Читать книгу Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag - Eberhard Fohrer - Страница 23
ОглавлениеStalída(auch: Stális)
Beliebter Ferienort zwischen Liménas Chersonísou und Mália, mit letzterem inzwischen zusammengewachsen.
Hotels und Apartmentanlagen klettern weit in die flache Uferebene und z. T. auch schon die Hänge hinauf. Vorgelagert erstreckt sich ein langer Sandstrand, im Westen recht schmal, nach Osten aber deutlich breiter (Liegen, Sonnenschirme und umfangreiches Sportangebot). Gleich dahinter reihen sich Tavernen und Bars, teils mit Rasenflächen. Parallel dazu führt eine küstennahe Straße unterhalb der New Road nach Mália, eingelagert in die niedrige Klippenküste gibt es dort weitere kleine Sandstrände.
Relativ ruhig sind das schmale westliche Strandende und das anschließende Kap, das zur niedrigen Klippenküste abfällt. Von der Taverne „Romantic Corner“ (→ Essen & Trinken) führt ein hübscher Fußweg an einigen hölzernen Badeplattformen vorbei.
Anfahrt/Verbindungen Busse fahren alle 15 Min. (frühmorgens halbstündlich, abends stündlich) in beide Richtungen (→ Liménas Chersonísou und Mália).
Übernachten Die Hotels im unmittelbaren Ortsbereich sind in der Saison fast ausschließlich von Pauschaltouristen in Beschlag genommen. Viele besitzen einen Pool sowie Duschen am Strand. Weitere Unterkünfte reihen sich an der Küstenstraße bis Mália.
***** Nana Golden Beach, etwas außerhalb in Richtung Liménas Chersonísou, große und beliebte All-inclusive-Anlage an der Küste, gepflegt, solide Ausstattung, mehrere Restaurants, vielfältige Animation. Die weißen Wohnblöcke ziehen sich zum Meer hinunter, unten sehr schön gestaltete Poolanlage, besonders hübsch auch der Strandbereich mit einer versandeten Hafenanlage. Wassersport und hauseigenes Tauchcenter (→ Sport). Pauschal über viele Reiseveranstalter. Tel. 28970-30100, www.nanagoldenbeach.gr.
Mein Tipp Talgo, gepflegte Anlage mit Maisonettes, Apts. und DZ/Studios im gehobenen Stil, zentrale Lage direkt am Strand, aufmerksam geführt von Marianna und Peter (aus Deutschland). DZ/F ca. 82-90 €, Apt./F ab 109 €. Mit Beach Bar/Restaurant. Tel. 28970-31463, www.talgo.gr.
Diamond Beach, ruhige Lage am westlichen Strandende, abseits vom Trubel, einfache, preiswerte Studios und Apts. mit schönem Meer- und Buchtblick. Studio ca. 30-60 €. Tel. 28970-33957, www.diamondbeachappts.com.
Mein Tipp SkajadO, von einem Innenarchitekten reizvoll gestaltete Apartmentanlage in schöner Lage auf dem Kap am Westende der Bucht, direkt davor ein ruhiger Fußweg, am Meer eine hölzerne Badeplattform. Studio ca. 65-130 €. Tel. 28970-32110, www.skajado-stalis.gr.
Das ruhige Westende der Uferstraße von Stalída
Essen & Trinken Am Strand und an der Küstenstraße reihen sich Dutzende Tavernen und Bars, z. T. mit hübschen Gärten und Freiluftterrassen. Pächter und Qualität der Lokale wechseln allerdings oft von Jahr zu Jahr.
Kotsos, beim großen Aktia Lounge Hotel von der Strandstraße landeinwärts einbiegen. Die alteingesessene Familientaverne (seit 1975) zeigt sich vom Trubel in Stális unbeeindruckt und ist erfreulich schlicht gehalten. Täglich frisch zubereitete Speisen - Ziege, Lamm, Kaninchen, Kalb, gefüllte Tomaten u. v. m. Olof Palme Str. 5, Tel. 28970-32750.
