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Liménas Chersonísou

Das einstige Fischerdorf ist heute ein äußerst turbulenter Bade- und Ur­laubs­ort, Klein-Rimini auf Kreta. Der relativ schmale Sand­strand ist von drei- bis vierstöckigen Betonklötzen umgeben, Ta­ver­nen und Cafés ha­ben sich mit weit ausladenden Terrassen übers Wasser gesetzt, eine lange Ufer­pro­me­nade lädt zum Bummel ein.

Liménas Chersonísou ist seit Langem eine Hochburg des orga­ni­sierten Tou­ris­mus, Skandinavier, Osteuropäer und Deutsche stellen das Gros der Gäste. Abends gleicht die viel be­fahrene Haupt­straße mit ihren Sei­tengassen einem lär­men­den Rummel­platz - Leucht­rekla­men, bunte Ta­ver­nen, Bars, Discos ... Der alte Dorf­kern ist längst ver­schwun­den, Liménas Cher­so­ní­sou ist heu­te der Ort mit den meisten Hotels der Insel. Doch trotz al­lem Trubel hat Liménas Cher­sonísou mitt­ler­weile so etwas wie At­mosphäre ent­wi­ckelt: Gebo­ten sind eine schöne Pro­me­nade mit vielen Bade­möglichkeiten und Tavernen, reich­lich Shopping und - ne­ben dem be­nach­barten Mália - das mit Abstand „heißeste“ Nachtleben auf Kre­ta (vgl. Link). Her­vor­zu­heben ist au­ßer­dem die land­schaft­lich reiz­volle Umgebung.

Li­ménas Chersonísou wurde bereits in der Antike von einwandernden Fest­lands­grie­chen gegründet, die weit land­einwärts liegende dorische Stadt Lýttos (→ Link) leg­te hier ihren Hafen an. Man vermutet auch, dass es an dieser Stelle ein Hei­ligtum der Göt­tin Vritó­martis (= Artemis) gab, der kre­ti­schen Göt­tin der Jagd. Später, in römi­scher und frühchristlich-byzanti­ni­scher Zeit, hat­te der aufstrebende Ort eben­falls vor al­lem als Hafen Bedeu­tung. Wahr­scheinlich seit dem Anfang des 5. Jh. war er Bi­schofs­sitz, drei große Basiliken hat man lokalisie­ren können, zwei von ih­nen sind aus­ge­gra­ben (→ Se­hens­wer­tes). Seit dem 7. Jh. mehr­ten sich Über­fälle durch ara­bi­sche Pira­ten, Li­mé­nas Cherso­nísou wurde ver­lassen und bis ins 20. Jh. nicht mehr besiedelt.

Sehenswertes

Einige Reste aus römischer und früh­christ­licher Zeit sind im Stadtge­biet er­hal­ten, z. B. die überwucherten Ruinen eines römischen Theaters (Karte), das meis­te wurde jedoch durch die Baumaßnahmen der letz­ten Jahr­zehnte zerstört. In der Um­ge­bung findet man noch die Ruinen meh­re­rer Aquä­dukte, die Wasser von den Las­síthi-Bergen bis zum Ha­fen trans­por­tierten (→ Lassíthi-Ebene/An­reise).

Mosaikbrunnen: An der Ufer­pro­me­na­de Agía Paraskeví mit ih­ren vielen Sou­ve­nir­lä­den, Restaurants, Bars und Cafés trifft man unvermutet auf einen schwer mit­ge­nom­me­nen rö­mi­schen (oder by­zan­tinischen) Mo­sa­ik­brunnen na­mens Sa­ra­kíno. Er hat die Form ei­ner flachen Py­ramide, Stufen füh­ren zur Spitze, auf den Sei­ten­flä­chen sind ver­schiedene Fisch­erszenen ge­staltet. Nur noch eine Sei­te ist rela­tiv gut er­hal­ten: Man er­kennt Was­ser­vö­gel und Fi­sche, im obe­ren Teil ein Boot mit ei­nem Rude­rer und einem Mann, der eine Krake an Bord zieht, un­ten einen Fischer mit blau­em Hut. Das Wasser trat früher wahr­scheinlich aus der Spit­ze heraus, floss als dün­ner Film über die Mosaike he­runt­er und brach­te da­bei die Farben zum Leuch­ten. Heute führt der Brun­nen kein Was­ser mehr, die wenigen erhaltenen Mo­saik­stein­chen sind mit Be­ton befestigt.


