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Die Brandopfer

3Mo 1

1 PS Der HERR rief Mose von dem Zelt Gottes aus zu sich und sprach zu ihm: 2 PS »Gib den Israeliten folgende Anweisungen: ›Will jemand von euch dem HERRN ein Opfer bringen, soll er dafür Tiere aus seiner Schaf- und Rinderherde auswählen.

3 PS Will er ein Rind als Brandopfer bringen, soll er einen fehlerlosen Stier zum Eingang des Zeltes Gottes bringen, damit er vom HERRN angenommen wird. 4 PS Er lege dem Opfertier seine Hand auf den Kopf, damit der HERR es als Wiedergutmachung für ihn annimmt und ihm seine Schuld vergibt. 5 PS Dann soll er das Rind vor dem HERRN schlachten, und die männlichen Nachkommen Aarons, die Priester, sollen das Blut des Tieres darbringen, indem sie es ringsum an den Altar sprengen, der vor dem Eingang des Zeltes Gottes steht. 6 PS Dann soll der Israelit dem Opfertier das Fell abziehen und es in Stücke zerlegen. 7Die Nachkommen ­Aarons, die Priester, sollen auf dem Altar ein Feuer entfachen und Holzscheite darüber schichten. 8 PS Anschließend sollen sie die einzelnen Teile des Tieres – mitsamt dem Kopf und dem Fett – auf den brennenden Holzstoß auf dem Altar legen. 9 PS Die Innereien und die Beine muss der Israelit zuvor mit Wasser abwaschen. Dann soll der Priester alles vollständig auf dem Altar verbrennen. Ein solches Brandopfer gefällt dem HERRN.

10Will der Israelit ein Schaf oder eine Ziege als Brandopfer bringen, muss es ein fehlerloses männliches Tier sein. 11Er soll das Tier auf der Nordseite des Altars vor dem HERRN schlachten. Aarons Nachkommen, die Priester, sollen das Blut des Tieres ringsum an den Altar sprengen. 12Dann soll der Israelit das Tier in Stücke zerlegen und der diensthabende Priester soll sie, mitsamt dem Kopf und dem Fett, auf den brennenden Holzstoß auf dem Altar legen. 13Die Innereien und Beine soll der Israelit zuvor mit Wasser abwaschen. Anschließend soll der Priester alles vollständig auf dem Altar verbrennen. Ein solches Brandopfer gefällt dem HERRN.

14 PS Will jemand dem HERRN einen Vogel als Brandopfer bringen, muss es entweder eine Turteltaube oder eine andere Taube sein. 15 PS Der Priester soll sie zum Altar bringen, ihr den Kopf abtrennen und ihn auf dem Altar verbrennen. Das Blut soll er an der Wand des Altars herunterrinnen lassen. 16Der Priester soll den Kropf und die Federn♦ entfernen und sie auf die Ostseite des Altars zur Asche werfen. 17Daraufhin soll er dem Vogel die Flügel einreißen, ohne sie jedoch ganz abzutrennen, und ihn auf dem brennenden Holzstoß auf dem Altar vollständig verbrennen. Ein solches Brandopfer gefällt dem HERRN.

Die Speiseopfer

3Mo 2

1 PS Wenn jemand dem HERRN ein Speiseopfer bringen will, so soll dieses aus feinem Mehl bestehen. Er soll Öl darübergießen, etwas Weihrauch hinzufügen 2 PS und dieses Opfer zu den Nachkommen Aarons, den Priestern, bringen. Dann soll einer von ihnen eine Handvoll des mit Öl vermischten Mehls und den ganzen Weihrauch nehmen und diesen Teil des Speiseopfers auf dem Altar verbrennen. Ein solches Opfer gefällt dem HERRN. 3 PS Der Rest des Speiseopfers steht Aaron und seinen Nachkommen zu. Er gilt als besonders heilig, denn er ist ein Teil des Opfers, das für den HERRN auf dem Altar verbrannt wurde.

4 PS Wenn jemand etwas im Ofen Gebackenes als Speiseopfer bringen will, muss dies aus feinem Mehl und ohne Sauerteig zubereitet sein: mit Öl getränkte Kuchen oder mit Öl bestrichene Fladen. 5Wenn das Speiseopfer auf einem Backblech gebacken ist, soll es aus feinem Mehl und Öl, aber ohne Sauerteig zubereitet sein. 6Brecht es in Stücke und gießt Öl darüber; dann ist es ein Speiseopfer. 7Wird das Opfer in einer Pfanne zubereitet, sollen ebenfalls feines Mehl und Öl verwendet werden.

8Ihr sollt das Speiseopfer so zubereiten und anschließend dem HERRN darbringen. Gebt es dem Priester, der es dann zum Altar bringt. 9 PS Der Priester soll den für den Altar bestimmten Teil des Speiseopfers nehmen und auf dem Altar verbrennen. Ein solches Opfer gefällt dem HERRN. 10 PS Der Rest des Speiseopfers steht Aaron und seinen Nachkommen zu. Er gilt als besonders heilig, denn er ist ein Teil der Opfer, die für den HERRN auf dem Altar verbrannt werden.

11 PS Verwendet für die Speiseopfer, die ihr dem HERRN darbringt, keinen Sauerteig, denn Sauerteig und Honig dürft ihr nicht als Opfer für den HERRN verbrennen. 12 PS Ihr dürft sie mir zwar mit den ersten Früchten eures Feldes bringen, aber ihr dürft sie nicht als Opfer auf dem Altar verbrennen. 13 PS Würzt alle eure Speiseopfer mit Salz! Vergesst es nie, euren Speiseopfern Salz hinzuzufügen: das Zeichen für die Beständigkeit des Bundes eures Gottes. Salzt alle eure Opfergaben.

14 PS Wenn ihr dem HERRN jedoch ein Speiseopfer von den ersten Früchten eurer Ernte bringen wollt, dann verwendet dazu über dem Feuer geröstete Ähren oder zerstoßene Körner. 15Gießt danach Öl darüber und fügt Weihrauch hinzu, so ist es ein Speiseopfer. 16 PS Der Priester soll den für den Altar bestimmten Teil der zerstoßenen Weizenkörner mitsamt dem Öl und dem ganzen Weihrauch nehmen und als ein Opfer für den HERRN verbrennen.

