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Was ist eine Organisation?

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Organisationen sind sozialkonstruierte, zielgerichtete, grenzenziehende, hierarchisch differenzierte, offene Systeme menschlicher Aktivität (Huber, 2011).

Das heißt,

• dass lebendige Wesen dem System durch ihre Interaktionen eine Form geben bzw. es auch umformen (→sozial konstruiert, so lassen sich Organisationformen verändern, vergrößern, verkleinern).

• dass jeder Komponente des Systems zumindest eine Aktivität zugewiesen ist, die dazu beiträgt, das Überleben der Organisation zu sichern oder zu einer spezifischen Zielerreichung beizutragen (→ zielgerichtet, so müssen die Komponenten des Systems zur Erfüllung der Strategie eines Unternehmens beitragen).

• dass Organisationen Routinen anwenden, um die Organisationmitglieder von den Nicht-Mitgliedern zu unterscheiden (→ grenzenziehend, z. B. durch Werksausweise, durch Eingangstore, Besucheranmeldung).

• dass eine oder mehrere hierarchische Komponenten bestehen, die die Autorität besitzen, Aktivitäten an eine oder mehrere untergeordnete Komponenten zuzuweisen (→ hierarchisch differenziert).

• dass das System mit seinem Umfeld interagiert (→ offenes System, z. B. indem es auf Rückgang oder Zunahme der Nachfrage reagiert).

Nach Sander und Kianty (2006), Kieser und Kubicek (1978) sowie Nerdinger et al. (2011) sind Organisationen soziale Gebilde oder Systeme, die dauerhaft und zeitlich stabil ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen, mit deren Hilfe Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollen und die gegenüber der Umwelt offene Systeme sind.

Das wohl markanteste Merkmal von Organisationen ist die Ausrichtung aller Aktivitäten auf ein übergeordnetes Ziel hin, welches über längere Zeiträume hinweg verfolgt wird.

Kurzfristige Ziele gelten meist ein bis drei Jahre, mittelfristige Ziele sind auf ca. drei bis fünf Jahre angelegte Handlungsziele, langfristige Ziele leiten die Aktivitäten zwischen fünf und zehn Jahren.

Diese Ziele lassen sich grob in »Profit«- und »Non-profit«-Ziele unterteilen, d. h., Organisationen unterscheiden sich dahingehend, ob sie wirtschaftliche oder nicht wirtschaftliche Ziele verfolgen (Bokranz, 1994).

Arbeits- und Organisationspsychologie

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