Mein Tipp Katerina, seit 1989 in der Parallelstraße zu Kotsos, überdachte Terrasse, sehr netter Service durch George mit Familie, die Qualität wird allgemein gelobt. Eleftheriou Venizelou Str. 12, Tel. 2810-32171.
Romantic Corner, ruhige Ecke am äußersten Westende der Uferstraße, direkt an der niedrigen Klippenküste, schöner weiter Blick. Tel. 28970-33118.
Sport Minigolf, direkt am Strand.
ScubaKreta, Tauchzentrum im Hotel Nana Golden Beach an der Küste zwischen Liménas Chersonísou und Stális. Getaucht wird nach PADI-Richtlinien, Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, „Schnupperkurs“ mit Tauchgängen bis 6 m Tiefe. Von allen großen Hotels im Umkreis kostenloser Transfer. Tel. 28973-00683, www.scubakreta.com.
Amarillis Stable, Reitstall im Hinterland, tägliche Ausritte im Rahmen einer kleinen und großen Tour (1:30 bzw. 5-6 Std.). Irinis Str. 26, Tel. 698-0328068, www.riding-crete.com.
Mochós
Der beliebte Ausflugsort liegt auf einer Hochebene oberhalb von Stalída und ist touristisch gut bekannt, Rummel herrscht jedoch nicht. In großen Serpentinenschleifen mit herrlicher Aussicht auf die Küste geht es von Stalída auf einen Pass hinauf, von dort erreicht man bald Mochós, wo man zur Lassíthi-Hochebene weiterfahren kann (→ Link).
Am einladenden Dorfplatz mit seinen schattigen Maulbeerbäumen und der schmucken Kirche lässt es sich in einer Reihe von Tavernen gemütlich essen. Da es auch guten Rakí und Wein gibt, empfiehlt sich gegebenenfalls die Hin- und Rückfahrt per Taxi. Jeden Mittwoch findet 20-23 Uhr eine „Cretan Night“ statt (Reservierung in den Tavernen).
Im Kafenion „O Skoteinianos“
Unbedingt einen Blick wert ist kurz nach dem Platz das Kafenion „O Skoteinianos“ von Giannis Diamantis an der Straße zur Lassíthi-Hochebene. Die gesamte Gaststube ist mit hunderten von Porträts von bekannten Figuren aus Mythologie, Geschichte, Philosophie und Dichtung ausgestattet, auch die Stuhllehnen sind entsprechend bemalt - der Sohn des alten Besitzers hat dies alles in jahrelanger Detailarbeit geschaffen. Wenn man die Gasse schräg gegenüber vom Kafenion hineingeht, erreicht man bald die „Villa Olof Palme“, das einstige Ferienhaus des 1986 ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten.
Kloster Panagías Theogennítoros (Moní Panagías Theogennítoros: Vom Pass vor Mochós kann man einen Abstecher zu diesem 1 km entfernten, erst 2009 gebauten Nonnenkloster unternehmen, das der Gottesmutter geweiht ist. Beeindruckend sind seine Lage am Hang und der Panoramablick auf die Küste.
Tipp: Am Klostertor beginnt linker Hand ein gut zu begehender Serpentinenwanderweg abwärts nach Stalída, der mehrmals die Zufahrtsstraße nach Mochós und schließlich die New Road kreuzt (gut zu sehen auf Google Maps). Sein Name „Bulgariko“ erinnert daran, dass dieser ehemalige Maultierweg während der deutschen Besetzung von bulgarischen Zwangsarbeitern ausgebaut wurde.
Öffnungszeiten Mo, Di, Do u. Sa 11-13 u. 17 Uhr bis zum Ende des Abendgebets „Apódipnon“. Mi u. Fr geschl., So ganztägig offen. Kein Zutritt mit Shorts und Minirock, am Tor gibt es einen Raum mit Kleidung zum Überziehen. Tel. 2810-61522.
