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DER LETZTE ARBEITER TRÄGT WENIGER ZUM OUTPUT BEI ALS DER ERSTE

ABNEHMENDE ERTRÄGE

IM KONTEXT

SCHWERPUNKT

Märkte und Firmen

VORDENKER

Anne Robert Jacques Turgot (1727–1781)

FRÜHER

1759 Der französische Ökonom François Quesnay veröffentlicht das Tableau économique – ein Modell für die Theorien der Physiokraten.

1760er-Jahre Der französische Physiokrat Guerneau de Saint-Péravy vertritt die Ansicht, das Verhältnis von Input zu Output sei unveränderlich.

SPÄTER

1871 Der Österreicher Carl Menger schreibt in Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, der Preis werde vom sogenannten Grenznutzen bestimmt.

1956 In A Contribution to the Theory of Economic Growth überträgt US-Ökonom Robert Solow die Idee abnehmender Grenzerträge auf die Wachstumsaussichten von Ländern.

Der Franzose Anne Robert Jacques Turgot war Physiokrat und betrachtete demnach die Landwirtschaft als Grundlage des Wohlstands.

Er beschäftigte sich mit Steuern und landwirtschaftlichen Erträgen. Seine Theorie erklärt, warum zusätzliche Arbeiter den Ertrag landwirtschaftlicher Produktion nicht gleichmäßig erhöhen können. Guerneau de Saint-Péravy war zuvor davon ausgegangen, dass jeder zusätzliche Arbeiter den gleichen Zusatzertrag erarbeitet. 1767 wies Turgot darauf hin, dass unvorbereiteter Boden sehr wenig abwirft, wenn direkt gesät wird. Wird der Boden einmal gepflügt, wächst der Ertrag, wird er zweimal gepflügt, kann der Ertrag sich vervierfachen. Schließlich jedoch erhöht zusätzliche Arbeit den Ertrag immer weniger, bis weitere Arbeitskräfte der Produktion nichts mehr hinzufügen, weil die Fruchtbarkeit des Bodens erschöpft ist.

»Die Fruchtbarkeit des Bodens ähnelt einer Feder, die nach unten gedrückt wird … die Wirkung weiterer Gewichte lässt zunehmend nach.«

A.R.J. Turgot

Die Rolle der Technologie

Turgots Gedanke: Fügt man einem fixen Faktor (Land) mehr von einem variablen Faktor (Arbeiter) hinzu, trägt der letzte Arbeiter weniger zum Ertrag bei als der erste. Diese »abnehmenden Grenzerträge« sind eine der Säulen der modernen Wirtschaftstheorie. Sie erklären nicht nur, warum es immer mehr kostet, mehr zu produzieren, sondern auch warum Länder kaum wohlhabender werden können, wenn zwar ihre Bevölkerung wächst, aber technologische Verbesserungen fehlen.

Big Ideas. Das Wirtschafts-Buch

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