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ОглавлениеKapitel 3
Vor neunzehn Jahren …
Begegnete ich Reff zum ersten Mal. Zu dieser zeit kamen Vinc und ich gerade ins Heim. Nach dem tödlichen Autounfall unserer Eltern war das unser neues, sorgenfreies Zuhause. Damals war ich sechs Jahre alt. Als wir die schlimme Nachricht erhielten, wurden wir sofort abgeholt und hierhergebracht. Starr vor Schock hatten wir uns nicht dagegen gewehrt, sondern sind einfach wie in Trance den Leuten gefolgt, die uns in das Heim brachten. Nach all den Jahren hat sich ein Schleier wie dichter Nebel über mein Gedächtnis gelegt. Ich erinnere mich mehr an Gefühle als an die Personen, die diese ausgelöst hatten. Nur bei einer Person war das anders, nur bei dem zwölfjährigen Jungen mit den unnatürlich goldenen Augen.
Nachdem wir im Heim abgesetzt wurden, begrüßte uns der Direktor. Sein Name war Sanctus Sin. Er war Ende vierzig, hatte schwarzes Haar, das an den Schläfen bereits grau schimmerte. Sein farblich passender Vollbart schmiegte sich um seine kantigen Gesichtszüge. Mit seinen warmen, grauen Augen – von einer runden, braunen Brille umrahmt – und seiner legeren Kleidung, bestehend aus einem dunkelblauen Pullover und schwarzen Jeans, strahlte er eine väterliche Persönlichkeit aus.
Man fühlte sich nur durch seine bloße Erscheinung willkommen. Er war der einzige Vater, an den ich mich richtig erinnern kann. Nicht, dass ich meinen leiblichen Vater nicht geliebt hätte, allerdings kann ich mich meiner Eltern, geschweige denn meiner Gefühle aus dieser Zeit, kaum noch entsinnen. Je mehr ich es heute versuche, desto dichter wird jener Nebel. Sanctus begrüßte uns mit einem warmen Lächeln, das so breit war, dass sich kleine Fältchen um seine Augen bildeten. Seit ich diesen Mann erstmals gesehen hatte, wusste ich, dass ich mich in dieser Umgebung wohlfühlen könnte.
Nachdem er seine Willkommensrede gehalten hatte, wurden Vinc und ich jeweils einem Schüler zugewiesen, der sowohl das gleiche Alter als auch das gleiche Geschlecht besaß. Das war der Augenblick, in dem wir vorübergehend getrennt wurden. Ich klammerte mich von hinten an Vinc’ Oberschenkel, weil ich nicht von ihm getrennt werden wollte. Schützend legte er mir seine Hand auf den Kopf. Er sorgte mit dieser Berührung dafür, dass ich mich bei ihm sicher fühlte.
Mein Held …
Dann betraten zwei Gestalten Sanctus’ Büro. Meine Neugier übertrumpfte die Angst und so riskierte ich einen Blick auf die beiden Personen. Als Erstes fiel mein Blick auf das Mädchen mit den kastanienbraunen Haaren und den grasgrünen Augen: Esther Verde.
Ihre Augen ruhten auf mir, während sie lächelnd auf uns zukam. Neben ihr setzte sich nun auch der schlaksige Junge mit den mitternachtsblauen Haaren und der leicht gebräunten Haut in Bewegung. Seine Augen schienen mir unergründlich und strahlten so hell wie die Sonne: Reff Darkon.
»Wir müssen euch vorübergehend trennen. Habt bitte keine Angst. Ich weiß, dass ich euch viel abverlange.« Sanctus’ Blick wurde mitfühlend.
»Nur ist es so, dass in unserem Haus Mädchen und Jungen separate Unterkünfte bekommen. Auch der Unterricht findet getrennt statt.« Er gab uns unsere Stundenpläne und zwei Heimkarten mit, damit wir uns besser zurechtfanden.
