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Weitwinkel-Objektive für Porträts vermeiden
ОглавлениеWenn Sie Menschen richtig gut aussehen lassen wollen, gebe ich Ihnen folgenden freundschaftlichen Rat: Machen Sie einen großen Bogen um Weitwinkel-Objektive. Denn diese verursachen Verzerrungen – und verzerrte Gesichter sehen in der Regel nicht besonders attraktiv aus. Zudem werden Teile des Motivs an den Bildrändern gestreckt, so wie der Fuß des Mannes im Bild oben. Dadurch sind Sie gezwungen, Ihr Motiv in die Bildmitte zu rücken. Aus diesen Gründen empfehle ich Zoom-Objektive mit einer Brennweite von mindestens 85 mm, die zu einer deutlich vorteilhafteren Abbildung Ihrer Motive führen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Wenn die Umgebung in einem Porträt relevant für die gesamte Bildaussage ist, brauchen Sie ein Weitwinkel-Objektiv. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Rennfahrer, der vor seinem Boliden posiert, während im Hintergrund die Rennstrecke zu sehen sein soll. Mit einem Weitwinkel-Objektiv bannen Sie auf Kosten der vorteilhaften Abbildung der Gesichtszüge die gesamte Szenerie auf den Sensor, wodurch das Motiv in den Kontext mit seiner Umgebung gesetzt wird. Da die Verzerrung zu den Bildrändern hin stärker wird, sollten Sie bei der Verwendung eines Weitwinkel-Objektivs Ihr Motiv inklusive seiner Extremitäten so exakt wie möglich in der Bildmitte halten, um irritierende Verzerrungen des Gesichts und des Körpers zu vermeiden.