Читать книгу Irland Reiseführer Michael Müller Verlag - Ralph Raymond Braun - Страница 6
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Erlebnis Kultur
Zahlreiche Denkmäler aus christlichen wie vorgeschichtlichen Epochen machen Irland zu einer ungeahnt reichen Kulturlandschaft. Die Insel punktet mit prächtigen Landsitzen, bedeutenden Museen, rätselhaften Megalithanlagen, mit gutem Bier und dem Pub als sozialem Ereignis. Einfach die Neugier stillen und Spaß nicht vergessen.
Oft an ganz unerwarteten Orten trifft der Besucher auf Public Art: spontane Graffitis, aufwendige Wandbilder, Sarah Dalys gläserne „Schlange im Paradies“ (Bild oben) im Garten von Dublin Castle oder die steinerne Hommage auf Irlands Schafe in der Einöde von County Mayo.
Schlösser und Burgen
Dublin Castle: Von den Normannen bis ins 20. Jh. residierten hier die englischen Herrscher über Irland. Die repräsentativen State Apartments kommen weiterhin bei Staatsempfängen zu Ehren, sind im Rahmen von Führungen aber auch für gewöhnliche Menschen zugänglich.
Malahide Castle: Natürlich geistert zwischen all den Stilmöbeln in Irlands am längsten bewohnten Schloss auch ein Gespenst umher. Der Garten und ein großzügiger Schlosspark begeistern die Liebhaber exotischer Pflanzen.
Castletown House: Eine prächtige Lindenallee bildet den würdigen Auftakt zu Irlands größtem Landsitz, dessen steinreicher Bauherr von Italien träumte. Die Inneneinrichtung überließ er seiner Frau, die über 20 Jahre lang ihre ganze Energie der Ausstattung des Palastes widmete.
King John’s Castle: Mit Filmen, Computeranimationen und geheimnisvollen Schubladen wird die kriegerische Geschichte von Limericks Burg lebendig. Die Festung ist gut erhalten und von den Türmen gibt es einen schönen Blick auf die Stadt.
Hillsborough Castle: Das nordirische Landschloss Ihrer Majestät der Queen wurde nach dem Karfreitagsabkommen für Besucher geöffnet. Im Eintritt inbegriffen ist der Zugang zu den Gärten und zum Park, in dessen See, so berichten es die Gärtner, sich außer Ihrer Majestät Schwänen auch Otter tummeln.
Kirchen, Klöster, Gräber
Glendalough: Versteckt in den Wicklow-Bergen bietet die Klosterstadt des heiligen Kevin die ideale Kombination von Naturerlebnis und Schnitzeljagd durch geschichtsträchtige Ruinen.
Newgrange: Der mit verzierten Steinen eingefasste Grabhügel ist älter als Stonehenge und die Pyramiden. Nur zur Wintersonnenwende dringt ein Lichtstrahl bis in innerste Kammer. Zusammen mit den Nachbargräbern Knowth und Dowth gehört Newgrange zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Rock of Cashel: Ein mächtiger Felsen als mythischer Königssitz von Munster und Zentrum des frühen irischen Christentums. Mächtige Mauern umschließen einen Rundturm, die verfallene Kathedrale, eine romanische Kapelle und einen Friedhof mit uralten Hochkreuzen.
Museen und Galerien
Book of Kells im Trinity College: Mit seinen stattlichen Gebäuden, kopfsteingepflasterten Höfen und den Sportflächen ist der Campus von Irlands angesehenster Hochschule eine ruhige Oase im Dubliner Trubel. Im Bibliotheksgebäude schützt eine Panzerglasvitrine das vor 1200 Jahren von fleißigen Mönchen geschriebene und herrlich illuminierte Evangeliar. Die begleitende Ausstellung mit tollen Abbildungen erzählt die Geschichte und Entstehung des Buchs und stellt uns noch weitere Meisterwerke der Buchkunst des keltischen Frühmittelalters vor.
National Gallery: Eine beeindruckende Sammlung von 2500 Gemälden und 10.000 weiteren Kunstwerken in Dublin. Jede große Schule der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zur klassischen Moderne ist vertreten, und natürlich besitzt die Galerie auch eine renommierte Kollektion irischer Gemälde. Highlights sind etwa Bilder von Vermeer, Caravaggio, Picasso, van Gogh und Monet.
Titanic Experience: Die zum 100. Jubiläum der ersten und letzten Fahrt des Unglücksschiffs eröffnete Titanic-Ausstellung auf dem früheren Werftgelände in Belfast ist ein „Must-see“ und die am häufigsten besuchte Attraktion der Stadt. In der Nachbarschaft warten das riesige Trockendock der Titanic und zwei Museumsschiffe auf Besucher.
National Museum of Country Life: Irlands einziges Nationalmuseum außerhalb der Hauptstadt, nämlich im County Mayo, konfrontiert das romantische Bild der „guten alten Zeit“ mit der harten Realität ländlichen Lebens.
Bier und Whiskey
Guinness Storehouse: Das auf sieben Etagen in einem umgebauten Gärhaus eingerichtete Firmenmuseum der Guinness-Brauerei ist die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit in Dublin. Erzählt wird die Fabrikgeschichte, anschaulich erläutert wird der Brauprozess. Den Rundgang krönt der Besuch der Gravity Bar mit tollem Stadtpanorama.
Whiskey-Brennereien: Vielerorts auf der Grünen Insel laden kleine, handwerklich arbeitende Brennereien zur Besichtigung und Verkostung. Meine persönlichen Favoriten sind Pearse Lyons in Dublin und Locke’s Distillery in Kilbeggan.