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5.1.1 Primäre Prävention

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Bei der primären Prävention geht es um grundlegende, ereignisunabhängige Wissensvermittlung, die von der Gefährdungsbeurteilung und Vorwegnahme möglicher Belastungssituationen am Arbeitsplatz über Unterweisungen und die Implementierung von Personalfürsorgekonzepten allgemein bis hin zu spezifischen Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zur Vorbereitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf potenziell traumatisierende Situationen reicht. Kernelemente sind:

Aus- und Fortbildung von Peers, also von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Organisation, die sich für die kollegiale Unterstützung qualifizieren. Sie stehen bei belastenden Ereignissen oder anhaltender Überbelastung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Etablierung eines hilfreichen Netzwerks, das vom Peer-Support-System innerhalb der Einrichtung über Angebote innerhalb einer Gesamtorganisation bis hin zu hilfreichen externen Strukturen (Beispiel siehe unten) reicht.

Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen für alle Mitarbeitende, zur Erhöhung der Akzeptanz des Peer-Support-Systems (bzw. Kenntnis desselben) und zur Psychoedukation zum Umgang mit Belastungen. Wie bei anderen Fortbildungsthemen auch, sollten solche Schulungen regelmäßig angeboten werden, damit das Wissen auch in schwierigen Momenten, durch den repetitiven Charakter der Schulungen, automatisiert verfügbar ist.

Beratung und Support von Führungskräften. Neben dem Wissen über und der notwendigen Akzeptanz von Maßnahmen für die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, geht es um eine Entlastung der Führungskräfte selbst und um die Entwicklung von nachhaltigen Handlungsoptionen.

DIVI Jahrbuch 2021/2022

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