Der römische Mosaikbrunnen in Liménas Chersonísou

Fels von Kastrí: Wenn man vom Brun­nen weiter die Uferstraße entlang­geht, kommt man zum kleinen Fischer­hafen. Er liegt ganz im Schutz des ex­ponier­ten Kalk­steinkaps Kastrí. Unter Wasser hat man Reste von Hafenmolen ent­deckt, die wahr­scheinlich noch aus vorrömi­scher Zeit stammen.

Auf dem Plateau liegen die über­wucher­ten Grundmauern der drei­schif­fi­gen Ba­silika Kastríou aus dem 5. Jh. mit umgestürzten Säulen­stümp­fen und Res­ten ei­nes schönen Mosaikbodens. Sie war einst über 50 m lang und damit eine der größ­ten Kirchen Kretas, viel­leicht die Haupt­kirche des Episkopats Cher­só­ni­sos. Schö­ner Blick, vor allem bei Nacht, auf die Hafen­promenade und über den Ort.

An der Nordseite fällt das Kap steil zu einer Felsplatte ab, die sich etwa in Mee­res­höhe befindet (→ Baden). An der Nordostecke liegen drei rechteckige Becken, die von den Römern zur Fisch­zucht verwendet wurden. Für das Meer­wasser besa­ßen sie Ein- und Aus­lauf­kanäle, die wahrscheinlich mit Gittern ver­sperrt wer­den konn­ten. Am Südhang unterhalb der Basilika ist die kleine Kapelle Agía Pa­raskeví in eine höh­lenartige Öffnung hineingebaut. Am Ostersamstag um Mit­ternacht fin­det hier die große Auferstehungsfeier statt (→ Feste).


Überreste der frühchristlichen Basilika auf dem Kap Kastrí

Basilika Ágios Nikólaos: Am öst­lichen Ortsausgang hat man auf einem vor­sprin­gen­den Kap direkt am Meer eine weitere frühchristliche Basilika ent­deckt (auf dem Ge­lände des Hotels Eri Beach, Nähe „Star Waterpark“). Die klei­ne Kapelle Ágios Ni­kó­laos wurde im 18. Jh. in die Grundmauern hinein­ge­baut, in römi­scher Zeit stand hier wahr­scheinlich ein Tempel. Wegen ih­rer ex­ponierten Lage ist ein Teil der Ba­si­li­ka im Meer versunken, die fünf­ecki­ge Ap­sis liegt gleich hinter der Kapelle.

„Aquaworld“: Das liebevoll gestal­tete Aquarium erreicht man, wenn man am west­li­chen Ortsausgang die Stra­ße landeinwärts nimmt. Eröffnet wurde es 1995 von John aus Schottland. Be­trach­ten kann man in bis zu 15 Becken u. a. Muränen, Kra­ken, Oktopus, Zacken­barsch und Rochen (fast alle aus den Netzen von Fischern geret­tet), aber auch zahlreiche Schildkröten, Leguane, einen riesigen Tigerpython und andere Schlangen.

♦ April bis Okt. Mo-Sa 10-18 Uhr (letzter Ein­tritt 17.15 Uhr), Eintritt ca. 8 €, Kind/Stud. 4 €. Tel. 28970-29125, aquaworld-crete.com.

„Labyrinth“: Die neueste Attraktion von Liménas Chersonísou ist ein Erleb­nis­park mit Streichelzoo, er liegt seit­lich der Straße nach Kastélli (beschil­dert). Das Laby­rinth hat man in 20-30 Min. durch, alles andere im Park kostet extra, z. B. Quad­bahn, Bogenschießen und Pferdereiten.

♦ April bis Okt. tägl. 10-20 Uhr (2020 nur Sa/So geöffnet). Eintritt ca. 10 €, Kind 4-11 J. 6 €, unter 4 J. frei. Tel. 28970-29297, www.labyrinthpark.gr.

Baden in Liménas Chersonísou

Im Bereich von Liménas Cherso­nísou sind zahlreiche sandige Bade­buch­ten in die weichen Kalksteinfelsen ein­gelagert. Überall bieten Tavernen Liegen und Sonnenschirme (gegen Gebühr), oft auf Grünflächen, aber auch ma­le­risch auf Felszungen. Der lan­ge Strand von Anissáras liegt gut 2 km außerhalb.