»Die Pausen und Mahlzeiten finden gemischt statt und die unterrichtsfreie Zeit ebenfalls. Des Weiteren ist es kein Zwang, zum Essen zu erscheinen. Das liegt ganz bei euch. Nach dem Unterricht oder auch in den Ferien dürft ihr das Heim verlassen.« Sanctus lächelte uns aufmunternd zu und erzählte weiter, dass sich das Heim am äußersten Stadtring von Malum befindet und wir ein Schreiben abgeben können, falls wir diesen verlassen wollen. Der zentrale Kern, in dem ich jetzt lebe, war allerdings verboten. Schon damals war die Stadt nicht sonderlich sicher und voller zwielichtiger Gestalten.
Malum besteht aus drei Stadtringen. Im dritten lag das Heim und bis zum Ende des zweiten durften wir reisen. Dort befand sich eine größere Stadt. Heute wäre das nicht mal im Ansatz denkbar, da sich der Schatten des Stadtkerns von Jahr zu Jahr wie eine Seuche ausgebreitet und mittlerweile bereits den dritten Stadtring erreicht hat. Während Sanctus erzählte, galt meine ganze Aufmerksamkeit nur Reff, der mich bis dahin noch nicht bemerkt hatte. Er, Esther sowie mein Bruder hörten Sanctus aufmerksam zu.
»Nun gut.« Den Blick auf Esther und Reff gerichtet verkündete Sanctus behände:
»Ihr beide wisst ja, was ihr zu tun habt. Zeigt ihnen das ganze Gelände und ihre Zimmer. Ihr wurdet als Paten für die beiden bestimmt, da die Zimmer neben den euren leer sind. Ich hoffe, dass ihr euch gut versteht.«
Wieder an uns gerichtet, setzte er seine Rede fort.
»Falls ihr Fragen habt, die die zwei nicht beantworten können, steht meine Tür immer offen.« Mit diesen Worten entließ er uns in die Obhut unserer Paten. Und zum ersten Mal streifte Reffs Blick den meinen. Er sah mir direkt in die Augen und hob eine Braue belustigt an. Da wurde mir klar, dass ich ihn die ganze Zeit angestarrt hatte. Beschämt vergrub ich mein Gesicht in die Armbeuge meines Bruders, der mir daraufhin kurz den Kopf tätschelte.
»Hallo, ich heiße Reff Darkon.« Er hielt Vinc die Hand hin. Vinc zögerte kurz, schüttelte sie dann aber.
»Ich bin Vincent Motus, und das …«, er schob mich ein Stück nach vorne und ließ seine Hände auf meinen Schultern ruhen, »… ist meine Schwester Libell.«
Aufgeregt und etwas ängstlich trat ich von einem Fuß auf den anderen. Auch mir hielt Reff die Hand hin und ich ergriff sie sogleich. Seine Hand war angenehm weich und warm. Sofort übertrug sich diese Wärme auf mich und meine Angst verschwand. Ein kurzes Zwinkern huschte über sein rechtes Auge. Nachdem Esther sich ebenfalls vorgestellt hatte, erzählten uns die beiden, dass wir uns gemeinsam das Gelände anschauen würden, bevor wir in die getrennten Flügel gingen. Als wir das Hauptgebäude aus rotem Backstein verließen, betraten wir den riesigen Innenhof. Die Schönheit der Natur, die wir dort sahen, raubte mir fast den Atem. So was hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Diverse pastellene Blüten schmückten die satten, dunkelgrünen Ranken, die sich an den strahlenden weißen Wänden entlangschlängelten. Dunkelbraune Holzbänke standen überall auf der Wiese verteilt und die Wege zu den verschiedenen Flügeln bestanden aus gepflasterten Steinen, die in verschiedenen Naturtönen glänzten. In der Mitte des Innenhofs stand ein Springbrunnen aus Marmor; das Wasser schimmerte blau und aus dem Krug der Meerjungfrauenfigur floss ein Rinnsal ins Becken hinab. Die Augen der Meerjungfrau bestanden aus prächtigen roten Rubinen. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass dies nicht nur ein Heim für uns sein würde, sondern unser neues Zuhause. In den ersten Monaten entdeckten Vinc und ich den See, in dem er mir das Schwimmen beigebracht hatte. Dieser befand sich hinter mehreren dichten Bäumen, direkt hinter dem Mädchenflügel. Wir sahen uns so oft es ging, und nach dem Unterricht gab er mir Lehrstunden im Wasser. Mit Reff verstand sich mein Bruder von Anfang an und auch ich hatte in Esther eine neue Freundin gefunden. Manchmal verbrachten wir die unterrichtsfreie Zeit zu viert, oder ich alleine mit Vinc, da ich Esther ohnehin öfters traf. Doch wenn Reff dabei war, merkte ich, dass er vom ersten Tag an eine bestimmte Wirkung auf mich ausübte. Wieso das so war, wusste ich nicht, bis ich zum ersten Mal mit ihm alleine war. Bis dahin vergingen allerdings noch weitere neun Jahre.
