Читать книгу Dann stirb doch selber - Dagmar Isabell Schmidbauer - Страница 12

10. Szene Klara

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Entlang der Donau verläuft ein wunderschöner Radweg, und meine Pension lag nicht weit davon weg. Mit weit ausholenden Bewegungen nahm ich Tempo auf und ließ mich auf meinen Inlinern dahingleiten. Es war gut, alles hinter sich zu lassen. Am Gürtel hing mein Handy für Notfälle und eine Flasche mit Powerdrink. Während ich so dahinfuhr und mir lauter glückliche Menschen begegneten, dachte ich über den Verkehrsunfall nach. Es wollte mir einfach nicht in den Kopf, warum Harry Kaufmann nicht ausgewichen war.

Auf einer Bank machte ich Halt, atmete tief durch und rief Christina an. Sie war nach meiner Scheidung das Einzige, was mir geblieben war. Einundzwanzig Jahre alt und genauso aufreibend wie mein Beruf. Ich versuchte erst gar nicht, nach dem Studium, den Topfpflanzen oder dem Zustand meines Wohnzimmerteppichs zu fragen. Aber ich wünschte mir, sie hätte ein bisschen mehr Ordnungssinn. Christina sagte, es ginge ihr gut, und warum ich mir nur immer soviel Sorgen um sie machen würde, schließlich hätte sie doch so viele Freunde, die sich um sie kümmerten!

Im Grunde waren genau diese Freunde mein größtes Problem.

Dann stirb doch selber

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