Unmittelbar im Ort erstreckt sich ein schmaler Sandstrand, der meist bis zum letz­ten Fleck mit Liegestühlen und Sonnenschirmen voll gestellt ist. Bes­ser ist der etwa 400 m lange, weiße Sand­strand westlich vom Fischerhafen, aller­dings schließen sich direkt da­ran die große Anlage des Creta Maris und andere Ho­tels an, deshalb ist es auch hier immer ziemlich voll. Rich­tung Nor­den folgen mehrere in den Ufer­fel­sen ein­ge­lagerte Sandbuchten (→ näch­s­ter Ab­schnitt). Ruhe findet man auf den Fels­plat­ten am vorderen Ende des Hafenkaps, di­rekt un­ter­halb des Pla­teaus mit der by­zan­ti­nischen Basilika.


In vielen Restaurants kann man direkt am Strand essen

Diverse kleine Strände und Bade­buchten liegen auch östlich außerhalb in Rich­tung Stális, vor und nach dem All-inclusive-Hotel „Silva Maris“. Kurz hinter dem Orts­aus­gang lockt zwischen Straße und Küste der Star Beach mit dem „Star Beach Wa­ter­park“, ein Wie­sengelände mit mehreren Pools, Was­ser­rutschen, Mini­golf, Kin­der­spiel­geräten, Sonnenschir­men/­Liege­stüh­len, Ta­ver­ne, Bars, Open Air Disco und anderen Einrich­tungen. Hier kann man Bungee Jum­ping wagen, Fall­schirm­segeln, mit Jet Bike, „Rings“ oder dem „crazy“ Ba­nana Boat übers Wasser fegen, tauchen, Kanus und Tretboote mie­ten. Danach folgen der Meltemi Beach mit dem pal­men­bestandenen Pool­gelände der Taverne „Meltemi Beach Garden“ und ein weite­rer, von Fels­zungen eingefasster Strand mit „Aleko’s Garden Restaurant“ und der Bar des Camping „Caravan“.

Der folgende Strand von Lychno­státis gleich hinter dem Museum ist im Hochsom­mer eine Oase der Ruhe im Gegensatz zu den weiter westlich lie­genden Stränden, in der Bar kann man Getränke und einen Imbiss im Schatten von Kasuarinen zu sich nehmen.

Strand von Anissáras: Den längsten Strand der Region finden Sie 2 km nörd­lich von Li­ménas Chersonísou, zu Fuß oder mit dem Fahrzeug. Verlassen Sie den Ort in Rich­tung Nordwesten auf der Straße am Creta Maris Hotel vorbei. In den aus­gewa­schenen Ufer­klippen sind klei­ne Badebuchten mit Sand der feins­ten Sor­te ein­ge­la­gert. Ein felsiges Kap bildet das Nordende der Bucht von Mália, zwischen Tamaris­ken steht hier das Kirchlein Ágios Geór­gios, vorgelagert ist die kleine Insel Ágios Antó­nios, westlich schließt sich die Rie­sen­an­lage des „Royal Knos­sos Vil­lage“ an. Da­vor erstreckt sich der Sand-/Kies­strand kilo­me­terweit Richtung Irák­lion, im Was­ser liegen allerdings teil­weise Felsplatten und -brocken. Noch Mitte der 1980er Jah­re war dieser Küs­tenab­schnitt völ­lig leer. Mitt­ler­weile ist alles restlos zu­ge­baut, Hotels und Apart­ments zie­hen sich weit nach Westen und ins Hin­ter­land. Alle Rei­se­ver­an­stal­ter ha­ben Anis­sá­ras in ihren Pro­gram­men. Wer hier bucht, sollte aller­dings be­den­ken, dass die Stadt kilo­me­terweit ent­fernt ist.

Anfahrt Neben der beschriebenen Vari­an­te ist der Strand von Anissáras auch von der Old Road nach Iráklion zu erreichen. Auf der Kup­pe westlich von Liménas Cher­so­n­ísou füh­ren asphaltierte Straßen hinun­ter, z. B. von der Tankstelle aus. Die Stra­ßen­füh­run­gen sind allerdings teils verwir­rend und oft en­det man in Sackgassen vor Ho­telanlagen.