Die Zeit raste nur so dahin und wir wurden älter, größer und reifer. Mit fünfzehn konnte ich bereits sieben Minuten die klare Unterwasserwelt fühlen und nahm jeden Augenblick in mir auf. Die Natur wurde für mich nie langweilig. Der See – zu diesem Zeitpunkt mein liebster Ort – war der Spiegel zu meinem Herzen. Wild und ruhig zugleich. Ich war gerade vier Minuten unter Wasser, als dieses sich plötzlich veränderte. Es wurde dunkler und stürmischer. Komisch – dachte ich in meiner völligen Gelassenheit. Es war doch gar kein Wetterumschwung angesagt?! Innerlich zuckte ich mit den Schultern und tauchte weiter. Konnte ja nicht allzu schlimm werden. Doch nur wenige Sekunden später wurde es abermals stürmischer und ich wurde weiter in die sechs Meter Tiefe gedrückt. Die Gelassenheit wurde durch blanke Panik ersetzt und ich schwamm gegen die Dunkelheit des Wassers an, bis mir die Muskeln brannten. Zum ersten Mal wurde aus Freund ein Feind. Sechs Minuten waren bereits vergangen, das verriet mir meine innere Uhr. Nur kam ich nicht wirklich voran. Falls ich das irgendwie überleben sollte, würde ich nie wieder so leichtsinnig sein und die Zeichen des Wassers meiden. Es hatte mich ja gewarnt. Sieben Minuten. Meine Bewegungen wurden träger. Ich konnte nichts mehr dagegen tun und ließ zu, dass das Wasser in meine Lungen drang. Bevor alles schwarz um mich herum wurde, merkte ich noch, wie mich zwei starke Arme um die Taille packten und ruckartig aus dem See zogen. Durch den Druck wurde ich ohnmächtig und schließlich verschluckt von der Dunkelheit.
Doch nur für einen kurzen Moment, denn plötzlich begann ich zu husten, drehte mich auf den Bauch und würgte das Wasser heraus. Benebelt drehte ich mich zurück auf den Rücken, legte meine rechte Hand auf die Brust und versuchte ruhig und regelmäßig zu atmen.
»Alles in Ordnung?«
Ich nahm eine vertraute Stimme wahr, konnte sie aber nicht zuordnen, da mich die Dunkelheit wie ein schwarzer Schatten verschluckt hielt.