Die Friedensopfer

3Mo 3

1 PS Wenn jemand ein Friedensopfer aus seinen Rinderherden bringen will, soll er ein fehlerloses männliches oder weibliches Tier in die Gegenwart des HERRN bringen. 2 PS Er soll seine Hand auf den Kopf des Opfertieres legen und es vor dem Eingang des Zeltes Gottes schlachten. Dann sollen Aarons Nachkommen, die Priester, das Blut des Tieres ringsum an die Seiten des Altars sprengen. 3 PS Einen Teil des Friedensopfers soll der Israelit als Opfer für den HERRN auf dem Altar verbrennen: das Fett, das die Innereien bedeckt und an ihnen hängt, 4die beiden Nieren mit dem Fett, das an ihnen und an den Lenden sitzt, und den Leberlappen, er soll bei den Nieren abgetrennt werden. 5 PS Diese Teile sollen die Nachkommen Aarons auf dem Altar auf dem Brandopfer, das über dem brennenden Holzstoß liegt, verbrennen. Ein solches Opfer gefällt dem HERRN.

6 PS Wenn jemand dem HERRN ein Friedensopfer aus seinen Schaf- oder Ziegenherden bringen will, soll er ein fehlerloses weibliches oder männliches Tier wählen. 7Will er ein Schaf darbringen, soll er es vor den HERRN bringen. 8Er soll ihm die Hand auf den Kopf legen und es am Eingang des Zeltes Gottes schlachten. Dann sollen die Nachkommen Aarons das Blut des Schafs ringsum an die Seiten des Altars sprengen. 9Das Fett des Friedensopfers soll als Opfer für den HERRN auf dem Altar verbrannt werden: der Fettschwanz, dicht beim Schwanzwirbel abgetrennt, das Fett, das die Innereien bedeckt und an ihnen hängt, 10die beiden Nieren mit dem Fett, das an ihnen und an den Lenden sitzt, und der Leberlappen, er soll bei den Nieren abgetrennt werden. 11Der Dienst tuende Priester soll alles auf dem Altar verbrennen; ein solches Opfer gefällt dem HERRN.

12Wenn jemand eine Ziege opfern will, soll er sie vor den HERRN bringen. 13 PS Er soll ihr die Hand auf den Kopf legen und sie am Eingang des Zeltes Gottes schlachten. Dann sollen die Nachkommen Aarons das Blut ringsum an die Seiten des Altars sprengen. 14Einen Teil seiner Opfergabe soll der Israelit für den HERRN auf dem Altar verbrennen: nämlich das Fett, das die Innereien bedeckt und an ihnen hängt, 15 PS die beiden Nieren mit dem Fett, das an ihnen und an den Lenden sitzt, und den Leberlappen, er soll bei den Nieren abgetrennt werden. 16Der Dienst tuende Priester soll alles auf dem Altar verbrennen; ein solches Opfer gefällt dem HERRN. Alles Fett gehört dem HERRN.

17 PS Ihr dürft kein Blut oder Fett essen. Diese Anordnung gilt für euch und eure Nachkommen für alle Zeiten, wo ihr auch wohnt.‹«

Die Sündopfer

3Mo 4

1Dann sprach der HERR zu Mose: 2 PS »Richte den Israeliten aus: ›Folgendes ist zu tun, wenn jemand unabsichtlich gegen ein Gebot des HERRN verstößt:

3 PS Wenn der Hohe Priester sündigt und so Schuld auf das ganze Volk lädt, soll er dem HERRN wegen der Sünde, die er begangen hat, einen jungen, fehlerlosen Stier als Sündopfer bringen. 4Er soll den Stier vor den HERRN an den Eingang des Zeltes Gottes bringen, ihm die Hand auf den Kopf legen und ihn dort in der Gegenwart des HERRN schlachten. 5 PS Anschließend soll der Hohe Priester etwas von dem Blut des Tieres nehmen und in das Zelt Gottes bringen. 6Er soll seinen Finger in das Blut tauchen und es siebenmal vor dem HERRN gegen den Vorhang vor dem Allerheiligsten sprengen. 7 PS Dann soll er etwas von dem Blut an die Hörner des Räucheraltars streichen, der in dem Zelt Gottes vor dem HERRN steht. Das restliche Blut des Stiers soll er an den Fuß des Brandopferaltars vor dem Eingang des Zeltes Gottes gießen. 8 PS Danach soll er das ganze Fett des Stiers herausschneiden: das Fett, das die Innereien bedeckt und an ihnen hängt, 9die beiden Nieren mit dem Fett, das an ihnen und an den Lenden sitzt, und den Leberlappen, er soll bei den Nieren abgetrennt werden. 10Dies sind die gleichen Stücke, die einem Stier bei einem Friedensopfer entnommen werden. Dann soll der Priester die Fettstücke auf dem Brandopferaltar verbrennen. 11 PS Den Rest des Tieres jedoch – das Fell, sein Fleisch mitsamt dem Kopf und den Beinen, seine Innereien und sein Mist – 12soll er an einen reinen Ort außerhalb des Lagers bringen; an den Ort, an den man auch die Asche bringt. Hier soll alles auf einem Holzstoß verbrannt werden.

13 PS Hat die ganze Gemeinschaft der Israeliten jedoch unabsichtlich gesündigt und gegen ein Gebot des HERRN verstoßen, wird sie schuldig. 14 PS Sobald sich die Gemeinschaft ihrer Schuld bewusst wird, soll sie einen jungen Stier als Sündopfer vor das Zelt Gottes bringen. 15 PS Die führenden Männer sollen ihre Hände auf den Kopf des Stiers legen und ihn vor dem HERRN schlachten. 16Sodann soll der Hohe Priester etwas von dem Blut des Stiers in das Zelt Gottes bringen, 17 PS seinen Finger in das Blut tauchen und es siebenmal vor dem HERRN gegen den Vorhang vor dem Allerheiligsten sprengen. 18Anschließend soll er etwas von dem Blut an die Hörner des Räucheraltars streichen, der in dem Zelt Gottes vor dem HERRN steht. Das restliche Blut soll er danach am Fuß des Brandopferaltars vor dem Eingang des Zeltes Gottes ausgießen. 19 PS Der Hohe Priester soll das gesamte Fett des Tieres herausschneiden und auf dem Altar verbrennen; 20 PS genauso wie beim Sündopfer für sich selbst. Auf diese Weise wird er Wiedergutmachung für das Volk schaffen und dem Volk wird vergeben werden. 21 PS Den Stier soll man nach draußen vor das Lager bringen und dort verbrennen, wie beim Sündopfer für den Hohen Priester. Dies ist das Sündopfer für die ganze Gemeinschaft der Israeliten.