Mália
Ein Höhepunkt - zumindest was touristische Einrichtungen, verlorene Ursprünglichkeit und Urlauberzahlen angeht.
Das ehemals unscheinbare Straßendorf ist wegen des schönen Strandes und seiner Nähe zu Iráklion zu einem der beliebtesten Ferienzentren Kretas herangewachsen. Von der mit Souvenirläden, Restaurants und Hotels dicht gesäumten Durchgangsstraße führt eine etwa 2 km lange Stichstraße hinunter zum Strand. Zu beiden Seiten der Straße reihen sich Tavernen, Bars, Hotels, Souvenirläden und Discos. Abends und nachts herrscht Rummelplatz-Atmosphäre, es geht rund bis zum Morgengrauen, tonangebend sind dabei die jungen trinkfreudigen Briten.
Süß und lecker: Bananen aus Mália
Es war in den 1920er Jahren, als Abt Loukas vom Kloster Ágios Antónios bei Árvi an der Südküste (heute verlassen) von einer Reise nach Ägypten einige kleine Bananenpflanzen mitbrachte. Zu seiner Überraschung wuchsen sie nicht nur prächtig, sondern vermehrten sich sogar so schwunghaft, dass die Region um das Kloster bald voller Stauden mit den kleinen, sehr süßen Früchten stand. Diese speziellen Bananen (→ Link), die viel kleiner als die bekannten „Chiquitas“ aus Südamerika sind, gediehen bald an vielen Orten Kretas, besonders gut aber in der großen Landwirtschaftsebene um Mália mit ihrem reichlichen Grundwasservorkommen und der fruchtbaren roten Erde. Mitte der 70er Jahre begann man mit der intensiven Zucht in Treibhäusern, die in den 80er Jahren ein Gebiet von 900 ha einnahm und eine Produktion von bis zu 4000 t im Jahr ermöglichte. Dann jedoch fielen in der EG die bisher bestehenden Importbeschränkungen für tropische Bananen aus Süd- und Mittelamerika, die fortan mit Dumpingpreisen den europäischen Markt überschwemmten. Damit war der Siegeszug der kretischen Banane abrupt beendet. In der Ebene östlich von Mália kann man in die Treibhäuser vielerorts hineinsehen, die meisten werden jedoch nicht mehr bewirtschaftet. An der Hauptstraße kann man die Bananen an kleinen Ständen kaufen.
Natürlich ist auch der alte Ortskern landeinwärts der langen Durchgangsstraße inzwischen „entdeckt“. In den verwinkelten Gassen gibt es aber noch hübsche Ecken mit alten Bruchsteinhäusern und üppig rankender Bougainvillea, die einen ausgedehnten Fotobummel wert sind, am Vorplatz der Kirche Panagía Galatiáni ist z. B. ein historischer Drehbrunnen erhalten.
Mália ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge, beispielsweise zum wenige Kilometer außerhalb liegenden minoischen Palast oder in die berühmte Lassíthi-Hochebene. Ansonsten verbringt man die Tage in erster Linie am Strand, in der Regel genauso dicht gedrängt wie abends.
Baden in Mália
Der lange, schmale Strand ist von Juni bis September mit Liegen und Sonnenschirmen gut gefüllt. In der Nebensaison kann man aber einen schönen Spaziergang Richtung Osten bis zum Palast von Mália machen, dort wird der Strand breiter und wesentlich leerer. Die asphaltierte „Beach Road“ verläuft parallel zur Küste und verbindet Mália mit dem westlichen Nachbarort Stalída und dem im Osten gelegenen Palast von Mália.
