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Der übersehene Virusinfekt

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Meine Klientin hatte sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr wohlgefühlt und wusste, dass sie sich untersuchen lassen sollte. Da sie eine gute Krankenversicherung hatte, suchte sie ihren Arzt auf, der sofort ein allgemeines Blutbild veranlasste. Es umfasste die typischen Werte und war nicht besonders umfangreich. Nach einem kurzen Blick darauf erklärte ihr Arzt, ihre Schilddrüsenwerte und auch alle anderen Ergebnisse seien in Ordnung, sie solle einfach versuchen, sich mehr auszuruhen. Diese Diagnose war sehr frustrierend, schließlich wusste sie ganz genau, dass irgendetwas nicht in Ordnung war.

Ich konnte sie davon überzeugen, ein breiteres und funktionelles Blutbild machen zu lassen. Einer Intuition folgend veranlasste ich auch eine Untersuchung auf TPO-Antikörper. Die Ergebnisse zeigten, dass ihre Schilddrüsenwerte zwar noch innerhalb des Normbereichs lagen, doch von einer gut funktionierenden Schilddrüse konnte keine Rede sein, schließlich lagen alle Werte im unteren Grenzbereich. Zusätzlich ließen sich TPO-Antikörper nachweisen. Mit anderen Worten, sie hatte eine Hashimoto Thyreoiditis. Auch der Marker für die Aufnahme von T3 war extrem niedrig, was mich zu der Frage veranlasste, ob sie die Pille einnahm. „Ja, natürlich“, sagte sie, „mein Arzt hat sie mir wegen meiner PMS-Beschwerden verschrieben." Wir unterhielten uns darüber, wie der Östrogen-Überschuss die Schilddrüsenfunktion unterdrücken und sogar zur Ausprägung ihrer Autoimmunerkrankung beitragen kann. So interessant diese Ergebnisse auch waren, erstaunlich war etwas ganz anderes:

Trotz offensichtlicher Symptome hatte ihr Arzt nicht erkannt, dass sie eine schwere chronische Virusinfektion hatte. Die Werte für Albumin, ein Entzündungsmarker im Körper, lagen in einem bedrohlich niedrigen Bereich.

Im Hinblick auf eine Ernährungstherapie hatte ihre Schilddrüse tatsächlich die geringste Priorität. Zuerst mussten die Virusinfektion und das Immunsystem durch eine Ernährungsumstellung behandelt werden. Außerdem setzte sie die Pille ab und ernährte sich fortan glutenfrei. Obwohl eine Hashimoto Thyreoiditis nicht von alleine ausheilt, sind bei meiner Klientin keine TPO-Antikörper mehr nachweisbar und ihre Schilddrüsenwerte haben sich gebessert. Es gibt auch keinerlei Anzeichen mehr für eine Virusinfektion.

Ich freue mich sagen zu können, dass es ihr dank der Kurse, die ich bei Kharrazian besucht habe, viel besser geht, und sie ihren Aufgaben wesentlich besser nachkommen kann.

Nora Gedgaudes (CNS, CNT), Northwest Neurofeedback Inc., Portland, Oregon

Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln

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