22 PS Wenn ein Stammesfürst unabsichtlich gegen ein Gebot des HERRN, seines Gottes, verstößt und so schuldig wird, 23soll er – sobald er auf seine Sünde aufmerksam gemacht wird – einen fehlerlosen Ziegenbock als Opfergabe darbringen. 24 PS Er soll seine Hand auf den Kopf des Tieres legen und es an der Stelle schlachten, an der die Brandopfer vor dem HERRN geschlachtet werden. Dann ist es sein Sündopfer. 25 PS Danach soll der Priester mit seinem Finger etwas von dem Blut des Sündopfers an die Hörner des Brandopferaltars streichen und das restliche Blut am Fuß des Brandopferaltars ausgießen. 26 PS Wie beim Friedensopfer soll er anschließend das gesamte Fett des Ziegenbocks auf dem Altar verbrennen. Auf diese Weise wird der Priester Wiedergutmachung für die Sünde des Stammesfürsten schaffen und dem Stammesfürsten wird vergeben werden.

27 PS Wenn jemand aus dem Volk♦ unabsichtlich gegen ein Gebot des HERRN verstößt und so schuldig wird, 28 PS soll er – sobald er auf seine Sünde aufmerksam gemacht wird – eine fehlerlose Ziege als Opfergabe für seine Sünde bringen. 29Er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfertieres legen und es an der Stelle schlachten, an der die Brandopfer geschlachtet werden. 30 PS Sodann soll der Priester mit seinem Finger etwas von dem Blut an die Hörner des Brandopferaltars streichen und den Rest am Fuß des Altars ausgießen. 31 PS Danach soll er – wie bei einem Friedensopfer – das gesamte Fett der Ziege herausschneiden und es auf dem Altar verbrennen. Ein solches Opfer gefällt dem HERRN. Auf diese Weise wird der Priester Wiedergutmachung für diese Person schaffen und ihr wird vergeben werden.

32 PS Wenn jemand ein Schaf als Sündopfer darbringt, muss es ein fehlerloses weibliches Tier sein. 33Er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfertieres legen und es dort schlachten, wo die Brandopfer geschlachtet werden. 34Dann soll der Priester mit seinem Finger etwas von dem Blut an die Hörner des Brandopferaltars streichen und das restliche Blut am Fuß des Altars ausgießen. 35 PS Danach soll er – wie bei einem Friedensopfer – das ganze Fett des Tieres herausschneiden und es über den Opfern, die für den HERRN auf dem Altar dargebracht werden, verbrennen. Auf diese Weise wird der Priester Wiedergutmachung für diese Person schaffen und ihr wird vergeben werden.

Sünden, die ein Sündopfer erforderlich machen

3Mo 5

1 PS Wenn jemand sündigt, indem er den öffentlichen Aufruf zur Zeugenaussage hört und keine Aussage macht, obwohl er die Tat gesehen oder davon gehört hat, dann lädt er Schuld auf sich.

2 PS Oder wenn jemand – ohne es zu bemerken – etwas Unreines berührt, beispielsweise den Kadaver eines unreinen wilden Tieres, eines unreinen Haustieres oder eines unreinen Kriechtieres, so ist er doch unrein und lädt Schuld auf sich.

3Oder wenn jemand – ohne es zu bemerken – einen unreinen Menschen berührt oder einen Gegenstand, der durch die Berührung eines unreinen Menschen unrein geworden ist, es aber später merkt, dann lädt er Schuld auf sich.

4 PS Oder wenn jemand – ohne sich im Klaren darüber zu sein – leichtfertig schwört etwas Gutes oder Böses zu tun, und es später erkennt, so lädt er Schuld auf sich.

5 PS Hat sich nun jemand auf die eine oder andere Art schuldig gemacht, soll er seine Schuld bekennen 6 PS und dem HERRN als Wiedergutmachung seiner Sünde ein weibliches Schaf oder eine Ziege als Sündopfer bringen. Und der Priester wird Wiedergutmachung seiner Sünde für ihn schaffen.

7 PS Wer sich kein Schaf oder keine Ziege leisten kann, soll dem HERRN zwei junge Turteltauben oder zwei andere junge Tauben als Wiedergutmachung seiner Sünde bringen; eine für das Sündopfer, die andere für das Brandopfer. 8 PS Er soll sie zum Priester bringen, der die eine Taube als Sündopfer darbringen soll. Der Priester soll dem Tier das Genick brechen, ohne jedoch den Kopf ganz abzutrennen. 9 PS Danach soll er etwas von dem Blut der Taube an die Seiten des Altars sprengen, das restliche Blut aber soll er am Fuß des Altars ausdrücken. Das ist ein Sündopfer. 10 PS Die andere Taube soll der Priester als Brandopfer gemäß den Gesetzen darbringen. Auf diese Weise wird der Priester Wiedergutmachung für die Schuld dieses Menschen schaffen und ihm wird vergeben werden.

11 PS Wer sich keine zwei Turteltauben oder zwei andere junge Tauben leisten kann, soll einen Krug♦ feines Mehl als Opfergabe für seine Sünde bringen. Da es jedoch ein Sündopfer ist, darf das Mehl nicht mit Öl vermischt und nicht mit Weihrauch bestreut werden. 12Er soll das Mehl zum Priester bringen, der eine Handvoll davon als für den Altar bestimmten Teil nehmen soll. Dieses Mehl soll der Priester dann über den Opfern, die für den HERRN auf dem Altar dargebracht werden, verbrennen. Dann ist es ein Sündopfer. 13So schafft der Priester Wiedergutmachung für einen Menschen, der durch eines dieser Dinge schuldig geworden ist, und ihm wird vergeben werden. Wie beim Speiseopfer steht das restliche Mehl dem Priester zu.‹«

Die Schuldopfer

14Dann sprach der HERR zu Mose: 15 PS »Wenn jemand unabsichtlich etwas veruntreut, das dem HERRN geweiht ist, soll er dem HERRN einen fehlerlosen Widder aus seiner Herde als Schuldopfer bringen. Das Tier muss mindestens zwei Schekel des Heiligtums♦ wert sein. 16 PS Dann soll er die geweihten Dinge, die er veruntreut hat, zuzüglich 20 Prozent ersetzen und dem Priester übergeben. Der Priester wird ihm durch den als Schuldopfer dargebrachten Widder Wiedergutmachung schaffen und ihm wird vergeben werden.

