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I.3. Déjà vu: Die Erworbene-Immunschwäche-Krankheit AIDS als zeitgenössischer Vertreter der „Syphilis”

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Die Geschichte der „Syphilis” umfasst vier wesentliche Merkmale.

1. Vorgeblich eine terminale tödliche Erkrankung. Das grelle Licht aufs eigene Ende schafft Drama und Fügsamkeit.

2. Vorgeblich eine sexuell übertragbare Krankheit. Die Feststellung sexueller Übertragung ist delikat. Sie schafft Intimität und erlaubt quasi die Ingriffnahme des Patienten am sensiblen Genitale.

3. Willkürliche Diagnose. Die zahllosen Symptome, die der „Syphilis” zugerechnet wurden, derentwegen sie der Große Maskierer genannt wurde, ließen gerade deshalb eine stichhaltige Diagnose „Syphilis” nicht zu. Auch die vielgepriesene serologische Wassermann-Probe lieferte ungezählte falsche Positive, darunter Patienten mit Schlafkrankheit, Scharlach, Masern, Lungenentzündung, Lungentuberkulose, Lepra, Leukämie (Shelton 1962). Die diagnostischen Schwierigkeiten erklären Hachs (2013) eigenartige Bemerkung, dass die Syphilis „zu Beginn [im 16. Jahrhundert] einen gänzlich anderen Krankheitsverlauf [zeigte] als heute”.

4. Aggressive Behandlung der „Syphilitiker” mit degenerativ-toxischen Chemikalien.

Offensichtlich sind diese vier Merkmale sehr nützlich für die lebenslange Rekrutierung von Patienten, denn sie finden sich detailgetreu reproduziert bei der in regelmäßigen Kampagnen beschworenen und von Stars und Politikern öffentlich gefeierten Erworbenen Immunschwäche Krankheit (AIDS).

AIDS sei sexuell übertragbar und tödlich: AIDS würde durch sexuelle Übertragung des Human Immunodeficiency Virus (HIV) aus den ursprünglichen Risikogruppen in die allgemeine Bevölkerung hinein explodieren. Aber entgegen den Prognosen blieb in den Industriestaaten AIDS innerhalb der ursprünglichen Risikogruppen, als da sind: promiske homosexuelle Männer, intravenös Drogenabhängige und als dritte Gruppe die Hämophilie-Patienten (Bluter). Ehefrauen von HIV-positiven Blutern bleiben zu 99,9% HIV-negativ – ein klares Indiz wider die Behauptung der sexuellen Übertragung (siehe Duesberg 1996).

Die Diagnose „AIDS“ ist notorisch unzuverlässig: Das HI-Virus selbst wurde noch nie isoliert, und einige Wissenschaftler behaupten, dass es das Virus gar nicht gibt. Prof. Duesberg, führender AIDS-Kritiker, hält am Virus fest, da sich Virus-spezifische Nukleinsäurefragmente nachweisen ließen – durch die Polymerase-Kettenreaktion (pcr). Was aber der gewöhnliche serologische „AIDS-Test” nachweist sind erhöhte Titer verschiedener kreuzreaktiver Antikörper im Blut, die durch gewöhnliche Krankheitserreger erhöht werden können, etwa durch Grippeviren. Dennoch konstituiert ein positives Ergebnis die sogenannte HIV-Krankheit, obwohl die Hersteller der Test Kits die Gewähr für die Authentizität des Resultats strikt verweigern. Auf Grundlage dieser unzuverlässigen Ergebnisse wird von „AIDS” gesprochen, sobald eine Krankheit dazukommt, die einem Katalog von über dreißig seit-langem-bekannten Krankheiten angehört! Duesberg exemplifiziert:

Tuberkulose ohne Antikörper gegen HIV ist gleich Tuberkulose;

Tuberkulose mit Antikörpern gegen HIV ist gleich AIDS.

Dadurch wird per definitionem sichergestellt, dass AIDS nur in Präsenz von HIV-Antikörpern auftritt. Das war einmal wichtig zur Sicherung der HIV-AIDS-Hypothese, als nämlich ungewöhnliche und deshalb ursprünglich AIDS-konstituierende Krankheiten – das Kaposi-Sarkom und die interstitielle Pneumocystis carinii-Lungenentzündung – gehäuft in Patienten aus Risikogruppen beschrieben wurden, auf die der HIV-Antikörper-Test (der AIDS-Test) nicht ansprach.