Basis-InfosKarte

Orientierung Die kilometerlange Elef­the­riou Venizelou Str. zieht sich als Durch­gangs­straße durch den ganzen Ort. Hotels, Fahr­zeugvermieter, Shops, Restaurants und Bars ballen sich hier dicht an dicht. Kurze Stichstraßen führen hinunter zum Was­ser, die Hauptgasse Agía Paraskeví wird, kurz bevor sie ans Meer trifft, zur Fuß­gän­gerzone und führt als Uferpromenade und abendliche Party­meile zum Kap von Kastrí mit dem Fischer­hafen.

Verbindungen Eigenes Fahrzeug, auf der New Road kommt man schnell von Irá­k­lion und vom Airport zur Ausfahrt nach Liménas Cher­so­ní­sou, auch die Old Road ist gut aus­ge­baut. Ein Parkplatz liegt etwas oberhalb der Durch­gangs­straße (Karte).

Bus, Linienbusse pendeln alle 15 Min. (früh­mor­gens halbstündlich, abends stündlich) zwi­schen Iráklion, Airport und Mália. Meh­rere nummerierte Halte­stel­len liegen ent­lang der Durchgangs­stra­ße.

Taxi, Taxi Club Hersonissos, Standplatz bei der Tankstelle in der Nähe vom westlichen Orts­aus­gang. Vom/zum Airport zahlt man ca. 35-40 €. Eleftheriou Venizelou Str. 26/b, Tel. 28970-22098, clubtaxi.gr.

Ärztliche Versorgung Cretan Medicare 16, medizinisches Zentrum am westlichen Orts­ausgang. Eleftheriou Venizelou Str. 19, Tel. 28970-25141, cretanmedicare.gr.

Ausflüge Am Fischerhafen beim Kap Kastrí am Ende der Uferpromenade kann man bei ver­schiedenen Veranstaltern Schiffstouren buchen, u. a. auf die Insel Día vor Iráklion und Richtung Osten über Stális und Mália nach Sísi. Ab­fahrt meist im Fi­scher­hafen. Auch ein Glass Bottom Boot bietet seine Dienste an.

Train Tours Marinakis, eine Bimmelbahn mit Benzinmotor und Autoreifen macht mehr­mals täglich über Análipsi, Anissáras und Chersónisos Touren von 1:40 Std. Dauer (12,90 €, Kind 7 €), außerdem Halbtagesfahrten über Cher­só­ni­sos in die Dörfer Potamiés, Avdoú und Goniés (→ Link), dabei geht es am neuen Stausee vorbei (20 €, Kind 10 €). Tel. 28970­25190, www.traintour.gr.

Auto-/Motorradverleih Jede Menge an der Durchgangsstraße, zu empfehlen ist z. B. Auto Travel, Tel. 28970-22232, www.autotravel.gr.

Fahrradverleih The Wheel 14, Sanou­dakis Str. 23 (Nähe Taverne Mythos), große Aus­wahl an Mountainbikes. Tel. 28970-22693.

Hotel Lyttos Beach → Link.

Feste/Veranstaltungen Ostern ist über­all auf Kreta das größte Er­eig­nis im Fest­jahr, die Feierlichkeiten zie­hen sich über eine ganze Woche. Hö­he­punkt in Liménas Chersonísou ist die Auf­er­stehungsfeier am Ostersamstag bei der klei­nen Kirche Agía Paraskeví am Ha­fen. Um Mitternacht wird auf dem Fels von Ka­strí ein riesiger Schei­ter­hau­fen in Brand ge­setzt, Judas ver­brennt da­rin als Stroh­puppe und innerhalb von Se­kunden ver­wandelt sich die ganze Ha­fen­mole in ein buntes Feu­erwerk.

Post In einer Seitengasse der Durch­gangs­straße (Karte).

Shopping An der Durchgangsstraße findet man schi­cke Boutiquen, darunter Le­der­ge­schäfte mit internationaler Mode und Pel­zen aus Nord­griechenland - besonders russische Gäs­te sind daran interessiert.

Wooden Land 4, Kostas Kokkoris ver­kauft mit seiner Schweizer Frau Eva in einem La­den an der Durchgangsstraße schöne Stü­cke aus Olivenholz. Si­cherlich findet man hier ein hüb­sches Mit­bringsel. Tel. 28970-21972, www.e-woodenland.com.

