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Eine Idylle in der Schweiz

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Meine Frau und ich kommen gerade aus der Serengeti zurück. Wir haben Bilder im Kopf, die wir niemals vergessen. Wir riechen sie noch, wir genießen es, alleine mit den Tieren und der Landschaft zu sein. Ein Bild des Friedens prägte sich in unsere Köpfe ein. Über was wir immer wieder sprechen, ist die Angst der Menschen, die sie vor diesen wilden Tieren haben. Sicherlich töten Löwen, Leoparden und Geparden andere Mitbewohner der Steppe. Aber der Grund liegt auf der Hand, auch sie müssen fressen. Sie töten nicht aus Lust und Tollerei wie wir Menschen. Wir atmen den morgendlichen Frieden ein und beobachten, wie viele Tierarten zusammen auf diesem Fleckchen Erde leben. Ein Traum, aber was hat dieser Traum mit der Schweiz zu tun?

Wir sind bei Monika eingeladen. Sie wohnt in der herrlichen Schweiz. Als wir uns dem eingezäunten Grundstück nähern, werden wir von zwei Schweinen und Pferden begrüßt. Eines der Pferde streckt seinen Kopf über den Zaun und wiehert. Wir treten ein. Eine ganze Menagerie von Tieren betrachtet uns. Hunde, Katzen, Pferde, Ponys, Schweine und ein Fuchs. Sie leben friedlich beieinander. Monika darf nicht fehlen. Herzlich werden wir von ihr begrüßt. Einige der Mitgeschöpfe sind bei ihr gestrandet und haben das große Los gezogen. Die Bindung, die sie zu den Tierpersönlichkeiten aufbaut, ist phänomenal. Das Zusammenleben erinnert mich an die Serengeti. Man spürt den Frieden. Auch die Pferde dürfen Monika in ihrem Haus besuchen. Eines von ihnen hat gelernt, die Tür zu öffnen und Monika beim Futterzubereiten über die Schulter zu gucken. Zur Essenszeit kommen auch die Schweine ins Haus. Sie fordern ihr Futter ein, aber bevor es etwas zu fressen gibt, muss Eber Ferdinand »Sitz« machen wie ein Hund. Der Schäferhund-Mix Teddy sitzt neben Schwein Ferdinand. Beide schauen Monika artig an und betteln mit ihren Blicken um Futter.

Sind die Bäuche voll, zieht sich Ferdinand zurück, um ein Nickerchen zu machen. Was ist dabei besser geeignet als Monikas Schlafstube. Ein Sprung ins Bett und die Beine strecken, was gibt es Schöneres? Wenn Monika sich dazulegt, liegen beide im Bett und genießen den Abend. Eine Stunde später vielleicht schleichen sich zwei wilde Füchse ins Haus. Monika hat extra für die beiden eine Öffnung in die Tür gesägt. Wie selbstverständlich erwarten sie ihr Futter. Alle sind sie vereint. Ein Ort des Friedens und der Toleranz. Wir können viel von Monika lernen. Vielleicht ist ihre wichtigste Botschaft: Habe Respekt vor unseren Mitgeschöpfen, auch sie haben ein Recht, auf diesem Planeten zu leben.

Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier

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