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3.5 Alle Tiere sind schon da – ein kurzes Resümee

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Vielleicht kann man zunächst zwei Dinge festhalten: Einerseits gibt es SAT-Einbezüge, ohne dass man sich klar darüber ist, hier SAT einzubeziehen (und es auch wohl ablehnen würde; so bei der GA und der IL), andererseits gibt es weit von SAT wegführende Weiterentwicklungen, bei denen die SAT im Grunde verlorengeht (so bei der FP), und SAT-Einbezüge, die keine sind (so bei den Satztypen des unter 3.3 rezipierten Ansatzes). Insbesondere hinsichtlich der unbemerkten oder/und ungewollten SAT-Einbezüge in der GA und IL1 möchte ich an dieser Stelle mittels der erneuten Wiedergabe eines Schaubildes aus Staffeldt (2014) dafür plädieren, hier keine sich ausschließenden alternativen Zugänge zur funktionalen Analyse zu sehen. Vielmehr scheint es mir vorrangig eine Frage des unterschiedlichen Startpunktes zu sein. Man kann aber beides auch als ineinandergreifend modellieren und erhält auf diese Weise eine kreislaufartige Spirale funktional orientierter Erkenntnisgewinnung (s. Abb 6). Etwas zugespitzt kann man die komplementären Zugänge auch so charakterisieren:

GA/IL(Ausgangspunkt: eher Formen)SAT(Ausgangspunkt: eher Funktionen)
Welche strukturell beschreibbaren Muster zeigen sich im Sprachgebrauch?Welche Funktionen können diesen zugeordnet werden?Grundfrage könnte sein: Was meinst du, wozu dient dieses Muster in der Interaktion?Welche sprachlichen Handlungen können angenommen werden?Wie werden sprachliche Handlungen realisiert und in Realisierungen als diese indiziert?Grundfrage könnte sein: Was ist für dich alles ein xy und was nicht mehr?

Tab. 1:

Grundlegende methodische Weichenstellungen für GA/IL und SAT (vergröbert)

Abb. 6:

Startpunkte für SAT und GA im spiralartigen Kreislauf einer letztlich vielleicht gemeinsamen Methode zur funktionalen Beschreibung von Sprachvorkommen – Scanzitat aus Staffeldt (2014, S. 112)

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