17 PS Wenn jemand sündigt, indem er unabsichtlich gegen eines der Gebote des HERRN verstößt, wird er schuldig und soll die Verantwortung dafür tragen. 18Er soll dem Priester einen fehlerlosen Widder aus seiner Herde als Schuldopfer bringen. Das Tier muss den festgesetzten Wert haben. Auf diese Weise soll der Priester Wiedergutmachung für den Schuldigen schaffen, der unbeabsichtigt gesündigt hat, und ihm wird vergeben werden. 19Es ist ein Schuldopfer, denn er wurde an dem HERRN schuldig.«

20Und der HERR sprach zu Mose: 21 PS »Wenn jemand gegen den HERRN sündigt und ihm die Treue bricht, indem er einen Gegenstand, den ein anderer ihm anvertraut oder ausgeliehen hat, als sein Eigentum ausgibt oder ihm etwas stiehlt oder ihn erpresst, 22 PS oder wenn jemand einen verlorenen Gegenstand findet, dies aber abstreitet oder deswegen sogar einen Meineid leistet, 23wenn also jemand eine dieser Sünden begangen hat und dadurch schuldig geworden ist, soll er das Gestohlene, Erpresste oder ihm Anvertraute oder das Verlorene, welches er fand und für sich behielt, 24 PS oder das, was er durch das Ablegen eines Meineids unrechtmäßig erhielt, zurückgeben. Am Tag seines Schuldopfers soll er der Person, der Schaden zugefügt wurde, in voller Höhe Ersatz leisten zuzüglich 20 Prozent des Werts. 25Danach soll er dem Priester einen fehlerlosen Widder im festgesetzten Wert als Schuldopfer bringen. 26Dann wird der Priester für ihn Wiedergutmachung vor dem HERRN schaffen und ihm wird seine Schuld vergeben werden.«

Weitere Anweisungen für das Brandopfer

3Mo 6

1Dann sprach der HERR zu Mose: 2 PS »Gib Aaron und seinen Nachkommen folgende Anweisungen in Bezug auf das Brandopfer: ›Das Brandopfer soll die ganze Nacht bis zum Morgen auf dem Altar liegen bleiben und das Feuer auf dem Altar soll stets brennen. 3 PS Am Morgen soll der Dienst tuende Priester sein leinenes Gewand sowie seine leinenen Beinkleider anziehen und die Asche des Brandopfers wegräumen und neben den Altar schütten. 4Dann soll er seine Kleider wechseln und die Asche vor das Lager an einen reinen Ort bringen. 5 PS Währenddessen soll das Feuer auf dem Altar weiterbrennen; es darf niemals ausgehen. Jeden Morgen soll der Priester frisches Holz auf das Feuer legen. Darauf soll er das tägliche Brandopfer legen und die Fettstücke der Friedensopfer verbrennen. 6Das Feuer auf dem Altar muss ständig brennen; es darf niemals ausgehen.

Weitere Anweisungen für das Speiseopfer

7 PS Die folgenden Anweisungen betreffen das Speiseopfer. Dieses Opfer sollen die Nachkommen Aarons in der Gegenwart des HERRN auf dem Altar darbringen. 8 PS Der Dienst tuende Priester soll eine Handvoll des feinen, mit Öl vermischten Mehls und allen Weihrauch, der darüber gestreut wurde, nehmen und es dann auf dem Altar verbrennen; dieses Opfer wird dem HERRN gefallen. 9 PS Das restliche Mehl dürfen Aaron und seine Nachkommen essen. Es darf jedoch nicht mit Sauerteig gebacken werden und soll an einem heiligen Ort im Vorhof des Zeltes Gottes verzehrt werden. 10 PS Dieses Mehl darf niemals mit Sauerteig gebacken werden. Es ist der Anteil der Priester, den ich ihnen von den Opfern, die für mich auf dem Altar verbrannt werden, zugewiesen habe. Wie das Sündopfer und das Schuldopfer ist es besonders heilig. 11 PS Alle männlichen Nachkommen Aarons dürfen von dem Speiseopfer essen, denn es ist der ihnen für alle Zeiten zustehende Anteil an den Opfern, die für den HERRN auf dem Altar verbrannt werden. Wer diese Speise berührt, wird heilig.‹«

Das Verfahren für das Einsetzungsopfer

12Und der HERR sprach zu Mose: 13»An dem Tag, an dem Aaron und seine Söhne gesalbt werden, sollen sie dem HERRN ein Speiseopfer, bestehend aus einem Krug♦ feinen Mehls, darbringen. Die eine Hälfte soll am Morgen und die andere am Abend geopfert werden. 14 PS Das Mehl soll auf einem Backblech mit Öl vermischt und danach gebacken werden. Die Fladen sollen in Stücke gebrochen und dem HERRN dargebracht werden. Dieses Opfer wird dem HERRN gefallen. 15 PS Auch künftige Hohe Priester sollen dieses Opfer am Tag ihrer Priesterweihe herrichten und es vollständig auf dem Altar verbrennen. Diese Anordnung gilt für immer. 16Sämtliche Speiseopfer der Priester sollen vollständig verbrannt werden und niemand darf davon essen.«

Weitere Anweisungen für das Sündopfer

17Weiter sprach der HERR zu Mose: 18 PS »Gib Aaron und seinen Nachkommen folgende Anweisungen bezüglich des Sündopfers: ›Das Sündopfer soll man in der Gegenwart des HERRN an der Stelle schlachten, an der auch die Brandopfer geschlachtet werden. Das Sündopfer ist besonders heilig. 19Der Priester, der das Opfer darbringt, soll den ihm zustehenden Teil an einem heiligen Ort im Vorhof des Zeltes Gottes essen. 20 PS Jeder, der das Opferfleisch berührt, wird geheiligt. Falls etwas vom Blut des Opfers auf ein Kleidungsstück spritzt, muss man es an einem heiligen Ort auswaschen. 21 PS Wurde das Opferfleisch in einem Tongefäß gekocht, muss das Gefäß danach zerbrochen werden. Wurde es aber in einem bronzenen Gefäß gekocht, so soll dieses gründlich gesäubert und mit Wasser ausgespült werden. 22 PS Nur die männlichen Angehörigen einer Priesterfamilie dürfen von diesem Opfer essen, denn es ist besonders heilig. 23 PS Wurde von einem Sündopfer ein Teil des Blutes jedoch in das Zelt Gottes gebracht, um im Heiligtum Wiedergutmachung zu schaffen, darf nichts vom Fleisch des Tieres gegessen werden; man soll es vielmehr vollständig verbrennen.

