Читать книгу Warm gewechselt - kalt erwischt - Bernhard Riedl - Страница 15

Оглавление

8 Die Stunde der Wahrheit – Überraschung will geplant sein

Genauer gesagt sind es beim »fliegenden Wechsel« zwei Wahrheiten, die zu Tage kommen. Dies geschieht meist in zeitverzögerter Folge, wobei nichts überstürzt wird. Der Verlassende wartet den nächsten Streit ab, den er keineswegs als Mittel zum Zweck von sich aus provozieren möchte, damit es nicht nach dem aussieht, was es ist.

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass ein Streit das notwendige Energiepotential sowie das passende Ambiente bietet, um zu sagen, was man sich »einfach so« zu sagen nicht recht traute, dass man entschieden hat, sich zu trennen. Es versteht sich, dass der Verlassende mit diesem gewissermaßen Meta-Argument in dem Streit die Oberhand bekommt. – Zudem liegt ein weiterer Pluspunkt dieses Verfahrens darin, dass dem Partner ein weiteres Mal seine Unmöglichkeit vorgeführt werden kann.

Die zweite, mit dem Faktor des Warmwechselns zusammenhängende Wahrheit, kommt in aller Regel zeitversetzt daher und häufig in der Form, wie es immerhin hätte auch sein können. Vielleicht aus Rücksichtnahme auf die Verletzbarkeit des zukünftig Alleinstehenden, dem man nicht zu viel zumuten mag.

Hierfür bedarf es keiner besonderen Gelegenheit, sie wird mehr oder minder beiläufig unter der Rubrik »Übrigens, was ich dir noch sagen wollte, ich habe da jemanden …« präsentiert. In halbwegs realitätsnaher Form ist es jemand, den man zufällig just gerade kennengelernt hat, oder noch rücksichtsvoller: sie wird als nette Arbeitskollegin geschildert, bei der man zeitweilig unterkommt. Letztlich, auch das soll vorkommen, bringt aber erst eine etwas zweifelhafte Informationsbeschaffung untrügliche Indizien zu zutage.

Warm gewechselt - kalt erwischt

Подняться наверх