Ich befand mich an einem onyxschwarzen See, dessen Oberfläche mit funkelnden Sternen übersät war. Wie ein klarer Mitternachtshimmel. Hypnotisiert von diesem Anblick, ging ich langsam immer tiefer in diesen See, bis meine Hüfte vom Wasser bedeckt wurde. Diesen Anblick musste ich unbedingt aus unmittelbarer Nähe betrachten. Plötzlich griff etwas nach meinen Fuß und zog mich brutal in den Abgrund. Ich riss die Augen auf und versuchte dagegen anzukämpfen. Doch die Krallen bohrten sich immer stärker ins Fleisch. Schweißnass schreckte ich hoch. Nur ein Traum, es war nur ein Traum! Um das zu realisieren, brauchte ich einen kurzen Moment und atmete erleichtert aus. Ich schaute mich langsam um. Wo bin ich? Unsicher blickte ich von Wand zu Wand. Okay, es handelte sich um ein Heimzimmer. Aber es war weder meines noch das von Vinc. Ich setzte mich auf und schaute mich weiter um. Kahle, weiße Wände und dunkelbraune Möbel schmückten das Zimmer. Ich runzelte die Stirn.
Was ist denn nur passiert? Ohne weiter darüber nachzudenken, schlug ich die Decke zur Seite. Ein viel zu großer, schwarzer Kapuzenpullover umhüllte meinen eiskalten Körper. Er war so groß, dass ich ihn fast als Kleid hätte tragen können. Trotzdem war ich dankbar für die graue Jogginghose, die ich untenrum trug. Bloß wer hatte mir das angezogen?
Im angrenzenden Bad hörte ich, wie gerade das Wasser abgestellt wurde. Die Dusche hatte ich vorher gar nicht erst wahrgenommen, da ich viel zu sehr mit meinen Gedanken beschäftigt war. Ehe ich weiter rätseln konnte, wo ich mich überhaupt befand, öffnete sich plötzlich die Tür. Ich schrie vor Schreck kurz auf. Beschwichtigend hielt Reff seine Hände nach oben.
»Oh mein Gott!«, hauchte ich.
»Du kannst mich doch nicht so erschrecken!«
Dramatisch legte ich mir die Hand aufs Herz.
»Es tut mir leid, das wollte ich nicht.« Erst jetzt fiel mir auf, dass er nichts weiter trug als eine sehr tiefsitzende, schwarze Jogginghose und ein Handtuch um seine Schultern. Ich ließ meinen Blick über ihn schweifen und schluckte schwer. Erst jetzt wurde mir so richtig bewusst, dass aus dem schlaksigen Jungen ein großer, junger Mann geworden war. Er hatte breite Schultern und seine harten Muskeln zeichneten sich leicht auf seiner Haut ab. Er war athletisch, aber nicht so, dass es übertrieben wirkte. Er folgte meinem Blick und zog eine Augenbraue empor.
Oh, verdammt! Schnell wendete ich meine Augen ab, während er zu seiner Kommode schlurfte, um ein weißes T-Shirt herauszuholen. Dabei stand er mit dem Rücken zu mir und ich konnte einen Blick darauf werfen. Zwei lange, schwarze, dünne Linien deuteten sich dort an und verliefen bis zum … Ja, bis wohin eigentlich genau?
Sein Hosenbund verdeckte diese sonderbare Tätowierung. Hitze stieg mir ins Gesicht, als ich mir vorstellte, bis wohin die Linien wohl reichen würden.
Er zog sich das T-Shirt über und schloss die Schublade der Kommode. Dann ließ er sich gegenüber von mir auf einen Drehstuhl nieder, der am Schreibtisch stand.
»Eigentlich sind wir ja jetzt quitt.« Ein gequältes Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Ich zog die Augenbrauen zusammen und schüttelte innerlich die Bilder seines nackten Oberkörpers von mir.
»Was ist denn passiert?«
»Du warst im See und ein heftiger Sturm zog auf.« Er deutete aus dem Fenster, wo sich noch immer eine Decke aus grauen Wolken über das Heim legte. Ich rutschte unbehaglich im Bett hin und her, ehe ich im Schneidersitz verharrte.
»Und woher wusstest du, wo ich bin?«
Er sah mich an.