AIDS hat – wie die „Syphilis” – kein eigenes spezifisches Krankheitsbild. Zu den dreißig bekannten AIDS-definierenden Krankheiten gehören paradoxerweise auch Krankheiten, die nichts mit Immunschwäche zu tun haben: Mager-Krankheit, Kaposi-Sarkom, Demenz und Lymphom (Krebs). Duesberg mahnt:

„Es gibt keine Paradoxa – es gibt nur falsche Hypothesen.”

Die Diskriminierung eines im wesentlichen gesunden Menschen als „HIV-Kranken” – nur, weil der „AIDS-Test” auf sein Blut anspricht, hat den Vorteil, ihn ohne Verzug mit „antiretroviralen” Chemikalien traktieren zu dürfen. Einige dieser Mittel hemmen die Replikation chromosomaler DNS. Die Hemmung geschieht durch den Einbau eines synthetischen DNS-Bausteins, der die Anbindung weiterer DNS-Bausteine unmöglich macht. Damit wird die Bildung neuer Viren beeinträchtigt – aber auch die Bildung neuer körpereigener Zellen, und zwar – entgegen der Versicherung ihrer Hersteller – völlig unterschiedslos. Die Inhibition erstreckt sich auf die stark proliferierenden Immunzellen und führt bei höherer Dosierung unverzüglich zur Immunschwäche – also zu dem, was vorgeblich bekämpft wird. Die Nebenwirkungen der DNS-inhibitorischen Antivirala, so schreiben die Hersteller in ihren Beipackzetteln, können ununterscheidbar sein von den Wirkungen des HI-Virus!

Ein weiteres Problem mit den DNS-Faden-Abbrechern (Ketten-Terminatoren) beruht auf ihrer Verabreichung als Prodroge, die, um wirksam zu werden, eine dreifache Phosphorylierung des verabreichten Nukleosids zum Nukleotid-triphosphat (vgl. ATP in Abb. III-9) durch die lebende Zelle erfordert; tatsächlich geschieht das aber nur völlig unzureichend. Deshalb kann diese Gruppe von Medikamenten die ihr zugeschriebene Spezifität gar nicht entfalten!

Ein anderer Teil der „AIDS-Heilmittel” hemmt HIV-spezifische Proteasen ‒ doch leider auch wirtseigene Proteasen, und verursacht deshalb üble Stoffwechselentgleisungen und Lebertoxizität. Alle Mittel haben sehr erhebliche unspezifische Toxizität. Duesberg (1996) lamentiert:

Wer braucht Krankheit bei Medizin wie dieser.

Duesberg behauptet mit vielen guten Gründen, dass AIDS eine Folge der Polytoxikomanie ist – von vieljährigem Konsum legaler und illegaler Drogen: Tabak, Alkohol, Nitrit-Inhalantien (Poppers), Lösungsmittel, Aufputschmittel, Kokain, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Betäubungsmittel, Heroin, Kortikosteroide, Antibiotika, Chemotherapeutika, Antivirala und anderer wirksamer Chemikalien. Das HI-Virus ist nach Duesberg ein nicht-pathogenes Passagiervirus, da es bei den AIDS-definierenden Erkrankungen vorliegen kann ‒ oder auch nicht.

In Afrika sterben die sogenannten AIDS-Patienten an keinerlei neuen Krankheiten, sondern an den gleichen durch Armut, Krieg und Mangelernährung bedingten Krankheiten wie seit jeher. Chemotherapeutika helfen da nicht, selbst wenn moralisierende Propagandisten vom Schlag des Popsängers Bono das glauben machen wollen.

Bei Bluterpatienten führen die herstellungsbedingt denaturierten Blutprotein-Verunreinigungen in den therapeutischen Konzentraten von Gerinnungsfaktor VIII zur Immunschwäche. Mit steigender Qualität der Präparate steigt die Lebenserwartung der Patienten entsprechend (Duesberg 1996; Duesberg et al. 2003).

Naturphilosophie der Ernährung

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