Am Potamos Beach
Ortsstrand: Vom Ende der Stichstraße mit Resten eines alten Hafens erstreckt sich nach beiden Seiten ein langer Strand mit feinem, weichem Sand, immer wieder unterbrochen von felsigen Kliffs. Es gibt mehrere Bademeister, diverse Strandlokale (teils mit Rasenflächen), zahlreiche Liegestühle/Sonnenschirme, dazu ein ausgeprägtes Sportangebot: Wasserski, Tret- und Paddelboote, Surfbretter, Jet-Ski, Fallschirmsegeln usw. Gegenüber im Wasser liegt das Inselchen Aféndis Christós mit der gleichnamigen weißen Kapelle - ein kleines Wahrzeichen von Mália. Die paar Meter kann man leicht hinüberschwimmen.
Richtung Osten wechseln Sand und ausgehöhlte Sandsteinformationen, auf einem Kap zwischen dichten Tamarisken steht das Kirchlein Ágios Pneúma, unmittelbar darauf folgt der kleine Fischerhafen von Mália.
Tropical Beach: Östlich vom Fischerhafen erstreckt sich ein Sandstrand von etwa 1 km Länge und passabler Breite. Dahinter liegen niedrige Dünen, Schilfflächen und eine wenig bebaute Ebene mit Windmühlskeletten, rostroten Feldern und Treibhäusern für Bananenzucht (→ Kasten) - bisher eine eher ruhige Gegend, aber auch zunehmend Hotelbauten.
Potamos Beach: große Sandbucht am Ostende des Tropical Beach, bereits in unmittelbarer Nähe zum Palast von Mália. Reizvoller und sehr beliebter Badeplatz, Sonnenschirme und Liegestühle werden verliehen, es gibt Duschen, Kinderspielgeräte, Windsurfbretter und Tretboote (nur HS).
Anfahrt Die Strandbucht beim Palast von Mália ist auf der „Beach Road“ zu erreichen (in der unteren Hälfte der Stichstraße zum Strand rechts ab), man kann aber natürlich auch zu Fuß an der Küste entlanggehen.
Oder man fährt die Hauptdurchgangsstraße von Mália wenige Kilometer nach Osten und nimmt den beschilderten Weg zum Palast von Mália. Beim Palast links ab, noch ein paar hundert Meter auf Asphalt.
Mein Tipp Essen & Trinken Kalyva, in der Bucht von Potamos beim Palast von Mália, direkt an der Straße. Schön zum Sitzen unter einem Schilfdach und einer markanten Tamariske, seit mehreren Generationen in Familienbesitz, heute von Vassilis geführt. Ordentliche Auswahl (Empfehlung z. B. für den „Kreta-Salat“), im Hintergrund das Panorama der Berge. Auch Einheimische kommen gerne hierher. Tel. 6942-555845.
Basis-Infos
Anfahrt Eigenes Fahrzeug: Von und nach Iráklion benötigt man ca. 30-40 Min.
Verbindungen Bus: Auf der Strecke Iráklion - Liménas Chersonísou - Mália gibt es die besten Busverbindungen Kretas - von April bis Okt. täglich ca. 6-23 Uhr halbstündlich bis stündlich. Dauer etwa 1 Std. Die Busse werden gerne zum Pendeln vom Hotel zu den Badestränden genutzt und sind vor allem abends mit Heimkehrern überfüllt. Die Busstopps sind nummeriert.
Außerdem 1-2 x tägl. Verbindungen zur Lassíthi-Ebene (→ Link).
Taxi: Bei der großen Kirche am östlichen Ortsausgang. Preis nach Iráklion ca. 45-50 €. Tel. 28970-31777 oder 33900 (24 Std.).
Ärztliche Versorgung Cretan Medicare Medical Center 8, an der Mitte der Stichstraße zum Meer. Dimokratias Str. 86, Tel. 28970-31661, www.cretanmedicare.gr.
Ausflüge Happy Train 12, eine Bimmelbahn macht mehrmals täglich Touren - über Stális bis Chersónisos, zum Palast von Mália und hinauf nach Mochós und Krási (10 €, Kind 6 €). L'Irida Tours, Zachariadi Str. 57, Tel. 28970-33624, www.liridatours.gr.
