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Verwalter des Geheimnisses

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Nach der Schrift ist ein Apostel ein Gesandter. Er ist ein Botschafter, ein Bote, der eine bestimmte Botschaft auszurichten hat. Dabei muss er selber lebendiges Zeugnis für seine Botschaft sein. Aus dieser Botschaft heraus kann der Heilige Geist dann eine geistliche Gemeinschaft entstehen lassen. Beachten Sie folgende Stellen:

… und er bestimmte zwölf, die er Apostel nannte. Sie sollten ständig bei ihm sein, und er wollte sie aussenden, damit sie seine Botschaft verkündeten (Mk 3,14 NGÜ).

Denn Christus hat mich nicht beauftragt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden (1 Kor 1,17 NGÜ).

Und die Botschaft kann nur verkündet werden, wenn jemand den Auftrag dazu bekommen hat. Genau das ist ja auch geschehen, denn es heißt in der Schrift: Was für eine Freude ist es, die kommen zu sehen, die eine gute Nachricht bringen! (Röm. 10,15 NGÜ).5

Als Gesandte waren die Arbeiter im ersten Jahrhundert Reisende. Sie waren Pioniere und Forschungsreisende und meistens auf Achse.6 Mehr als das waren sie auch Verwalter. Diese Verwalterschaft drehte sich darum, Gottes Geheimnis den Gläubigen verständlich zu machen (1 Kor 4,1 ff.). Das „Geheimnis“, wie Paulus es nannte, ist die überwältigende Offenbarung von Gottes ewigem Ratschluss in Christus, die im Herzen eines jeden brennt, der wirklich gesandt wurde.7

Eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeiter war es, dem Volk des Herrn diese Offenbarung oder Vision zu vermitteln. In Sprüche 29,18 heißt es: „Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet.“ Ohne eine gemeinsame Schau des Herrn und seiner ewigen Ziele wird Gottes Volk zersetzt, gerät in Verwirrung und zerfällt. Ohne die innere „Sicht“ Jesu Christi verzagt es, wird demotiviert, verliert das Ziel aus den Augen und wird uneins.

Eine gemeinsame Vision von Christus und Gottes ewigem Ratschluss in seinem Sohn hat tragende Kraft, schafft Einheit und ist die einzige Grundlage, auf der sich eine Gemeinde errichten lässt.

Zu den vorrangigen Aufgaben des christlichen Mitarbeiters gehörte deshalb die Verkündigung der unerforschlichen und unaussprechlichen Reichtümer Christi (Eph 3,8). Die Arbeiter des ersten Jahrhunderts verfügten über eine einzigartige Offenbarung von Jesus Christus und von dem Geheimnis des ewigen Ratschlusses Gottes in ihm. Sie verstanden es auch, das Volk Gottes mit ihrer Darstellung dieses Ratschlusses zu fesseln. Dies war ein besonderes Kennzeichen der paulinischen Gemeindegründung. Beachten Sie folgende Stellen:

Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat (Eph 3,8-9 LU84).

… auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen … (Eph 6,19).

Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessentwillen ich auch gefesselt bin (Kol 4,3; vgl. Röm 16,25; 1 Kor 2,7; Eph 1,9; Kol 1,26; 2,2).

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