Sport Star Beach Waterpark (www.starbeach.gr), großes Spaßbad am öst­li­chen Orts­aus­gang, mehrere Schwimm­be­cken, schön be­grünte Lie­ge­flä­chen, Lie­gen und Son­nen­schirme, Wassersport (→ Ba­den & Nacht­le­ben).

Acqua Plus, Wasserpark an der Stra­ße zur Lassíthi-Hochebene in­mit­ten schö­ner, grü­ner Landschaft (→ Link).

Water City, das dritte Spaßbad im Bunde, land­einwärts von Kokkíni Cháni bei Anópo­lis (→ Link).

Kartland, Gokart-Bahn beim Star Beach Water­park, be­nachbart die Minigolfanlage Golf­land.


Übernachten

1 Palmera Beach 7 Creta Maris 9 Infinity Blue 10 Albatros 12 Arlen Beach 15 Silva Beach 18 Camping Caravan

Essen & Trinken

3 O Kritikas 5 Argo 6 Elleniko Estiatorio Ioannis 8 Avli 11 Votsalo 13 Mythos

Sonstiges

2 Diver's Club Crete 4 Wooden Land 14 The Wheel (Fahrräder) 16 Cretan Medicare

Einen weiteren Minigolfplatz gibt es in Kou­tou­loufári, landeinwärts von Liménas Cher­sonísou.

Mein Tipp Arion Stables, der gut ge­führte Reit­stall von Georgios und seiner Frau Zara aus Deutschland liegt ein wenig landeinwärts von Liménas Chersonísou (be­schildert an der Stra­ße nach Chersónisos). Tel. 6973-733825, www.arionstables.com.

Diver’s Club Crete 2, Tauchbasis und Shop an der Uferpromenade. Papadogiorgi Str. 16, 28970 32570, www.diversclub-crete.gr.

Coral Diving Center, Tauchzentrum beim Ho­tel Laguna Resort am Strand von Anissá­ras. Tel. 6944-542624, coraldivingcrete.com.

Dive Center Creta Maris, deutsch-grie­chisch geführtes Tauchzentrum im gleich­na­migen Hotel (→ Übernachten). Tel. 28970-22122, www.dive-cretamaris.gr.

Crete Golfclub → Link.

Übernachten

Niemand weiß genau, wie viele Unterkünfte es gibt. Etwa 30.000 Betten sollen es sein in etwa hundert Hotels, ebenso vielen Pensionen und 130 Apartmenthäusern! „All-inclusive“-Anlagen reihen sich vor allem am Strand von Anissáras (→ Link). Ruhig gelegene Apart­ments, oft mit Pool, findet man in den Dörfchen Koutouloufári und Piskopianó oberhalb von Liménas Chersoní­sou.

***** Creta Maris 7, weitläufige All-inclu­sive-Anlage mit fast 700 Zimmern am Strand westlich vom Ort, das traditions­reichste Haus am Platz. Seine Errichtung kre­ierte den „Dorf­stil“ in der kretischen Ho­tellerie (inzwi­schen Dut­zen­de Nachahmer), machte Liménas Cher­so­nísou „gesell­schafts­fähig“ und legte den Grund­stein für den Bauboom. Zur Hälfte kom­fortables Strand­hotel mit teils raffiniert ge­schnitte­nen Zimmern, die andere Hälfte ge­schmack­volle Bungalowanlage mit weißen Häus­chen, überwachsenen Durch­gän­gen, Ra­sen, Treppchen und Holz­balkonen - im Auf­bau einem grie­chischen Inseldorf nach­emp­funden. Bun­ga­lows sehr gut aus­ge­stat­tet, komfortable Bä­der und Klima­an­la­ge. Insgesamt eine gut geölte Urlaubs­fab­rik mit allen Schi­ka­nen: Open-Air-Kino, Bow­ling, Tennis, mehrere Pools, Disco, Spa etc. Eigener Sandstrand vor dem Ge­län­de, viel Wassersport, auch Tauch­zent­rum, über zahlreiche Rei­se­ver­an­stal­ter zu bu­chen. Tel. 28970-27000, www.metaxahospitality.gr.

**** Silva Beach 15, große All-inclusive-Anlage am östlichen Ortsausgang zwi­schen Durch­gangsstraße und Meer, hübsch ver­schach­telt aus zahl­reichen pastellfarbe­nen Bun­ga­lows, davor san­dige Badebucht, von Felsen eingefasst. Schöne Poolanlage, gu­tes Buffet, ins Zentrum läuft man 10 Min., über viele Veranstalter zu bu­chen. Tel. 28970-22850.