Weitere Anweisungen für das Schuldopfer

3Mo 7

1 PS Die folgenden Anweisungen betreffen das Schuldopfer, das besonders heilig ist. 2 PS Das Schuldopfer soll man an der Stelle schlachten, an der auch die Brandopfer geschlachtet werden. Der Dienst tuende Priester soll das Blut des Opfertieres ringsum an die Seiten des Altars sprengen. 3 PS Dann soll er das ganze Fett darbringen: den Fettschwanz, das Fett, das die Innereien umgibt, 4die beiden Nieren mit dem Fett, das an ihnen und an den Lenden sitzt, und den Leberlappen, der bei den Nieren abgetrennt werden soll. 5Diese Teile soll der Priester danach als Opfer auf dem Altar verbrennen; es ist ein Schuldopfer. 6 PS Alle männlichen Angehörigen der Priesterfamilie dürfen von dem Fleisch essen. Sie sollen es an einem heiligen Ort essen, denn es ist besonders heilig.

7 PS Für das Fleisch von Sünd- und Schuldopfern gilt das Gleiche: Es gehört dem Priester, der die Wiedergutmachungszeremonie vollzogen hat. 8Dem Priester, der für jemanden ein Brandopfer darbringt, gehört auch das Fell des Opfertieres. 9 PS Ebenso gehört jedes Speiseopfer, das im Ofen gebacken oder in einer Pfanne oder auf einem Backblech zubereitet wurde, dem Priester, der es darbringt. 10Alle anderen Speiseopfer, sei es mit Öl vermischtes oder trockenes Mehl, sollen unter allen Nachkommen Aarons aufgeteilt werden.

Weitere Anweisungen für das Friedensopfer

11 PS Folgende Anweisungen betreffen das Friedensopfer, das dem HERRN dargebracht wird. 12 PS Wenn jemand ein Friedensopfer als Dankopfer darbringt, soll er zum Tieropfer außerdem noch ungesäuerte, mit Öl vermischte Kuchen sowie ungesäuerte, mit Öl bestrichene Fladen und mit Öl vermischtes Mehl darbringen; 13 PS darüber hinaus soll dem Dankopfer noch gesäuertes Brot beigegeben werden. 14Von jeder Brotsorte soll dem HERRN ein Stück als Gabe gebracht werden. Das Brot soll danach dem Priester gehören, der das Blut des Opfertieres an den Altar gesprengt hat. 15 PS Das Fleisch muss noch am selben Tag, an dem es dargebracht wird, verzehrt werden und darf nicht bis zum nächsten Morgen aufbewahrt werden.

16 PS Wenn jemand jedoch aufgrund eines Gelübdes oder freiwillig ein Opfer darbringt, soll das Fleisch am selben Tag gegessen werden; was davon übrig bleibt, darf aber auch noch am folgenden Tag verzehrt werden. 17 PS Sind am dritten Tag noch Fleischreste übrig, müssen sie allerdings verbrannt werden. 18Wenn jemand noch am dritten Tag vom Fleisch des Friedensopfers isst, wird das Opfer vom HERRN nicht angenommen. Es hat keinerlei Wert mehr für den, der das Opfer dargebracht hat. Denn dann ist das Fleisch unrein und wer davon isst, muss die Folgen seiner Sünde tragen.

19 PS Fleisch, das mit irgendetwas Unreinem in Berührung kommt, darf nicht verzehrt werden; es muss verbrannt werden. Das Opferfleisch darf nur von Menschen gegessen werden, die rein sind. 20 PS Wenn jemand unrein ist und dennoch vom Fleisch eines Friedensopfers isst, das dem HERRN dargebracht wurde, soll er aus dem Volk ausgestoßen und getötet werden. 21 PS Wenn jemand etwas Unreines berührt – sei es einen unreinen Menschen, ein unreines Tier oder sonst irgendetwas Unreines – und dann Fleisch von einem Friedensopfer für den HERRN isst, soll er aus dem Volk ausgestoßen und getötet werden.‹«

Das Verbot, Blut und Fett zu verzehren

22Dann sprach der HERR zu Mose: 23»Gib den Israeliten folgende Anweisungen: ›Ihr sollt kein Fett von Rindern, Schafen oder Ziegen essen. 24 PS Das Fett eines tot aufgefundenen oder von einem wilden Tier gerissenen Tieres dürft ihr niemals essen; ihr dürft es aber zu sonstigen Zwecken verwenden. 25Wer Fett von einem Opfertier isst, von dem Teile als Opfer für den HERRN auf dem Altar verbrannt wurden, muss aus dem Volk ausgestoßen und getötet werden. 26 PS Ihr dürft das Blut eines Vogels genauso wenig essen wie das Blut irgendeines anderen Tieres, wo ihr auch lebt. 27Wer Blut isst, soll aus dem Volk ausgestoßen und getötet werden.‹«

Ein Anteil für die Priester

28Dann sprach der HERR zu Mose: 29 PS »Gib den Israeliten folgende Anweisungen: ›Wenn jemand dem HERRN ein Friedensopfer darbringt, soll er ihm einen Teil davon als besondere Opfergabe bringen. 30 PS Mit eigenen Händen soll er das Fett, das als Opfer für den HERRN auf dem Altar verbrannt wird, zusammen mit dem Bruststück darbringen. Das Bruststück soll er als Weihegabe in einer symbolischen Opferhandlung vor dem HERRN hin und her schwingen. 31 PS Dann soll der Priester das Fett auf dem Altar verbrennen, das Brustfleisch jedoch steht Aaron und seinen Nachkommen zu. 32 PS Auch die rechte Keule eures Friedensopfers sollt ihr den Priestern als heilige Abgabe überlassen. 33Demjenigen von den Nachkommen Aarons, der das Blut und das Fett des Friedensopfers dargebracht hat, soll die rechte Keule als sein Anteil am Opfertier gehören. 34 PS Denn ich habe die Brust und die rechte Keule als Weihegaben von den Friedensopfern der Israeliten angenommen und gebe sie dem Priester Aaron und seinen Nachkommen. Dieser Anteil steht ihnen von den Israeliten für alle Zeiten zu. 35Vom Zeitpunkt ihrer Priesterweihe an steht Aaron und seinen Nachkommen dieser Anteil aus den Opfern, die für den HERRN auf dem Altar verbrannt werden, zu. 36 PS Der HERR hat befohlen, dass die Israeliten den Priestern diesen Anteil vom Zeitpunkt ihrer Salbung an zukommen lassen sollen. Diese Vorschrift gilt für alle kommenden Generationen.‹«

