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Zu meiner Person4

Rainer Gerhard Thomas, geboren am 13. August 1942 (also Löwe) in Oppach, einem Dorf mit 3500 Seelen in der Oberlausitz. 1,72 m groß und zurzeit 72 kg schwer. Graublaue Augen; Brillenträger seit der ABF-Zeit. Gen-Gruppe: mütterliche Seite – H36a, väterliche Seite – I1. 99,7 % europäischer Herkunft, davon 43,9 % aus Nordeuropa und 34,3 aus Osteuropa.5 Die nordeuropäische Komponente stammt sicherlich aus der Zeit des 30-jährigen Krieges, als schwedische Truppen marodierend durch Deutschland zogen und durch Vergewaltigungen der Frauen untrüglich ihre GenSpuren hinterließen. Vom Hörensagen stammen Vorfahren der Thomas-Familie aus dem Raum Lemberg (Lwiw) in der Ukraine.

Es gibt einige weiße Flecken in der Familiengeschichte. Meine Eltern haben nur sehr selten darüber gesprochen. Mein Interesse daran hat sich erst nach dem Tod meiner Eltern, also recht spät, entwickelt. Ich konnte praktisch niemand mehr direkt fragen. Es gibt auch nur wenige Dokumente. Von meiner Tante Elfriede (der älteren Schwester meines Vaters) habe ich einen unvollständigen Familienstammbaum erhalten.

Zaghafte Recherchen zur Klärung verliefen dann immer recht schnell im Sand. Vom Erzählen her gab es im Familienstammbaum eine Line „von Rausendorf“. Mein Ur-Ur-Großvater mütterlicherseits hieß Johann Ehrenfried Rausendorf (auch Raussendorf oder Raussendorff) und seine Tochter Johanna Louise Rausendorf (17. März 1842–24. Oktober 1896). Das Einzige, was ich weiter erfahren konnte, ist, dass ein Richard von Rausendorf etwa um 1860 nach Amerika ausgewandert ist. Für die Überfahrt soll er den Adelstitel der Familie verkauft haben. In der Nähe von Milwaukee hat er dem Sagen nach eine gut gehende Landmaschinenfabrik gegründet und soll auch bis in die 20er-Jahre auf der Leipziger Messe ausgestellt haben.

Ob eine Beziehung zu dem urkundlich erwähnten Heinrich von Raussendorf, Vater der Brüder Friedrich und Sigmund von Raussendorf, besteht, ist unklar und sicherlich unwahrscheinlich. Heinrich wurde am Ende des 14. Jahrhunderts (1392) vom böhmischen König Wenzel IV mit den Dörfern Spremberg, Friedersdorf, Taubenheim und Sohland, sowie Petrikau bei Breslau belehnt (Wikipedia: Friedrich von Raussendorf).

Ein Nachforschen sollte eigentlich interessante Aspekte offenlegen, da möglicherweise den Spuren bis ins 14. Jahrhundert nachgegangen werden kann. Aber möglicherweise gibt es auch schwarze Flecken: Klaus von Raussendorff (geb. 1936), ein deutscher Diplomat der DDR und Spion der DDR-Staatssicherheit, sowie ein hoher Nazi-Offizier aus Leipzig.

4 Viele Informationen stammen aus den Unterlagen meines Vaters, der umfangreiches Material für eine Ortschronik zusammengetragen, aber diese nicht vollendet hat. Zahlreiche Daten entstammen der Quellensammlung von Uwe Hornig (1998): „Oppach im Spiegel naturkundlicher Literatur – eine Quellensammlung.“

5 Nach dem Ancestry Composition Report 23andMe.

Ein Leben für die Einschlussforschung – ein Freiberger Mineraloge erzählt

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