**** Infinity Blue 9, großes modernes Ho­tel in ruhiger Lage, 100 m land­einwärts vom Strand beim Creta Maris Hotel, gut einge­rich­te­te und geräumige Zimmer, freundlicher Ser­vice, Au­ßen­pool, Spa, Sauna und Hamam, um­fang­reiches Früh­stück. DZ/F ca. 60-220 € (je nach Saison, mit oder ohne Meerblick). De­da­lou Str. 9, 28970-29000., www.infinitybluehotel.gr.

*** Albatros 10, neben Infinity Blue, auf­merk­sam geführtes Mit­tel­klas­se­hotel mit 106 Zim­mern, be­son­ders gut sind die Supe­rior-Zim­mer mit Meer­blick. Pool, Spa und Fitness Cen­ter. DZ/F ca. 75-140 €, Su­pe­rior 100-160 €. De­da­lou Str. 1, Tel. 28970-22144, www.albatros.gr.

*** Palmera Beach 1, Mit­tel­klas­se­haus un­mit­telbar über dem östlichen Orts­strand, modern eingerichtete Zimmer, freundlicher Ser­vice und gu­tes Essen in der hauseigenen Taverne mit Meer­blick, kleiner Pool und Kin­derbecken. DZ/F ca. 60-150 €, mit Meerblick ab ca. 80 €. 25th Martiou Str. 14, Tel. 28970-22481, palmerahotel.gr.

Mein Tipp *** Arlen Beach 12, von Maria und Iannis sehr nett geführtes Haus an der Ufer­pro­menade, groß­zügige Apartments mit gro­ßen Balkonen und Meerblick, schöner Pool, ru­hige Lage, einige Parkplätze. Apt./F ca. 70-110 €. Tel. 28970-23710, arlenbeachotel.com.

Camping Caravan 18, am östlichen Orts­aus­gang unterhalb der Straße nach Mália, ne­ben Museum Lychnostatis direkt am Meer, zu Fuß ca. 15 Min. ins Zentrum. Klei­ner Platz mit wenigen Stellplätzen unter Schattendächern, dazu werden eine Reihe einfacher Häu­schen mit Kühlschrank und Ven­tilator ver­mie­tet. Sani­täranlagen leid­lich, nett geführte Self-Service-Taverne/Bar mit Meer­blick. Vor dem Platz niedrige Klip­pen und eine hübsche Sand­bucht. Bus­stopp an der Stra­ße, noch ca. 500 m zu Fuß. Tel. 698-0899219, www.camping-caravan.doodlekit.com.


Badeleben in Liménas Chersonísou

Essen & TrinkenKarte

Liménas Chersonísou ist nicht der Ort, wo man in ruhiger, entspannter At­mo­sphäre „echt grie­chisch“ essen kann. An der Uferpromenade drängt sich eine Ta­verne neben die andere, meist hübsch aufgemacht und oft mit Tischen direkt am Strand, aber die penetranten An­wer­ber sind lästig. Etwas ruhiger wird es lediglich west­lich vom Fischer­hafen.

Mehr Atmosphäre bieten die drei Dörf­chen Koutouloufári, Pis­ko­pi­anó und Chersó­nisos am Hang des Charákas, wenige Kilo­meter oberhalb von Li­ménas Chersonísou. Dort findet man eine große Aus­wahl an lie­be­voll bis kit­schig aufgemachten Restaurants, oft mit Pano­ra­ma­terrassen - natürlich alles sehr tou­ris­tisch und bezüglich Qualität nicht immer top. Man kann prob­lemlos zu Fuß hinauflaufen. Ein weiterer Tipp ist, ins na­he Mália auszu­wei­chen, im dortigen alten Ortskern isst man eben­falls recht gut in reiz­voller Umge­bung.

Liménas Chersonísou Mythos 13, ge­müt­li­che Ta­ver­ne mit familiä­rer At­mo­sphäre, ordentliche kretische Kü­che, netter Service. Sanoudakis Str. 19, Tel. 28970-22223.

Votsalo 11, schräg gegenüber, nettes Lokal mit Dachterrasse, auf der oft ein erfri­schen­des Lüft­chen weht. Sanoudakis Str. 18, Tel. 28970-24679.