Auto-/Zweiradverleih Jede Menge, die meisten an der Durchgangsstraße und an der Stichstraße zum Meer.
Post In der Nähe der Kirche. Mo-Fr 8-14.30 Uhr.
Sport & Spiel Malia Minigolf 3, neben der Taverne Drossia (→ Essen & Trinken) im unteren Bereich der Stichstraße zum Meer.
Kartland 6, Gokart-Bahn im Malia Sportscenter (Karte). Tel. 28970-29880.
Shopping Chalkiadakis 14, großer Supermarkt an der Zachariadi Str., die im westlichen Ortsbereich von der Durchgangsstraße zur Stichstraße führt.
Internationale Presse 16, an der Durchgangsstraße.
Wäscherei An der Durchgangsstraße 15 und an der Stichstraße 11 zum Strand (Karte).
Übernachten
Zahllose Hotels ziehen sich entlang der Küstenstraße bis ins benachbarte Stalída. In der Saison sind sie großteils von Pauschalurlaubern in Beschlag genommen. Die meisten liegen vergleichsweise ruhig, jedoch Vorsicht im Umfeld der Stichstraße mit ihrem allnächtlichen Discolärm. Bei Pauschalbuchung auf die Lage des Hotels achten. Ruhige Unterkünfte findet man auch landeinwärts vom alten Ortskern.
***** Royal Heights Resort, Komfort pur in Hügellage hinter Mália, sehr ruhig und herrlicher Blick, schöne Poolanlage, Spa. Vermietet werden bestens ausgestattete Zimmer sowie Villen mit eigenem Pool. Zu Fuß in den Ort ca. 15 Min. (zurück steil). Tel. 28970-35040, www.rhr.gr.
**** Cretan Malia Park, Großanlage 1 km östlich vom Zentrum, liebevoll angelegter Garten mit saftigem Rasen, schattigen Bäumen und Palmen, schöner Pool mit Bar, 145 pastellfarbene Bungalows im kretischen Dorfstil, geschmackvoll eingerichtet. Kids Club, Animation, Wassersport am Strand. Tel. 28970-31461, cretanmaliapark.gr.
***** Ikaros Beach, ca. 1,5 km westlich vom Zentrum, ideale Lage auf einem Kap am Strand, originell konzipierte All-inclusive-Anlage im Dorfstil, Bungalows mit Mauern aus Bruchstein gruppieren sich um Rasenflächen mit alten Bäumen. Mehrere Swimmingpools und hervorragendes Spa mit Hallenbad, guter Strandbereich, saubere Zimmer mit täglicher Reinigung, wohnliche Atmosphäre. Tel. 28970-31268, www.ikarosvillage.gr.
***** Alexander Beach, westlich vom Ikaros Village, architektonisch gelungene Anlage mit mehreren Pools direkt am schmalen, aber gepflegten Sandstrand. Tel. 28970-32134, www.alexander-beach.com.
Mein Tipp *** Matheo Villas & Suites 7, freundliche, familiengeführte Anlage etwas außerhalb in erhöhter Lage, Meerblick, saubere und gepflegte Zimmer, gutes Frühstücks- und Abendbuffet, der Chef spricht Deutsch. Zum Strand sind es 1,5 km. DZ/F ca. 70-120 €. Theodorou Savidis Str. 1, Tel. 28970-32980, hotel-matheo.com.
*** Sun Village Malia 4, schicke Anlage mit elegant eingerichteten Studios und Pool, zentrale, trotzdem ruhige Lage, 150 m Fußweg zum Strand, freundlicher Service. Studio/F ca. 70-90 €, Superior Suiten mit eigenem Pool. Emmanouil Tsagaraki Str. (Beach Road). Tel. 6932-528383, sunvillagemalia.gr.
*** Danaides 9, modernes Aparthotel direkt an der Partymeile, trotzdem vergleichsweise ruhig, da etwas zurück von der Straße. Gepflegte Apartments, sehr schöner Pool und Garten. Apt./F ca. 75-95 €. Dimokratias Str. 75, Tel. 28970-34052.
