Читать книгу Banditen in der Höllenschlucht: Western Exklusiv Sammelband 7 Romane - Alfred Bekker - Страница 16

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Die überlebenden Banditen kamen mit erhobenen Händen aus ihrer Deckung. Einer war am Arm verletzt.

Sie schienen wirklich unbewaffnet zu sein.

Slater und McKay, die jetzt auch aus ihrer Deckung heraustraten,nahmen sich von einem der im Lager herumliegenden Sättel das Lasso und begannen damit, die Banditen aneinanderzufesseln.

Read stand mit der Winchester im Anschlag da und sah zu.

"Von unseren Leuten hat es Milton erwischt!", hörte er Slater sagen. "Und O'Carey hat eine Kugel in die Schulter gekriegt!"

Read atmete tief durch.

Und dann sah er sich nach Billy Coburn um.

Aber der war nicht mehr da.

Im selben Moment hörte Read einen Reiter heranpreschen und dann war ihm klar, was passiert war. Coburn hatte sich seinen Gaul geholt und wollte die Jagd fortsetzen. Als er sich Read näherte, zügelte er das Tier und ließ es stoppen.

"Ich werde diesen Warren erwischen!", rief Coburn grimmig.

"Ich brauche dich hier!", sagte Read.

"Es geht mir gegen den Strich, dass derjenige, der der Anführer von dieser Meute war, die meine Frau umgebracht hat, jetzt seelenruhig nach Mexiko reiten kann!"

"Das geht mir genauso gegen den Strich, aber alles, was du erreichen wirst, ist, dass dein Pferd zu Schanden geritten ist, ehe du auch nur eine Ahnung hast, wo El Diablo sein könnte!"

Coburn atmete tief durch. Sein Gesicht hatte einen finsteren Ausdruck bekommen und in seinen Augen loderte ein unstillbares Feuer. Der Durst nach Rache.

"Ich verlange von niemandem, dass er mit mir kommt!", erklärte Coburn dann trotzig.

Damit griff er an die Brust und riss sich den Blechstern vom Hemd, den Read ihm dort angesteckt hatte. Er warf ihn dem Sheriff hin und dieser fing ihn auf.

"Was soll das, Billy!"

Aber insgeheim wusste Read, dass er Coburn nicht mehr würde aufhalten können. Die Blicke der beiden Männer begegneten sich kurz und Read sah in den Augen seines Gegenübers einen eisernen Willen.

"Leb wohl, John!"

Dann gab Coburn seinem Rappen die Sporen und ließ ihn in die graue Dämmerung jagen.

"Verdammt!", fluchte Read.

Aber er konnte Coburn auch verstehen.

"Er wird diesen Warren bis ans Ende der Welt jagen, wenn's sein muss!", meinte Slater düster. "Und wenn er ihn allein in seinem mexikanischen Hauptquartier aufstöbern müsste und dabei mit bloßen Fäusten zu kämpfen hätte!"

"Man kann es ihm nicht übelnehmen!", meinte Read. Er wandte den Blick an den Vormann.

"Ich denke, ihr könnt die Gefangenen auch ohne mich nach Jefferson bringen, Chuck."

Slater sah den Sheriff erstaunt an und hob die Augenbrauen.

"Du willst Billy nachreiten?"

Read nickte.

"So ist es." Er blickte Slater direkt in die Augen. "Ich kann mich auf dich verlassen?"

Slater verzog das Gesicht.

"Die Frage ist doch nicht ernst gemeint, oder?"

Read lächelte matt. Dann sagte er noch: "Sorg auch dafür, dass sich jemand um die Toten in der Postkutsche kümmert..."

Banditen in der Höllenschlucht: Western Exklusiv Sammelband 7 Romane

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