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Gruppenleiten – von der Angst zu mehr Sicherheit

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In meinen Ausbildungsgruppen zum gestalttherapeutischen Gruppenleiter haben die Teilnehmer oft Angst, selbst die Gruppe anzuleiten. Am liebsten würden sie damit warten, bis die Angst verschwunden ist. Denn sie sind überzeugt davon, dass sie mit weniger oder idealer Weise ganz ohne Angst besser eine Gruppe leiten könnten. Ich werde als Vorbild idealisiert und als sicher, entspannt und souverän wahrgenommen.

Wovor haben diese angehenden Gruppenleiter Angst? Was ist an dieser Situation so bedrohlich, dass Teilnehmer, die oftmals in anderen Kontexten bereits Gruppen leiten, plötzlich keinen Zugang mehr zu ihren eigenen Kompetenzen, Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien haben? Sie scheinen vor Angst blind und gelähmt.

Die Aufgabe, eine Gruppe zu leiten, ähnelt in ihrem Erleben einer unkontrollierbaren Stressreaktion (Hüther 2005). Das bisher erworbene Verhaltensrepertoire scheint nicht zu genügen, um mit der neuen Situation fertig zu werden. Die Antwort auf meine Frage, wovor sie Angst haben:

• Alles könnte außer Kontrolle geraten.

• Sie könnten abgelehnt werden, sich lächerlich machen.

• Ihnen könnte nichts mehr einfallen.

• Sie könnten Schaden anrichten.

• Sie könnten Wichtiges übersehen.

• Aufkommende Konflikte könnten die Gruppe sprengen.

Im Folgenden werde ich auf diese Ängste einzeln eingehen, auch wenn sie miteinander verbunden sind.

Gestalttherapie mit Gruppen

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