Argo 5, an der Uferpromenade westlich vom Kap Kastrí. Schöne und ruhige Son­nenunter­gangs­lage über dem Strand, Blick auf das Kap, seit Jahrzehnten freundliche Bedie­nung durch Nicolas, in der Regel keine An­mache auf der Straße. Tel. 28970-22134.

Mein Tipp Avli 8, ruhige Alternative land­ein­wärts der Durchgangsstraße (hinter dem gro­ßen Re­s­tau­rant „Passage to India“), ge­führt von Ni­kos mit seiner norwegischen Frau Katherine. Leckere kretische Küche. G. Petraki Str. 11, Tel. 6976-009790.

O Kritikas 3, in einer Sei­ten­pas­sage der Ufer­promenade, nett und un­auf­gesetzt, Essen gut und authentisch, Küche ist einsehbar.


Panoramablick auf die Bucht von Mália

Elleniko Estiatorio Ioannis 6, winzig und versteckt in einer landseitigen Seitengasse der Durch­gangsstraße. Kretische Gerichte in gro­ßer Aus­wahl, kei­ne Sitz­plätze im Freien. Mo-Sa 11-21 Uhr, So geschl. Ema­nuil Kania­dakis Str.

Koutouloufári Emmanuel, seit dem 19. Jh. in Familienbesitz, net­tes Grilllokal mit per­sön­licher Atmo­sphä­re, der große Grillofen stammt aus den Anfängen der Taverne und ist Garant für leckeres Lammfleisch. Tel. 28970-21022.

Laini, bekannt für seine leckeren mezédes (Vor­speisen), 15 Tellerchen für 15 €. Tel. 28970-21675.

Mezes by Alex & Christin, beliebtes Lokal an der Durchgangsstraße im westlichen Orts­bereich, immer gut besucht. Tel. 28970-24885.

Rahati, gemütliche Patisserie schräg ge­gen­über von Emmanuel, leckere Ku­chen und Gebäck, auch schön zum Früh­stücken.

Piskopianó David Vengera, Mezedopolíon an der Durch­gangsstraße, serviert werden mezé­des auf kleinen Tellern, die Qualität wird un­ter­schiedlich beurteilt, Prei­se fair. Tel. 28970-21491.

Mein Tipp Kostas, lauschiges Plätzchen am Kirchen­vor­platz, ein wenig oberhalb der Durch­gangsstraße. Essen und Service werden allge­mein gelobt. Tel. 28970-23715.

Chersónisos Die Tavernen, z. B. Sofas und Margo, liegen um den schön he­raus­ge­putz­ten Dorfplatz mit einem dezenten Brun­nen und Maulbeerbäumen. In der Haupt­saison fin­det jeden Montag ein grie­chi­scher Tanz­abend statt.

Trapieris, einfaches und preiswertes Grill­lo­kal etwas westlich außerhalb, auch im Winter geöffnet. Tel. 28970-21584.

Nachtleben In Liménas Chersonísou ging es die letzten Jahre mehr als rund, tausende waren hier allnächtlich un­ter­wegs. Vor allem die Ufer­promenade ist ab 24 Uhr bis mindes­tens 4 Uhr morgens eine einzige brül­lende Musik­meile, es wird freizügig auf den Tre­sen ge­tanzt, geflirtet und gelacht, in der Saison steht und tanzt man bis auf die Stra­ße hinaus.

Wie sich die Clubszene mit Covid-19 ent­wickeln wird, bleibt abzuwarten.

Uferpromenade Mehr als ein Dutzend Bars gibt es hier, Trendsetter sind T’Hof van Holland, Bio Bio und Tiger Pub. Eintritt frei, nur in der ab­so­luten Hauptsaison muss man gelegent­lich Eintritt zahlen.

Östlicher Ortsbereich Star Beach Water­park, mehrere Pools mit Grünanlagen di­rekt am Strand. Sonntags Open-Air-Disco mit Schaum­party, im Juli und August ein­mal in der Woche großes Abend­event mit populären DJs (Beach Flirt, Bikini Partys). Tel. 28970-29351, www.starbeach.gr

Sonstiges Cine Creta Maris, Freilicht­kino beim gleichnamigen Hotel, im Som­mer je­den Abend 21 Uhr (meist eng­lisch), ca. 8 €, bis 12 u. über 65 J. 5 €.