37Dies sind die Anweisungen für das Brandopfer, das Speiseopfer, das Sündopfer, das Schuldopfer, das Einsetzungsopfer und das Friedensopfer. 38 PS Der HERR gab Mose diese Gesetze in der Wüste auf dem Berg Sinai, als er die Israeliten anwies dem HERRN ihre Opfer zu bringen.

Die Priesterweihe

3Mo 8

1Der HERR sprach zu Mose: 2 PS »Nimm Aaron zusammen mit seinen Söhnen sowie ihre heiligen Gewänder, das Salböl, den jungen Stier für das Sündopfer, die beiden Widder und den Korb mit den ungesäuerten Broten 3und lass alle Israeliten am Eingang des Zeltes Gottes zusammenkommen.«

4Mose führte aus, was der HERR ihm befohlen hatte. Als das ganze Volk sich am Eingang des Zeltes Gottes versammelt hatte, 5verkündete Mose ihnen: »Was ich jetzt tun werde, hat mir der HERR befohlen!« 6 PS Dann ließ er Aaron und seine Söhne zu sich kommen und wusch sie mit Wasser. 7Er bekleidete ­Aaron mit dem Untergewand und band ihm den Gürtel um. Danach zog Mose ihm das Obergewand und den Priesterschurz an und befestigte diesen mit dem Gürtel. 8 PS Anschließend befestigte er die Brusttasche am Priesterschurz und legte die Lose Urim und Tummin♦ hinein. 9 PS Danach setzte Mose Aaron den Turban auf, an dessen Vorderseite er das goldene Stirnblatt befestigte, genauso, wie der HERR es ihm befohlen hatte.

10 PS Dann nahm Mose das Salböl und salbte das Zelt Gottes und alles, was darin war, und weihte es auf diese Weise. 11 PS Er sprengte etwas von dem Öl siebenmal auf den Altar und salbte ihn mit all seinen Geräten, ebenso das Wasserbecken und sein Untergestell, und weihte alles auf diese Weise. 12 PS Dann goss er ­Aaron etwas von dem Salböl auf den Kopf und salbte ihn, um ihn zu weihen. 13 PS Als Nächstes ließ er Aarons Söhne zu sich kommen, zog ihnen ihre Untergewänder an, band ihnen die Gürtel um und setzte ihnen die Turbane auf, genauso, wie der HERR es ihm befohlen hatte.

14 PS Dann ließ er den jungen Stier für das Sündopfer holen und Aaron und seine Söhne legten dem Opfertier ihre Hände auf den Kopf. 15 PS Mose schlachtete den Stier und strich etwas von dem Blut an die vier Hörner des Altars. Den Rest goss er am Fuß des Altars aus. Auf diese Weise weihte er den Altar und reinigte ihn von aller Sünde♦. 16Dann nahm Mose das gesamte Fett, das die Innereien umgibt, den Leberlappen sowie die beiden Nieren und ihr Fett und verbrannte es auf dem Altar. 17 PS Der Rest des Tieres, einschließlich seines Fells, seines Fleisches und des Mists, wurde außerhalb des Lagers verbrannt, genauso, wie der HERR es Mose befohlen hatte.

18 PS Dann ließ Mose den Widder zum Brandopfer herbringen und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Tieres. 19Mose schlachtete den Widder und sprengte sein Blut ringsum an die Seiten des Altars. 20-21Danach zerlegte er den Widder. Nachdem er die Innereien und die Beine mit Wasser abgewaschen hatte, verbrannte Mose das ganze Tier – den Kopf, die Fleischstücke und das Fett – auf dem Altar, wie der HERR es ihm befohlen hatte. Das war ein Brandopfer, das dem HERRN gefiel.

22 PS Danach ließ Mose den zweiten Widder, den Widder für das Einsetzungsopfer, herbringen. Aaron und seine Söhne legten dem Tier die Hände auf den Kopf. 23 PS Mose schlachtete es und strich etwas von dem Blut an Aarons rechtes Ohrläppchen, an den Daumen seiner rechten Hand sowie an die große Zehe seines rechten Fußes. 24Als Nächstes ließ er Aarons Söhne zu sich kommen und strich etwas von dem Blut an ihr rechtes Ohrläppchen, an den Daumen ihrer rechten Hand und an die große Zehe ihres rechten Fußes. Das restliche Blut sprengte er ringsum an die Seiten des Altars.

25 PS Dann nahm er das Fett des Tieres, und zwar das Fett vom Schwanz, das Fett, das die Innereien umgibt, den Leberlappen und die beiden Nieren mit dem Fett daran sowie die rechte Keule. 26 PS Aus dem Brotkorb, der vor dem HERRN stand, holte er einen Laib ungesäuerten Brotes, einen mit Öl zubereiteten Kuchen und ein Fladenbrot und legte sie auf die Fettstücke und die rechte Keule. 27 PS Danach gab er alles Aaron und seinen Söhnen, welche die einzelnen Teile vor dem HERRN als Weihegabe in einer symbolischen Opferhandlung hin und her schwangen. 28 PS Dann nahm Mose ihnen wieder alle Opfergaben aus den Händen und verbrannte sie über dem Brandopfer auf dem Altar. Das war ein Einsetzungsopfer, das dem HERRN gefiel. 29 PS Anschließend nahm Mose das Bruststück und schwang es als Weihegabe in der Gegenwart des HERRN in einer symbolischen Opferhandlung hin und her. Dies war Moses Anteil an dem Widder des Einsetzungsopfers, genauso, wie der HERR es ihm befohlen hatte.

