Читать книгу Banditen in der Höllenschlucht: Western Exklusiv Sammelband 7 Romane - Alfred Bekker - Страница 10

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Der Suchtrupp war schnell zusammengestellt. Im Eilverfahren wurden die Männer zu Deputies vereidigt.

Insgesamt sieben Reiter waren es, die sich wenig später bis an die Zähne bewaffnet aufmachten, um die Spur der Banditen aufzunehmen.

In scharfem Galopp ritten sie zunächst in Richtung der Farm von Billy Coburn. Der junge Mann war vor einem Jahr mit seiner Frau hier her gezogen und hatte die Farm buchstäblich aus dem Nichts aufgebaut.

Die Farm war nicht groß, konnte aber eine Familie ganz gut ernähren. Sie war nur wenige Meilen von Jefferson entfernt.

Die Reiterschar hatte sie schnell erreicht.

Billy Coburn stand vor seinem Blockhaus und runzelte die Stirn, als er die Männer herankommen sah. Er konnte sich an den Fingern einer Hand ausrechnen, dass es sich um einen Suchtrupp handelte und irgend etwas Furchtbares geschehen sein musste.

Coburn wischte sich den Schweiß von der Stirn und trat den Reitern entgegen, die ihre Pferde gezügelt hatten.

John Read stieg aus dem Sattel.

"Ist etwas passiert?", fragte Coburn.

Aber seinem Gesicht war anzusehen, dass er sehr wohl wusste, wie überflüssig diese Frage war.

Read schob sich den Hut in den Nacken und kratzte sich hinter dem Ohr. Was er zu sagen hatte, war nicht einfach über die Lippen zu bringen. Und Billy Coburn war sein Freund, da war es um so schwerer. Read atmete einmal tief durch und versuchte dann mühsam herauszubringen, was er Coburn zu sagen hatte.

"Ich muss dir eine schlimme Nachricht überbringen, Billy", begann er.

Coburns Gesicht wurde zu einer steinernen Maske.

"Was...?"

"Die Postkutsche ist überfallen worden."

"Nein!" Coburn packte Read bei den Schultern. Die beiden Männer waren etwa gleich groß, Coburn allerdings gut zehn Jahre jünger als der Sheriff.

Read begann unbeholfen.

"Billy..."

In Coburns Gesichtsausdruck machte sich der Ausdruck des Entsetzens breit.

"Was ist mit meiner Frau?", flüsterte der junge Mann fast tonlos.

Es dauerte einen Augenblick, bis Read antworten konnte.

"Es sind alle tot, Billy", flüsterte er. "Alle, die mitgefahren sind. Diese Hunde haben niemanden verschont..."

Coburn schluckte.

Blanke Verzweiflung breitete sich in ihm aus und dann schüttelte der junge Mann stumm den Kopf. Nein, das durfte einfach nicht sein, ging es ihm verzweifelt durch den Kopf.

Er wollte es einfach nicht glauben.

Seine Frau, sein Kind...

Namenlose Wut ergriff ihn und er ballte unwillkürlich die Hände zu Fäusten.

Sein ganzes Leben schien in einem einzigen furchtbaren Augenblick wie eine Seifenblase zerplatzt zu sein.

Read versuchte, etwas zu sagen, aber es kam nichts über seine Lippen. Sein Kopf war in diesem Moment völlig leer und er verfluchte sich innerlich dafür. Billy Coburn war sein Freund, aber es schien nichts zu geben, womit Read ihn hätte trösten können.

"Das darf nicht wahr sein!", flüsterte Coburn, während Tränen des Zorns ihm in die Augen stiegen. "Das Baby..."

Sein Tonfall hatte eine Mischung aus Verzweiflung und ohnmächtiger Wut.

Dann gab Read sich einen Ruck.

Auch wenn es hart für Coburn war, es musste jetzt weitergehen.

"Es tut mir leid, Billy", sagte er.

"Diese Hunde!"

"Wir haben einen Suchtrupp zusammengestellt, um die Spur der Banditen aufzunehmen. Vielleicht ist es noch nicht zu spät und wir holen sie ein!"

Coburn hob die Hand.

"Wartet auf mich!", rief er. "Ich werde meinen Revolver und meine Winchester holen und mit euch kommen!"

Read nickte.

"Ich habe mir gedacht, dass du mit uns reiten würdest", erwiderte er. Coburn hatte früher seine Dollars unter anderem als Deputy verdient, bevor er seiner Frau zu Liebe das wilde Leben aufgegeben hatte. Wie man mit dem Eisen umging, wusste er besser, als die meisten anderen Männer in der Gegend.

Read hoffte nur, dass der verständliche Hass Coburn nicht blind werden ließ...

Coburn starrte einen Moment lang ins Nichts und wirkte wie jemand, dem man gerade mit einem Balken vor den Kopf geschlagen hatte.

Er schüttelte langsam den Kopf und und murmelte dann: "Ich hätte Emily nicht allein nach Tucson fahren lassen sollen! Aber im Moment gibt es soviel Arbeit auf der Farm, dass ich Mühe habe, alles zu schaffen!"

"Mach dir keine Vorwürfe, Billy!", meinte Read, trat an den jungen Mann heran und legte ihm die Hand auf die Schulter.

Coburn wandte den Blick und sah Read direkt in die Augen.

"Emily ging es nicht gut", murmelte er dann halblaut. "Wahrscheinlich wegen dem Baby in ihrem Bauch. Aber in Jefferson gibt's ja keinen Arzt und deswegen sollte sie nach Tucson fahren... 'Mach dir keine Sorgen', hat sie gesagt. 'Ich komme schon klar!' In drei Tagen wollte sie zurück sein, John!"

Read sah Coburn fest an.

"Wir kriegen die Kerle, die das getan haben, Billy! Darauf hast du mein Wort!"

Banditen in der Höllenschlucht: Western Exklusiv Sammelband 7 Romane

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