Читать книгу MARKUS Evangelium - Günther Gerhard - Страница 12
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Die Berufung der ersten Jünger
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
Gleich am Anfang seines öffentlichen Wirkens ruft Jesus Menschen; er beruft sie in seine Nachfolge: „Kommt her!“ ist soviel wie die Einladung, ihre Sachen, d. h. ihre Netze, ihre Boote und ihre Arbeit, ja viel mehr, eigentlich ihr ganzes Leben und alles, was ihnen wichtig ist, hinter sich zu lassen. „Folgt mir nach!“ ist die Aufforderung, seine Jünger zu werden und überall dorthin zu gehen, wo er hingeht. Vielleicht haben sie Jesus schon gekannt, aus dem Johannes-Evangelium kann man das schließen. Jedenfalls reagieren alle vier angesprochenen Fischer ohne zu zögern auf sein Wort, lassen alles zurück und folgen ihm. Seitdem sind sie Vorbild für alle Menschen: So wie sie sollten sie auf das Wort Jesu hören. Dabei ist es nicht so wichtig, wo und wie Gottes Ruf ergeht, ob beim Beten oder bei einer Tat der Nächstenliebe oder wie bei den Jüngern Jesu mitten in der Arbeit. Sie sind Vorbild für alle Gerufenen: Auch wir sollen alles für weniger wichtig ansehen und ihm sofort nachfolgen. Zwar sind diese ersten Apostel damit noch nicht vollkommen geworden. An der Seite Jesu werden auch ihre Mängel und Schwächen sichtbar, vor allem zur Stunde des Leidens. Aber sie haben den ersten Schritt ohne Zögern getan, damit auch wir es so machen. Gleichzeitig sagt uns Jesu Einladung: in seine Nachfolge einzutreten bedeutet, Menschenfischer, Apostel zu sein bzw. es in der Nachfolge, durch die Nähe Jesu, zu werden. In der Jüngerschule lernen wir, für das Reich Gottes einzutreten, bis wir ganz zuletzt, gestärkt durch den Heiligen Geist, dafür unser Leben hingeben. Alles begann durch diese erste Begegnung - die Apostel entsprachen der ersten Gnade.
JESUS, lass mich in deiner Nachfolge nicht müde werden, sondern immer neu beginnen. Hilf mir, Menschen für dein Reich zu gewinnen.