Читать книгу Galan - Giovanna Lombardo - Страница 3

Prolog

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Die Angst, die in einem entstehen kann und fast umbringt, sollte ich spüren lernen.

Ich saß - wie jeden Morgen, wenn die Sonne aufging - in meinem Zimmer an meinem Schreibtisch und schrieb in meinem Tagebuch die Ereignisse, die ich am Tag zuvor erlebt hatte.

Es ist nicht so, dass in meinem bisherigen Leben viel Wichtiges oder Interessantes passiert wäre, aber meine Gedanken waren grenzenlos und wie so oft schwebte ich in meiner Fantasiewelt, die mir viel realer schien als mein wahres Leben.

Mein Name lautet Charisma Gioia DiSole.

Ich bin 19 Jahre alt und hatte das Glück, behütet und behutsam aufgewachsen zu sein, denn ich konnte meine Kindheit voll auskosten. Als jüngstes von sieben Kindern lebte ich mit meiner Familie auf einem Bauernhof, außerhalb des Dorfes Salin, im Territorium Kalander, an der Grenze zu Falan. Hinter unserem Haus erstreckt sich der Wald der Schleier.

Meine Familie lebte seit Generationen in Kalander.

Kalander ist übrigens das größte Territorium von Galan.

Es gibt noch sechs weitere Territorien, die zu Galan gehören und von anderen Völkern bewohnt werden. Und diese Völker sind anders als wir.

Wie anders?

Das wusste ich nicht so genau, weil nur den Herrschern, Gesandten und Kriegern erlaubt wurde, andere Territorien zu bereisen. An den Grenzen zu den Territorien gab es Portale mit Brücken. Nur über diese Brücken gelangte man in die benachbarten Territorien. Sie wurden streng bewacht, und nur die Herrscher besaßen dazu Schlüssel.

Ich hatte viele Geschichten über die anderen Völker gehört. In einem waren sie sich einig, die Bewohner des Territoriums Capan, die sogenannten Capitaner, hatten den schlechtesten Ruf. Sie waren abgrundtief böse und wurden wegen ihres grauenhaften Aussehens als grauenvolle Monster beschrieben.

Dass sich eines Tages mein bisheriges Leben wegen den Capitanern schlagartig ändern würde, konnte ich noch nicht ahnen.

Oder vielleicht doch?

Galan

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