Читать книгу ...denn ihrer ist das Himmelreich - Jost Müller-Bohn - Страница 16

11.
Januar

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„Denn wer nur ein Hörer des Wortes ist, aber kein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Gesicht im Spiegel beschaut; denn nachdem er sich beschaut hat und weggegangen ist, vergisst er alsbald, wie er ausgesehen hat.“

Jakobus 1, 22.23; Menge

Die kleine Carla will gar nicht mehr aufhören zu weinen. Da hat sie die Mama einfach auf den Arm genommen und ist mit ihr zu einem Spiegel gegangen. Hui - wie traurig sieht ihr Gesicht da aus. Jetzt will Carla am liebsten ihre kleinen Händchen vor das Gesicht halten. Warum weint sie denn bloß immer noch? Vielleicht hat das kleine Mädchen noch Ohrenschmerzen. Nun, wir haben ja gestern gebetet, dass die Schmerzen verschwinden mögen. Ja, das ist so, manchmal müssen wir noch etwas warten, bis der Heiland alles wieder gutmacht. Wenn wir in den Spiegel blicken, dann sehen wir, ob wir ein freudiges oder ein trauriges Gesicht haben, ob wir gesund oder ob wir krank aussehen, ob wir ganz liebe Augen haben oder ob wir böse Augen machen.

Da möchte ich euch eine interessante Geschichte von meinem Bruder erzählen: Er hat nämlich beobachtet, wie sich unsere Mutti immer mit guter Gesichtscreme das Gesicht gecremt hat und deshalb immer sehr schön aussah. Nun wollte mein Brüderchen natürlich auch schön aussehen wie die Mutti. Als sie einmal fortging, nahm er eine Büchse und rieb sich die Creme ins Gesicht, aber nicht nur so wenig, wie die Mutti es immer tat, sondern er nahm recht viel, um besonders schön auszusehen. Leider schaute er nicht in den Spiegel und merkte gar nicht, was er da machte. Als die Mutti nun wieder nach Hause kam und die Tür öffnete, bekam sie einen großen Schreck. Da sah sie die Bescherung - das Brüderchen hatte sich fast die ganze Creme aus der Dose ins Gesicht geschmiert.

„Aber Junge, wie siehst du denn bloß aus, das ist ja schrecklich!“

„Nein, nicht schrecklich“, sagte der kleine Mann, „jetzt sehe ich genauso schön aus wie du.“ Die Mutti nahm meinen kleinen Bruder an die Hand und ging mit ihm einfach zum Spiegel und zeigte ihm dort, wie er aussah. Ach, was meint ihr wohl, was der kleine Junge jetzt tat? Der fing ganz schrecklich an zu schreien, denn er hatte nicht die Gesichtscreme genommen, sondern schwarze Schuhcreme, ganz, ganz schwarze Schuhcreme. Denkt euch nur, wie der aussah, man hätte meinen können, er wäre ein Afrikanerkind. Ganz rabenschwarz sah er aus, nur die Augen waren noch weiß. Er brüllte wie am Spieß, er hatte dabei einen solchen Schreck bekommen, dass er später nie wieder eine Dose mit Creme nahm.

Ja, wenn wir in einen Spiegel schauen, dann können wir manchmal große Überraschungen erleben. Das Wort Gottes ist auch wie ein Spiegel, es ist ein ganz besonderer Spiegel. In diesem Spiegel können wir nämlich sehen, ob unser Herz schneeweiß ist oder ganz schwarz. Wenn unser Herz etwas schmutzig geworden ist, dann will es der Herr Jesus wieder ganz reinwaschen.

Deshalb wollen wir beten: Herr Jesus, wir danken dir für dein heiliges Wort, weil wir dadurch wissen, ob unser Herz rein ist oder ob du es wieder reinigen musst. Darum lesen wir fleißig in diesem Wort und wollen es nicht vergessen. Amen.


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