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Im Jahr 1905 war St. Georgen der Ort im Schwarzwald mit der größten Anzahl selbständiger Uhrmachermeister. Es waren kleine familiengeführte Betriebe, die keine Freizeit kannten. Auch Kinder arbeiteten mit. Im Zeitraum zwischen 1850 und 1914 entstanden in St. Georgen etwa zwanzig Fabriken, welche von alteingesessenen, vom Gründungseifer getriebenen Familien,

aus dem Boden gestampft wurden. Fast alle Firmen gruppierten sich um die Uhr. Eine Handvoll davon bauten Uhren, und die anderen lieferten zu: Werkzeuge, Maschinen und Kleinteile. Die junge Industriestadt St. Georgen hatte im Jahr 1925 insgesamt 1.544 ortsansässige Fabrikarbeiter. Das ist eine ganze Menge bezogen auf die paar tausend Einwohner, die es zu jener Zeit gab.

Bezogen auf das Jahr 1921, habe ich die Mitarbeiterzahlen der einzelnen, damals in St. Georgen ansässigen Firmen, feststellen können. Das Jahr passt auch ganz gut zur „Story“ in diesem Buch. Ich habe sie nachfolgend aufgelistet und versucht, diese mit den Zahlen, heute im Jahr 2018, zu vergleichen.

Firma Chr. Aberle. 80 Mitarbeiter in 1921.

Das Unternehmen stellte Fahrradglocken, Türenglocken und Uhrenteile her. In Gutach gab es ein Zweigwerk, welches Stahlschalen für die Uhrenindustrie presste. Die Metallwarenfabrik wurde im Jahr 1928 verkauft. Es existiert heute nicht mehr.

Firma Mathias Bäuerle. 300 Mitarbeiter.

Das Unternehmen wird in St. Georgen nur kurz MB genannt. Es beschäftigt heute rund 120 Mitarbeiter und besteht seit 1863. MB entwickelt und produziert Maschinen für die Druckweiterverarbeitung.

Durch verschiedene richtungsweisende Erfindungen und Patente hat das Unternehmen die Automatisierung in Falzmaschinen entscheidend gestaltet und geprägt. Heute sind die Kernkompetenzen auf automatisierte Falz- und Kuvertiersysteme sowie Systemlösungen im Hochleistungsbereich ausgerichtet.

Letztes Jahr, in 2017, wurde MB vom Falzmaschinenspezialisten GUK übernommen.

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