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1 Vorhang auf: Prolog – worum es geht und worum nicht

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Die Sprechakttheorie (SAT) ist in die Jahre gekommen und es ist ein wenig ruhiger um sie geworden. Ihr haftet nicht mehr der frische philosophische Wind bahnbrechender Umwälzungen an. Sie hat sich im akademischen Alltag abgesetzt, wird in Seminaren in der einen oder anderen Form oder Ausprägung gelehrt, in Forschungsarbeiten und Prüfungen zur Analyse eingesetzt und wie ehedem kritisiert. Als deduktiv verfahrende, sprecherzentrierte sowie empirieferne Disziplin wurde und wird die orthodoxe SAT häufig angegriffen, um dann Erfolgsgeschichten anderer Linguistiken (also etwa die der Gesprächslinguistik(en)/conversational analysis oder der Interaktionalen Linguistik) zu erzählen. Nun scheinen sich diese Angriffe von kritischer Auseinandersetzung hin zu einer schematischen Ablehnung zu wandeln. Und es ist – provokativ gesprochen – ja auch so: Keines der ganz grundlegenden SAT-Probleme wurde bislang zufriedenstellend gelöst. Das ist eine Situation, in der man sich fragen kann, ob man genug von der SAT hat, ob man SAT-satt ist. Dieser Frage möchte ich in diesem Aufsatz in wesentlichen Punkten nachgehen. Im Vordergrund stehen hier nicht Punkte der folgenden Art:

 Exegese Searle’scher Texte (auch nicht von Speech Acts),

 umfassendes Referat der aktuellen SAT-Theoriefortbildungen1,

 umfassendes Referat über SAT in aktuellen Forschungen2,

 die Beantwortung der wichtigsten SAT-Fragen,

 also: das meiste.

Sondern:

 Eine Schnipsel- oder Schnitzeljagd durch SAT-Terrain wird veranstaltet.

 Gefundene Schnipsel mit SAT-Angriffen u.ä. werden besprochen.

 Es wird nachgewiesen, dass die SAT unnötig, gefährlich, unsexy usw. ist und dass genau dies so aber auch nicht stimmt.

50 Jahre Speech-Acts

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