Lychnostátis: Museum des traditionellen kretischen Lebens

30 Jahre lang sammelte der Au­genarzt Jorgos Markakis in mühe­voller Kleinarbeit Stücke aus der kre­ti­schen Geschichte und Tradi­tion. In sie­ben­jähri­ger Vorberei­tungs­zeit wur­den dann auf einem Grundstück am Meer eine Reihe typischer Bauten Kre­tas in alt­her­ge­brachter Bauweise errich­tet und 1991 konnte das Mu­seum unter Lei­tung von Jorgos' Sohn Iannis er­öffnet werden.


Traditionelle Dreschtenne im Freilichtmuseum Lychnostátis

Im Rahmen der instruk­tiven Füh­rungen besichtigt man ein Wohn­haus (un­ten die Räume von einfachen Land­leu­ten, oben die Woh­nung einer wohlha­ben­den Fa­mi­lie), eine Kapelle, eine Wind­mühle (mit ein­gra­vierten Versen, sog. „mantinádes“, des frü­heren Besit­zers), eine Hir­tenhütte (mitá­to), eine Dresch­tenne, eine Weberei, eine Färberei, eine tra­di­tio­nelle Parfümerie und eine Töpfe­rei. Auf dem Gelände sind typi­sche Nutz­pflanzen, Bäume und Blu­men gepflanzt und es gibt eine Ausstel­lung der zahlreichen Gesteinsar­ten Kretas. Nach der Füh­rung kann man im klei­nen Café der Anlage kretische Ge­tränke wie Kräu­ter­tees, soumáda („Man­del­milch“) und kanne­láda (Zimtge­tränk) kosten. Der Na­me „Lych­no­státis“ bezieht sich übri­gens auf den tra­di­tio­nellen Öl­leuchter, den früher je­des Haus besaß.

Samstagabends gibt es griechische Tänze und eine Filmvorstel­lung, außer­dem wer­den einmal in der Woche Traubenstampfen, Wein­her­stel­lung und Ra­kí-Bren­nen vorgeführt. Im September und Oktober findet jede Wo­che ein „Traubenfest“ statt.

Lage Etwas östlich außerhalb von Li­mé­nas Chersonísou, an der „Beach Road“ neben Caravan Camping.

Öffnungszeiten So-Fr 9-14 Uhr, Sa geschl., Führung jeweils zur vol­len Stun­de (10, 11, 12 u. 13 Uhr), Eintritt ca. 6 €, Kinder bis 12 J. 2 €. Tel. 28970-23660, www.lychnostatis.gr.

Hinterland von Liménas Chersonísou

Hinter Liménas Chersonísou steigt das mächtige Bergmassiv des Charákas an. In den klei­nen Hangor­ten hat der Tourismus massiv Einzug gehal­ten. Zahl­rei­che Res­tau­rants und Bars buh­len um Kunden (→ Liménas Cherso­ní­sou/Essen & Trin­ken) und zwischen ver­fal­len­den Bruch­stein­mau­ern wur­den Apartmentanlagen im „Dorf­stil“ hochge­zogen, oft mit Pool und traum­haftem Blick. Trotzdem bil­den die drei Orte einen an­genehmen Kontrast zur Hotelstadt am Meer.

Koutouloufári: 1 km hinter Liménas Cher­sonísou und mit dem benachbar­ten Pis­ko­pianó fast zusammengewach­sen. Es gibt zahlreiche ma­lerische Taver­nen und man ge­nießt einen sehr schönen Blick hinunter.

Piskopianó: Ein Bummel durch den Ort lohnt, denn manche Häuser verschwin­den fast unter ihrer Blumenpracht. Einen Be­such wert ist das Dorfmuseum (Agrotikó Museío) in einer res­tau­rier­ten Oli­venöl­fabrik, das die Arbeitswelt der kretischen Bau­ern und Handwer­ker thematisiert und eine Sammlung tradi­tio­neller Webar­beiten besitzt.

♦ Mo u. Mi-Sa 10-18 Uhr, So u. Di geschl., Eintritt ca. 4 €, Schül/Stud. u. über 65 J. 3 €. Tel. 28970-23303.

Chersónisos: ein Stück weiter westlich, bevorzugter Ausflugsort für die Hotel­gä­ste von Liménas Chersonísou. Am präch­tig illuminierten, ovalen Dorf­platz reihen sich schicke Tavernen.

Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag

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