opfer unter anderem den neu auf dem Markt erschienenen sogenannten ‚DarkChicken‘ bestellt. Nur ein sonderbarer Zufall oder steckt da mehr dahinter?

Was zunächst wie eine harmlose Grippe beginnt, endet dramatisch: Nach der Verlegung der Betroffenen in die Intensivstation und danach folgendem komatösem Zustand, ist das Befinden sämtlicher Opfer äusserst kritisch und ein tragisches Ende kann zum jetzigen Zeitpunkt weder ausgeschlossen noch bestätigt werden. Unter den Leidtragenden sind unter anderem fünf Jugendliche und acht Kinder.

Atemnot, starker Durchfall, Erbrechen und ein stechender, migräneartiger Kopfschmerz sind die ersten Alarmzeichen. Wenn Sie kürzlich einen ‚DarkChicken‘ verzehrt haben und unter einem oder mehreren der oben genannten Symptomen leiden sollten, suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf! Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

Silas schluckte leer. Das tönte ja doch viel ernster als zunächst angenommen! Vielleicht war es doch besser gewesen, gestern nicht dort zu essen, zumal er doch noch mit dem Gedanken gespielt hatte, diesen verlockenden DarkChicken auszuprobieren. Koma… das klang gar nicht gut. Was das wortwörtlich war, wusste er nicht so genau, doch er wusste, dass man daran sterben konnte. Hatte ja auch so im Artikel gestanden. Und Lars‘ Oma war auch im Koma gewesen bevor sie gestorben war. Plötzlich durchfuhr es ihn siedend heiss. Schnell scrollte er nochmals nach oben. Acht Kinder stand da. Acht! Hastig zählte er an den Fingern ab… Jonas, Kevin, Jan, Cédric, Lars, Marc… und Svenja und Livia. Das machte… genau acht! Und sie hatten alle vom DarkChicken gesprochen, als sie gestern losgegangen waren! Himmel, könnte es wirklich sein….? Oder war das alles nur ein dummer Zufall?

Silas

Подняться наверх