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IV.3. „Man muß die Menschheit lieben“ – Die literarische Konstitution von Menschenwürde im Lenz (1835/39)

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In der Philosophie Immanuel KantsKant, Immanuel ist die AutonomieAutonomie des reflektiert handelnden Vernunftwesens der Grund seiner Würde, das, was es zur Person macht.1 Auch bei SchillerSchiller, Friedrich ist der Begriff der Würde eng verbunden mit der Vorstellung eines von Naturnotwendigkeiten und -trieben nicht determiniertenDetermination freien WillensWille, freier Wille. BüchnersBüchner, Georg LenzLenz, Jakob Michael Reinhold kann als literarische Auseinandersetzung mit solchen aufklärerisch-idealistischen Menschenwürdedefinitionen gelesen werden. Der Text problematisiert diese Begründungsmuster; entsprechend dienen sie Büchner auch nicht als letztgültige Bewertungsrahmen für seine Figur. Vielmehr relativiert der Text die Vorstellung von der Autonomie des IndividuumsIndividuum als Grund seiner Würde deutlich. Gleichzeitig wird die Würde der Figur Lenz durch genuin literarische Mittel konstituiert. Büchners Text zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie das Einklagen von EmpathieEmpathie ästhetisch funktioniert.

Literarische Dimensionen der Menschenwürde

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