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6. MÄRZ
ОглавлениеGerne geben
Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2. KORINTHER 9, 7
Der Umgang mit Geld und allen anderen Gütern, die wir besitzen, spiegelt unsere Einstellung zum Leben, und damit letztlich auch unsere Gottesbeziehung, wider. Jesus sagte deutlich, dass wir nicht Gott und dem Mammon, also dem Geld, gleichzeitig dienen können (Matthäus 6, 24; Lukas 16, 13).
Wer frei sein will, um Gott zu dienen, muss sich von den Ansprüchen der Mächte und Gewalten frei machen. Der aramäische Begriff Mammon bedeutet einfach „Habe“ oder „Vermögen“. Jesus betont, dass sich hinter dem materiellen Besitz eine Macht verbirgt. Geld ist eine Macht, die uns ganz beherrschen kann.
Ein Blick in die Gesellschaft zeigt, dass diese Einschätzung zutrifft. Das Jagen nach Geld und Reichtum treibt die Menschen um. Oft wird der Wert eines Menschen danach bemessen, wie viel er besitzt. Wer viel hat, wird bewundert und beneidet. Wer nichts oder wenig hat, versucht, so viel zu bekommen wie möglich. Jesus warnt ganz deutlich: Ihr könnt nur einen Herrn in eurem Herzen anbeten, nur einem in eurem Leben dienen. Gott oder Geld? – Das sind hier die Alternativen.
Geben ist deshalb eine geistliche Übung. Wenn wir abgeben von dem, was wir haben und zu brauchen meinen, drücken wir unser Vertrauen aus, dass Gott uns auch in Zukunft versorgen wird. Abgeben von unserem Besitz bedeutet Abgeben von unserer vermeintlichen Sicherheit. Deshalb tut es so weh. Deshalb ist es auch so heilsam. Geben ist ein Ausdruck des Vertrauens auf Gott.
Denn letztlich ist alles, was wir haben, von Gott anvertraut. Es ist ein Geschenk, an dem wir uns erfreuen und mit dem wir wiederum andere beschenken können. Wenn wir abgeben von dem, was wir sind und haben, folgen wir dem nach, der sich selbst gegeben hat, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.
„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!“ Unser Geben soll von Herzen geschehen, voller Dankbarkeit und in dem Vertrauen, dass Gott auch in Zukunft für uns sorgen wird.