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9. MÄRZ
ОглавлениеDas Wunder der Verwandlung
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde hineinfällt und dort stirbt, dann bleibt es für sich allein. Wenn es aber sein eigenes Leben in den Tod gibt, dann bringt es sehr viel Frucht hervor.
JOHANNES 12, 24
Mitten im Alltag sind Wunder verborgen. Unter der Oberfläche des Bekannten und Natürlichen hat Gott Botschaften versteckt, die für uns alle von Bedeutung sind. Jesus weist seine Jünger auf diese Wahrheiten hin, die der Schöpfer in die Schöpfung hineingewebt hat.
Jesus nimmt ein Weizenkorn in die Hand. Klein und unscheinbar ist es. Ein einziger Windstoß kann es fortblasen. Für sich genommen ist es unbedeutend. Und doch trägt es ein großes Potenzial in sich. Aus diesem einen Weizenkorn können zehn, zwanzig oder mehr Körner hervorkommen und aus denen wiederum viele weitere Körner. So kann in wenigen Schritten aus einem einzigen Korn eine übergroße Ernte erwachsen.
Doch wie kann das geschehen? Nur dadurch, dass das Weizenkorn sich selbst aufgibt. Dass es sich in der Erde auflöst. Diese Selbsthingabe ermöglicht neues Leben. Das ist die Lehre aus dem Gleichnis vom Weizenkorn.
Dass Jesus hier über sich selbst spricht, ist klar. Sein Sterben am Kreuz ist die Saat, die der Welt neues Leben schenkt. Weil er sein Leben hingab, können wir leben bis in Ewigkeit. Er selbst ist das Weizenkorn, das zum Brot für die Welt wird.
Das ist die Botschaft, die im Weizenkorn verborgen ist: Die Botschaft vom Kreuz und von der Auferstehung. Noch genauer: Von Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Sein Sterben ist die Tür zum ewigen Leben.
Und doch birgt das Weizenkorn noch eine weitere Wahrheit für unser eigenes Leben in sich. Die Botschaft ist deutlich: Wer Jesus folgt und wie er sein Leben nicht festhält, wer seine Rechte aufgibt und bereit ist, zu dienen, statt sich dienen zu lassen, der erlebt dasselbe Wunder der Verwandlung. Aus einem freiwilligen Opfer schafft Gott Segen für viele. Das ist die Verheißung, die auch auf unserem Leben liegt.