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Vorwort

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»Wo Wandern ein Abenteuer ist …« Im vorliegenden Buch »Vergessene Berge« stellen Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, drei Autorinnen und vier Autoren 19 Gebirge in den Alpen vor, die fast alle nicht vor unserer Haustür liegen. Von den Bayerischen und Lechtaler Alpen ausgehend reichen sie über das Gesäuse im Osten bis zu den Seealpen ganz im Südwesten des 1200 Kilometer langen Alpenbogens. Alle sind sie irgendwie »vergessen«, nämlich von deutscher Seite aus abgelegen, übergangen und vernachlässigt, und finden in der alpinen Wanderliteratur im Allgemeinen wenig Beachtung. Insider hingegen wissen schon seit geraumer Zeit, welche herrlichen Wanderungen man in diesen wilden, urtümlichen Gebirgen abseits touristischer Hotspots unternehmen kann und wie sehr sie sich von den gewohnten Unternehmungen unterscheiden. Sicher sind auch dort, je nach Lage und Saison, mal mehr – meist einheimische – oder weniger Wanderer unterwegs. Aber im Allgemeinen geht es eher ruhig zu, und das ganze Drumherum ist auch ein anderes: Statt breit ausgebauter Wege mit umfangreicher Seilbahninfrastruktur gibt es vorwiegend schmale Bergpfade und wenig oder keine Aufstiegshilfen; man schläft nicht in hotelähnlichen Unterkunftshütten, sondern in einfacheren Berggasthäusern und Talunterkünften oder Biwakhüttchen; anstelle von Halligalli wie in Ischgl & Co. finden traditionelle, tief berührende Almfeste statt. Die Zeit scheint hier ein wenig stehen geblieben. Durch die weitere Anfahrt – gern mit öffentlichen Verkehrsmitteln – handelt es sich in den seltensten Fällen um Tages- oder Wochenendtouren, und so ergibt sich ein gutes Verhältnis zwischen der Anreisezeit und der Zeit am Berg. Und warum nicht nach einer Woche im Adamello in die Tessiner Alpen wechseln und den Bergurlaub dort fortsetzen? Wer mehrwöchige Bergauszeiten schon einmal erlebt hat, weiß um ihren Erholungswert. Man muss ja auch nicht jeden Tag am Berg unterwegs sein, sondern legt Ruhetage ein, spürt in den Tallagen interessante Ecken und Winkel auf und geht auf kulturelle Wanderschaft. Jedes der hier vorgestellten vergessenen Gebirge hat seine ureigene Charakteristik und bietet alles andere als Einheitsbrei. Es erwartet Sie eine entsprechend interessante Lektüre: Nach einer Kurzvorstellung des jeweiligen Gebirges folgen Wandervorschläge unterschiedlicher Dauer, ferner Infos zu Anreise und Aufenthalt unter Aspekten der Nachhaltigkeit. So sind auch Dorfläden, Käsereien sowie spezielle bzw. preisgünstige Unterkünfte und lokale Initiativen aufgeführt. Sanfter Tourismus wie hier vorgeschlagen gibt manchen von der Bevölkerung weitgehend verlassenen Gegenden eine Überlebenschance und stärkt die lokale und regionale Wirtschaft. Alle Touren wurden von den Autorinnen und Autoren abgegangen und sorgfältig dokumentiert; Veränderungen im Gelände sind aber jederzeit möglich. Das Autorenteam verspricht Ihnen einmalige Wanderabenteuer und tiefe Eindrücke, von denen Sie lange zehren werden. Und Vorsicht – es entwickelt sich schnell ein gewisser Suchtfaktor!

Viel Freude in den »Vergessenen Bergen« wünschen

Gotlind Blechschmidt, Eugen E. Hüsler, Susanne Posegga, Michael Pröttel, Maria und Wolfgang Rosenwirth und Martin Sinzinger

Vergessene Berge

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