*** Malia Mare 13, für Nachtschwärmer ideal, denn das einfache, aber ordentlich geführte Hotel liegt direkt am Strip mit den Bars. Zimmer nach hinten ruhig, sauberer Pool. DZ ca. 35-70 €. Dimokratias Str. 10, Tel. 28970-31809, www.maliamare.gr.
Übernachten
4 Sun Village Malia 7 Matheo 9 Danaides 13 Malia Mare
Essen & Trinken
1 Thalassa 2 Drossia 5 Kalispera 10 Kreta Taverna 17 O Milos 18 Elisabeth & Stablos 19 San Giorgio 20 Kalesma
Sonstiges
3 Malia Minigolf 6 Kartland (Go-Carts) 8 Cretan Medicare 11 Wäscherei 12 Happy Train 14 Chalkiadakis (Supermarkt) 15 Wäscherei 16 Internationale Presse
Essen & Trinken/NachtlebenKarte
Vor allem im alten Ortsteil gibt es einige Restaurants, in denen man gut essen kann. Wer direkt am Meer essen will, muss einen kleinen Fußmarsch einplanen oder motorisiert sein.
Alter Ortskern Kalesma 20, im hinteren Ortsbereich, kleine, gepflegte Taverne mit höflichem Service. Dimitri bietet interessante griechisch-kretische Küche mit internationalem Einschlag, alles lecker und fantasievoll zubereitet, auch die Desserts, dazu eine gute Weinkarte. Nur abends. Tel. 28970-33125.
Strandleben
San Giorgio 19, etwas übertrieben aufgeputztes Großlokal direkt bei der Kirche Ágios Geórgios, ganz in Hellblau und Weiß gehalten, üppiger Blumenschmuck, dazu oft griechische Livemusik. Im Sommer abends oft bis auf den letzten Platz voll. Tel. 28970-32211.
Elisabeth & Stablos 18, schöne Lage am Platz gegenüber der Hauptkirche, leider stehen hier oft penetrante Anwerber. Tel. 28970-31320.
Mein Tipp O Milos 17, gemütlicher Innenraum mit viel Holz, daneben eine hübsche Außenterrasse mit Backofen, Atmosphäre angenehm und ruhig - ein idealer Ort, um den Tag Revue passieren zu lassen. Kostas kocht, dazu freundlicher deutschsprachiger Service. Leckere, traditionelle Küche mit Pfiff - mezédes, gute Salate, hauchzartes Lamm, stifádo oder Kaninchen in Wein geschmort. Spielecke für Kinder. Nur abends. Tel. 28970-33150.
Stich- und Strandstraße Drossia 2, große Taverne im unteren Bereich der Stichstraße, an der Kreuzung mit der „Beach Road“. Sitzplätze im großen Garten unter Bäumen. Gute Grillküche, viele Filetvarianten, aber auch typische Gerichte wie soutzoukákia smirniká (Hackfleischröllchen auf kleinasiatische Art) und békri méze. Tel. 28970-31408.
Kalispera 5, schräg gegenüber vom Drossia, nett zum Sitzen unter einem weit ausladenden Maulbeerbaum, bunt illuminiert, Gemüse aus eigener Produktion. Tel. 6972-404443.
Thalassa 1, am Ende der Stichstraße zum Strand (Dimokratias Str.), perfektes Strandrestaurant für den Sonnenuntergang, Blick auf den alten Hafen, Pasta und Seafood, schöne Stimmung, abends mit Kerzenlicht illuminiert, etwas teurer. Tel. 28970-34112.
Sonstiges Malia Port, alteingeführte Fischtaverne, aber umfassend neu gestylt, direkt im Fischerhafen, etwa 1 km ab Stichstraße. Tel. 28970-33800.