30 PS Als Nächstes nahm Mose etwas von dem Salböl und etwas von dem Blut auf dem Altar und besprengte damit Aaron und seine Gewänder sowie seine Söhne und ihre Gewänder. Auf diese Weise weihte er Aaron und seine Gewänder sowie seine Söhne und ihre Gewänder.

31 PS Dann forderte Mose Aaron und seine Söhne auf: »Kocht das Fleisch am Eingang des Zeltes Gottes und esst es dort zusammen mit dem Brot, das sich im Korb für das Einsetzungsopfer befindet, so wie der HERR es mir für euch befohlen hat. 32 PS Was vom Fleisch oder Brot übrig bleibt, sollt ihr verbrennen. 33 PS Sieben Tage lang sollt ihr den Eingang des Zeltes Gottes nicht verlassen, denn so lange soll eure Priesterweihe dauern. 34 PS Was heute getan wurde, hat der HERR angeordnet, um eure Schuld von euch zu nehmen. 35 PS Ihr sollt sieben Tage lang Tag und Nacht am Eingang des Zeltes Gottes bleiben und die Anweisungen des HERRN befolgen, sonst müsst ihr sterben. Denn das hat der HERR mir aufgetragen.« 36Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR ihnen durch Mose befohlen hatte.

Die Priester beginnen mit ihrer Arbeit

3Mo 9

1Am achten Tag rief Mose Aaron und seine Söhne und die führenden Männer Israels zusammen. 2Er gab Aaron den Auftrag: »Hol ein junges, fehlerloses Kalb für ein Sündopfer und einen fehlerlosen Widder für ein Brandopfer und bring sie vor den HERRN. 3 PS Befiehl dann den Israeliten: ›Bringt einen Ziegenbock für ein Sündopfer sowie ein einjähriges Kalb und ein einjähriges Schaf für ein Brandopfer herbei. Es müssen fehlerlose Tiere sein! 4 PS Bringt außerdem einen Stier und einen Widder, um sie als Friedensopfer vor dem HERRN zu opfern, und mit Öl vermischtes Mehl als Speiseopfer. Denn der HERR will euch heute erscheinen.‹«

5Da brachten sie alle diese Dinge vor das Zelt Gottes, wie Mose es befohlen hatte, und die ganze Gemeinschaft versammelte sich und stand vor dem HERRN. 6 PS Mose sagte zu ihnen: »Wenn ihr diese Anweisungen des HERRN befolgt, wird euch die Herrlichkeit des HERRN erscheinen.«

7 PS Dann sagte er zu Aaron: »Tritt an den Altar und bring dein Sündopfer und dein Brandopfer dar, damit deine Sünden und die des Volkes vergeben werden. Bring danach die Opfergaben der Israeliten dar, um Wiedergutmachung für sie zu schaffen, so wie der HERR es befohlen hat.«

8Also trat Aaron an den Altar und schlachtete das Kalb als Sündopfer für sich selbst. 9 PS Seine Söhne reichten ihm das Blut und er tauchte seinen Finger hinein und strich etwas davon an die Hörner des Altars. Den Rest des Blutes goss er am Fuß des Altars aus. 10Anschließend verbrannte er das Fett, die Nieren und den Leberlappen des Sündopfers auf dem Altar, so wie der HERR es Mose befohlen hatte. 11Das Fleisch und das Fell jedoch verbrannte er außerhalb des Lagers.

12Als Nächstes schlachtete Aaron den Widder für das Brandopfer. Seine Söhne reichten ihm das Blut, das er ringsum an den Altar sprengte. 13Sie reichten ihm das zerlegte Tier einschließlich des Kopfes und er verbrannte es auf dem Altar. 14Dann wusch er die inneren Organe und die Beine und verbrannte sie über dem Brandopfer auf dem Altar.

15 PS Danach brachte Aaron die Opfergaben des Volkes dar. Er schlachtete den Ziegenbock und brachte ihn als Sündopfer für das Volk dar, so wie er es zuvor für sich selbst getan hatte. 16 PS Dann brachte er das Brandopfer auf die vorgeschriebene Art und Weise dar. 17 PS Auch das Speiseopfer brachte er dar: Er nahm eine Handvoll von dem Mehl und verbrannte es auf dem Altar, zusätzlich zu dem täglichen Speiseopfer, das zusammen mit dem Brandopfer am Morgen dargebracht wird.

18 PS Danach schlachtete Aaron den Stier und den Widder für das Friedensopfer des Volkes. Seine Söhne reichten ihm das Blut und er sprengte es ringsum an den Altar. 19 PS Dann nahm er die Fettstücke der beiden Tiere – den Fettschwanz und das Fett, das die Innereien umgibt, sowie die Nieren und den Leberlappen. 20Er legte die Fettstücke auf die Bruststücke der Tiere und verbrannte sie auf dem ­Altar. 21 PS Dann schwang Aaron die Bruststücke und die rechte Keule als eine Weihegabe vor dem HERRN in einer symbolischen Opferhandlung hin und her, so wie Mose es befohlen hatte.

22 PS Am Ende erhob Aaron seine Hände und segnete das Volk. Nachdem er das Sündopfer, das Brandopfer und das Friedensopfer dargebracht hatte, stieg er vom Altar herab. 23 PS Dann begaben sich Mose und Aaron in das Zelt Gottes, und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk erneut. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk: 24 PS Feuer ging von ihm aus und verzehrte das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar. Als die Israeliten das sahen, jubelten sie vor Freude und warfen sich zu Boden.

Die Sünde Nadabs und Abihus

3Mo 10

1 PS Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen jedoch ihre Räucherpfannen, legten glühende Kohlen hinein und streuten Weihrauch darüber. Sie verbrannten so ein eigenmächtiges Räucheropfer für den HERRN, das er ihnen nicht befohlen hatte. 2 PS Da ging Feuer vom HERRN aus und tötete die beiden Männer.

3 PS Mose sagte zu Aaron: »Jetzt geschieht, was der HERR angekündigt hat: ›An denen, die mir nahe sind, werde ich mich als heilig erweisen. Vor dem ganzen Volk werde ich meine Herrlichkeit zeigen.‹«

Aaron aber schwieg.

4 PS Dann rief Mose Mischaël und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiël, zu sich. Er beauftragte sie: »Kommt und holt die toten Körper eurer Verwandten aus dem Heiligtum und bringt sie vors Lager.« 5Da kamen sie und trugen die Leichen in ihren Untergewändern vor das Lager, wie Mose ihnen befohlen hatte.

