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Im Konferenzraum der Tiere

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Immanuel beendet das Thema Beziehung und Bindung. Sein Resümee ist kurz und knapp: »Wir haben gesehen, dass Tiere ebenso Bindungen untereinander als auch zu Menschen eingehen können. Diese Bindungen werden von Gefühlen begleitet. Das Hormon Oxytocin wirkt im tierischen Körper ähnlich wie bei uns Menschen.«

Jetzt meldet sich Schwein Edeltraut zu Wort: »Warum glaubt ihr Menschen, dass ihr etwas Besonderes seid im Vergleich zu uns Tieren? Auch ihr seid Kinder der Evolution und müsst euch an die Bedingungen des Lebens anpassen. Jede Tierart sucht sich ihre Nische, in der sie überleben kann. Einige von uns haben den Luftraum erobert, wieder andere das Meer, die Seen und Flüsse. Und bei euch hat sich ein sehr leistungsfähiges Gehirn herausgebildet. Das ist toll, aber nichts Besonderes.

Deine Vorfahren hatten ein kleineres Gehirn und einen etwas anderen Körperbau, so wie früher Hirsche ein größeres Geweih hatten. Wir alle auf diesem Planeten verändern uns, weil es nichts Konstantes im Leben gibt. Ich glaube, das ist ein Naturgesetz – so wie die Erde um die Sonne kreist und der Mond um die Erde. Wir sind eingebunden in diesen Lebensstrom, ohne uns könnt ihr nicht überleben und wir nicht ohne euch. Auch die Menschen können etwas von den Tieren lernen. Und schaut uns doch genauer an: Wir alle haben Beine und Arme oder umgestaltete Gliedmaßen, ihr tragt Kleider, wir haben ein Fell, Federn oder eine glatte Haut, aber das sind doch nur geringe Unterschiede. Wo sind eure Wurzeln zu finden?«

Die geheimnisvolle Nähe von Mensch und Tier

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