Mein Tipp Kreta Taverna 10, kleine, von außen unscheinbare Taverne am westlichen Ortseingang, 50 m nach der Tankstelle. Familie Pediaditakis ist für ihre frisch zubereiteten griechischen Spezialitäten bekannt. Man sitzt in einem grün überwucherten Garten mit altem Olivenbaum, allerdings direkt an der Durchgangsstraße. Der freundliche Wirt spricht ausgezeichnet Deutsch. Tel. 28970-31866.
Kalyva, in der Nähe des minoischen Palasts von Mália (→ Link).
Nachtleben Auf ganz Kreta berüchtigt und noch heißer als in Liménas Chersonísou! Die Ballermannstraße („The Strip“) zum Strand wird nachts zu einer einzigen Partymeile, zahlreiche große, zur Straße hin meist offene Discobars stehen in harter Konkurrenz. Man pendelt hin und her, heftig umgarnt von kontaktfreudigen Anwerbern. Hauptsächlich Briten und Iren sind tonangebend. Zapfenstreich meist nicht vor 4 Uhr morgens. Die englischen Reiseveranstalter werben mit den „heißen Nächten von Mália“, was entsprechend erlebnishungriges Publikum anzieht. Die Preise sind etwas günstiger als im nahen Liménas Chersonísou.
Palast von Mália
Das fast schattenlose Gelände erstreckt sich nah am Meer, zwischen Olivenhainen und dorniger Phrygana. Von der Lage her ist es weniger attraktiv als die anderen Paläste, auch kleiner als Knossós und Festós.
Der minoische Palast von Mália liegt in einer weiten Uferebene
Der Palast und die umliegende Siedlung stammen aus der Zeit um 1650 v. Chr. und fielen 1450 v. Chr. derselben rätselhaften Katastrophe zum Opfer wie die meisten anderen Städte der Insel. Vom älteren Palast (ca. 1900 v. Chr.), der hier stand, sind nur noch wenige Spuren vorhanden.
Die Bauweise folgt dem gleichen Schema wie bei den Palästen von Knossós, Festós und Zákros (vier Gebäudeflügel gruppieren sich um den von Süd nach Nord orientierten, lang gestreckten Zentralhof), ist aber insgesamt schlichter als die aufwändigen Anlagen von Knossós und Festós. So fehlt z. B. die prächtige Alabasterverkleidung, als Baumaterial wurden nur Kalk- und Sandstein aus der Umgebung verwendet, außerdem getrocknete Lehmziegel. Auch die Anzahl der Räume ist geringer und es fehlt die Theateranlage. Es handelte sich also vielleicht um einen „Provinzpalast“, der aber trotzdem Mittelpunkt einer großen Siedlung war, die sich über einen guten Quadratkilometer erstreckte. Einige der freigelegten Teile liegen nordwestlich vom Palast unter einer Konstruktion aus Holz und Plexiglas.
Anfahrt/Verbindungen Der Palast liegt etwa 3 km östlich von Mália und ist an der Hauptstraße in Richtung Ágios Nikólaos beschildert (Mallia Antiquities). Bushaltestelle an der Straße. Auch auf der in Strandnähe verlaufenden „Beach Road“, die im unteren Teil der Stichstraße abzweigt, kommt man zum Palast.
Öffnungszeiten April bis Okt. Mi-Mo 8-19 Uhr, Di geschl., Eintritt ca. 6 €, Senioren über 65 J. sowie Schül./Stud. und Pers. von 6-25 J. aus Nicht-EU-Ländern 3 €, freier Eintritt für Pers. bis 25 J. und Schül./Stud. aus EU-Ländern.
Führungen Giorgos Pothos, der ausgezeichnet Deutsch spricht, Kunstgeschichte studiert und eine Ausbildung zum Fremdenführer gemacht hat, bietet 2 x tägl. (meist 11 u. 13 Uhr) informative, dabei aber auch unterhaltsame Führungen durch die Palastanlage (ca. 1:15 Std., ca. 5-6 €/Pers.). Man kann bei ihm auch übernachten (→ Sísi).