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Gerechte Einkommen

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Smith glaubte auch, Marktwirtschaften sorgten für gerechte Einkommen – Geld, das in einem nachhaltigen Kreislauf für Waren ausgegeben werden könne: Die Löhne zirkulieren zurück in die Wirtschaft, wenn die Arbeiter für Güter bezahlen, nur um wieder Lohn zu erhalten – und so weiter. Kapital, das in Produktionseinrichtungen investiert wird, erhöht die Produktivität, was bedeutet, dass die Arbeitgeber höhere Löhne zahlen können. Und das werden sie auch tun, weil sie in einem Wettbewerb um die Arbeitskräfte stehen.

Im Hinblick auf das Kapital sagte Smith, der Profit, der durch Investitionen zu erwarten sei, entspreche in etwa dem Zinssatz. Das liegt daran, dass die Arbeitgeber miteinander um Kredite konkurrieren, die sich profitabel investieren lassen. Mit der Zeit sinkt die Gewinnrate in allen Bereichen, wenn sich Kapital ansammelt und die Chancen auf Profit erschöpft sind. Die Mieten steigen, wenn die Einkommen steigen und mehr Land benötigt wird.

Smiths Einsicht in die Zusammenhänge zwischen Land, Arbeit und Kapital war ein echter Durchbruch. Ihm fiel auf, dass Arbeiter und Landeigentümer dazu neigen, ihre Einnahmen zu verbrauchen, während Arbeitgeber sparsamer sind und in ihr Grundkapital investieren. Er sah, dass Löhne je nach Fähigkeit, Geschicklichkeit und Urteilsvermögen variieren, und dass es zwei Formen von Arbeit gibt: »produktive« (in der Landwirtschaft oder Herstellung) und »unproduktive« (Dienstleistungen, die die »wichtige« Arbeit unterstützen). Die höchst unsymmetrischen Ergebnisse der heutigen Marktwirtschaft liegen allerdings weit von Smiths Vorstellungen entfernt.

Big Ideas. Das Wirtschafts-Buch

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