Читать книгу Dann stirb doch selber - Dagmar Isabell Schmidbauer - Страница 25

23. Szene Magdalena

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Es war schon nach drei, als ich die Kaffeeküche betrat. Außer Jutta, die wieder mit ihrem Pendel hantierte, war niemand da. Ich nahm mir eine Tasse und fragte sie, ob ich ihr auch einschenken solle. Sie legte ihr Pendel in die linke Hand und umschloss es zärtlich, dann erst kam sie zu mir herüber. „Hast du den Chef heute schon gesehen?“

„Nein“, gab ich zu, obwohl das eigentlich merkwürdig war.

„Er hat ziemlich schlechte Laune. Ich hab das Gefühl, dass er unter Druck steht, und wüsste zu gerne warum, du nicht?“

Ich zuckte mit den Schultern. Stella hatte so etwas erwähnt, aber wenn Jutta es nicht wusste, wer dann? Sie war die Seele der Firma, hatte schon beim Seniorchef gearbeitet und miterlebt, wie der junge Wirtmeir den Betrieb übernahm.

„Ich habe das Pendel schon gefragt, aber es will mir keine Antwort geben. Wahrscheinlich bin ich zu aufgeregt und verwirre es“, gestand sie mir freimütig und öffnete vorsichtig die linke Hand.

Ach, Jutta, dachte ich, warum musst du nur immer an so einen Quatsch glauben? Jutta trat vor das kleine Waschbecken und ließ kaltes Wasser über ihre linke Hand laufen.

„Glaubst du, es ist ihm zu heiß geworden?“, spöttelte ich.

„Ich reinige es von negativen Strahlen, die hier überall herumschwirren“, belehrte sie mich, während sie es vorsichtig abtrocknete. Ich trank meinen Kaffee aus und ging. Vielleicht war sie ja morgen besser drauf. „Hat der Chef Probleme zu Hause?“, war die letzte Frage, die ich hörte.

Dann stirb doch selber

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