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DIE MENSCHLICHE EVOLUTION: SPEKULATION WIRD ALS TATSACHE GELEHRT
ОглавлениеDas konventionelle heutige Denken vermittelt uns den Eindruck, Darwins Evolutionslehre wäre eine »ausgemachte Sache«. Sie wäre ein klarer Fall, allgemein akzeptiert in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, und es gäbe wenig Raum für Zweifel, was die Erklärung des Lebens betrifft, so wie wir es heute beobachten. Die Evolution wird in Schulbüchern und Klassenräumen als Tatsache beschrieben. In diesem Umfeld bedingungsloser Akzeptanz werden wissenschaftliche Entdeckungen, welche die Evolution zweifelhaft erscheinen lassen, oft nicht erwähnt oder, schlimmer noch, als Aberglaube, Religion oder Pseudowissenschaft verspottet. Aus diesen Gründen sind viele Menschen oft überrascht, wenn sie von Entdeckungen hören, die Darwins Lehre infrage stellen.
Ein ausgezeichnetes Beispiel für diese einseitige Sichtweise ist die Entscheidung des amerikanischen TV-Senders Public Broadcasting Service (PBS), alle konkurrierenden wissenschaftlichen Theorien sowie jede wissenschaftliche Kritik der Evolution aus seiner 2001 ausgestrahlten und hübsch produzierten achtstündigen Miniserie Evolution: A Journey into Where We’re from and Where We’re Going (»Evolution: eine Reise ins ›Woher wir kommen‹ und ›Wohin wir gehen‹«) auszublenden. Eigenen Worten des Senders nach bestanden die Ziele des Programms darin, »das öffentliche Verständnis der Evolution und ihrer Funktionsweise zu erhöhen, verbreitete Missverständnisses bezüglich der Evolution zu zerstreuen und zu beleuchten, warum sie für uns alle von Wichtigkeit ist«.20 Und für alle offensichtlich taten sie genau das; sie schilderten die Evolution ausschließlich aus Darwins Perspektive, die viele Wissenschaftler aus Gründen, die später in diesem Kapitel noch dargestellt werden, für fehlerhaft halten.
In einer Besprechung des PBS-Specials nahm der Autor und frühere Redenschreiber des Weißen Hauses Joshua Gilder kein Blatt vor den Mund, was die Art und Weise anging, wie die Sendung produziert worden war: »Das Problematische [an der PBS-Dokumentation] ist, dass nichts davon wahr und sie derart mit Unstimmigkeiten, Fehlinterpretationen und miserablen (oft bewusst irreführenden) Daten überfrachtet ist, dass sie als wissenschaftlich wertlos betrachtet werden muss.«21 Gilder begründete seine Kritik teilweise mit den wissenschaftlichen Entdeckungen, die der Molekularbiologe Jonathan Wells bereits 2000 in seinem Buch Icons of Evolution – Science or Myth? (»Ikonen der Evolution – Wissenschaft oder Mythos?«) ausgebreitet hatte und die die PBS-»Beweise« einen nach dem anderen zerlegten.