»Vinc hat es mir verraten. Ich weiß, dieser Ort ist euch heilig. Als ich auf dem Weg zu dir war, braute sich plötzlich ein Sturm zusammen. Da rannte ich zum See und konnte dich unter Wasser ausfindig machen. Ich bin froh, dass ich da war. Ich verlor keine Sekunde und zog dich raus.« Seine Augen waren voll Sorge.
»Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Ich dachte, dass du das nicht überleben würdest.« Er kam mit seinem Stuhl so nah an mich herangerollt, bis nur noch wenige Zentimeter Luft zwischen uns lagen.
Beschämt wendete ich den Blick ab und stand auf.
»Ich … ich muss Vinc suchen. Ich meine … ist er wieder da? Wo ist er überhaupt?«
Auch Reff erhob sich.
»Er hat sich Esther geschnappt und ist mit ihr zusammen in den zweiten Stadtring gefahren. Wieso, weiß ich leider nicht.« Er stand ebenfalls auf und kam noch näher auf mich zu, legte seine Hände auf meine Schultern und drückte mich sanft nach unten, sodass ich wieder auf der Bettkante saß. Das Holz ächzte, als er sich direkt neben mich setzte.
»Vinc kommt erst in ein paar Stunden zurück. Solange solltest du dich ausruhen.« Er zeigte auf meinen Körper.
»Du hast stark gezittert, daher habe ich dir die Sachen von mir angezogen.«
Ich sah an mir runter.
»Oh ja, stimmt! Ich danke dir …« Nun schaute ich direkt in seine Augen.
»… für alles!«, dann lächelte ich ihn an.
Verunsichert fuhr er sich durchs Haar.
»Bitte bedank dich doch nicht dafür. Ich bin froh, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.«
Er streifte mir eine lose Strähne hinters Ohr. Mein Herz fing an, wie wild zu schlagen.
»Es wäre besser, wenn wir Vinc nichts über diesen Vorfall erzählen. Vor allem nicht, dass du in meinem Zimmer warst.«
Erstaunt schossen meine Augenbrauen nach oben.
»Aber du hast mich doch gerettet. Dass du mich hierhergebracht hast, war doch das einzig Richtige.«
Er ließ seine Hand langsam sinken.
»Er ist dein Bruder und er würde sich nur Vorwürfe machen, dass er nicht hier war. Und mich würde er fragen, wieso ich dich nicht in den Krankenflügel gebracht habe, oder auf dein eigenes Zimmer.«
Verwirrt schaute ich ihn an.
»Und wieso hast du das nicht getan?«
Ein Ausdruck, den ich nicht deuten konnte, breitete sich in seinen Augen aus.
»Weil ich nicht wollte, dass dich neugierige Blicke begaffen. Schließlich hattest du nur Schwimmkleidung an. Und …« Er beugte sich zu mir runter. Sein Gesicht war nun so nahe vor mir, dass unsere Nasenspitzen sich fast berührten und unser Atem sich miteinander vermischte. Ein wohliger Schauer lief mir abwechselnd warm und kalt über den Rücken.
»… weil ich der Erste sein wollte, den du nach diesem schlimmen Erlebnis siehst.« Nachdem wir uns für kurze Zeit einfach nur tief in die Augen sahen, wandte er seinen Blick langsam ab. Zögernd streckte ich meine Hand nach ihm aus und strich ihm mit zitterndem Finger über die Wange. Seine Haut war weich und fest zugleich. Leicht aufgeregt streckte ich mich ihm entgegen, um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben. Doch plötzlich drehte er seinen Kopf so schnell zur Seite, dass ich nicht seine Wange traf, sondern seine Lippen. Erschrocken zog ich mich zurück. Doch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, lächelte mich Reff listig an, zog mich sanft zu sich rüber, legte seine Hände um mein Gesicht und platzierte seine Lippen wieder auf meinen. Unser erster Kuss war sanft und leicht. Damals ist mir mein Herz fast aus der Brust gesprungen.