6 PS Dann sagte Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: »Lasst euer Haar nicht als Zeichen eurer Trauer♦ offen und ungekämmt hängen♦ und zerreißt nicht eure Kleider. Ihr müsst sonst sterben und der Zorn des HERRN wird über das ganze Volk der Israeliten kommen. Alle anderen Israeliten, eure Landsleute, dürfen jedoch um Nadab und Abihu trauern, die der HERR durch das Feuer getötet hat. 7 PS Ihr aber dürft den Eingang des Zeltes Gottes nicht verlassen, sonst werdet ihr sterben, denn ihr wurdet mit dem Salböl des HERRN geweiht.« Da handelten sie so, wie Mose es ihnen aufgetragen hatte.

Anweisungen für die Priester

8Dann sprach der HERR zu Aaron: 9 PS »Die folgende Vorschrift gilt für dich und deine Nachkommen für alle Zeiten. Wenn ihr sie nicht einhaltet, müsst ihr sterben: Ihr dürft weder Wein noch andere alkoholische Getränke trinken, bevor ihr das Zelt Gottes betretet, 10 PS damit ihr unterscheiden könnt zwischen dem Heiligen und dem Gewöhnlichen, zwischen dem Reinen und dem Unreinen. 11 PS So könnt ihr die Israeliten alle Vorschriften lehren, die der HERR ihnen durch Mose gegeben hat.«

12 PS Dann sagte Mose zu Aaron und seinen beiden ihm verbliebenen Söhnen Eleasar und Itamar: »Nehmt, was von dem Speiseopfer übrig ist, nachdem der vorgeschriebene Teil als Opfer für den HERRN auf dem Altar verbrannt wurde. Esst es neben dem Altar in Form von Broten, die ohne Sauerteig zubereitet werden, denn es ist besonders heilig. 13Ihr sollt es an einem heiligen Ort verzehren, denn es ist der Anteil an den Opfern, die für den HERRN auf dem Altar verbrannt wurden. Dieser Anteil steht euch und euren Nachkommen zu – so wurde es mir befohlen. 14 PS Das Bruststück und die Keule, die euch von den Friedensopfern der Israeliten zustehen, dürft ihr zusammen mit euren Töchtern und Söhnen an einem reinen Ort verzehren. 15 PS Die Keule und das Bruststück soll man mit den Fettstücken, die als Opfer auf dem Altar verbrannt werden, vor dem HERRN in einer symbolischen Opferhandlung hin und her schwingen. Danach gehören sie euch und euren Nachkommen, wie der HERR es befohlen hat. Diese Vorschrift gilt für alle Zeiten.«

16 PS Als Mose sich nach dem Ziegenbock des Sündopfers erkundigte, stellte sich heraus, dass er verbrannt worden war. Mose wurde sehr zornig auf Eleasar und Itamar, die beiden übrig gebliebenen Söhne Aarons. 17 PS »Warum habt ihr das Sündopfer nicht im Heiligtum verzehrt?«, stellte er sie zur Rede. »Es ist besonders heilig! Der HERR hat es euch gegeben, damit ihr die Gemeinschaft von ihrer Schuld befreit und vor dem HERRN Wiedergutmachung für sie schafft. 18 PS Da das Blut des Tieres nicht ins Heiligtum gebracht wurde, hättet ihr das Fleisch im Heiligtum essen müssen, wie ich es angeordnet habe♦.«

19 PS Aaron entgegnete: »Heute haben meine Söhne sowohl ihr Sündopfer als auch ihr Brandopfer vor dem HERRN dargebracht. Und mir ist heute solch ein Unglück zugestoßen. Hätte es da dem HERRN gefallen, wenn ich das Sündopfer heute gegessen hätte?« 20Als Mose dies hörte, stimmte er ihm zu.

Reine und unreine Tiere

3Mo 11

1 PS Dann sprach der HERR zu Mose und Aaron: 2»Gebt den Israeliten folgende Anweisungen: ›Von allen Landtieren dürft ihr diejenigen essen, 3die vollständig gespaltene Hufe oder Pfoten haben und wiederkäuen. 4 PS Die folgenden hier genannten♦ Wiederkäuer und Tiere, die gespaltene Hufe oder Pfoten haben, dürft ihr nicht essen: Das Kamel, denn es käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Hufe. Es ist unrein für euch. 5Den Klippdachs♦, denn er käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Pfoten. Er ist unrein für euch. 6Den Hasen, denn er käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Pfoten. Auch er ist unrein für euch. 7 PS Das Schwein, denn es hat zwar vollständig gespaltene Hufe, käut aber nicht wieder. Es ist unrein für euch. 8 PS Das Fleisch dieser Tiere dürft ihr nicht essen und ihre Kadaver dürft ihr nicht berühren. Sie sind unrein für euch.

9 PS Von den Tieren, die im Wasser leben, dürft ihr alle essen, die sowohl Flossen als auch Schuppen haben. 10Aber alle großen und kleinen Tiere♦, die im Meer und in den Flüssen leben, aber keine Flossen oder keine Schuppen haben, sollt ihr verabscheuen. 11Ihr sollt sie verabscheuen und dürft das Fleisch dieser Tiere nicht essen. Selbst ihre Kadaver sollen euch zuwider sein. 12Alle Lebewesen im Wasser, die nicht sowohl Flossen als auch Schuppen haben, sollt ihr verabscheuen.

13 PS Folgende Vögel dürft ihr nicht essen, sondern ihr sollt sie verabscheuen, weil sie ein Gräuel sind: den Adler, den Geier, den Seeadler, 14den Bussard, alle Falkenarten, 15alle Rabenarten, 16den Strauß, die Nachteule, die Seemöwe, alle Habichtarten, 17das Käuzchen, den Kormoran, den Uhu, 18die Schleiereule, den Pelikan, den Aasgeier, 19den Storch, alle Reiherarten, den Wiedehopf und die Fledermaus.

20-21Von den geflügelten Insekten, die auf dem Boden krabbeln, dürft ihr lediglich diejenigen essen, die mit ihren Hinterbeinen springen. Alle anderen dieser Insekten sollen euch zuwider sein. 22 PS Alle Arten von Heuschrecken, Grillen, Wanderheuschrecken und Grashüpfern dürft ihr essen. 23Alle anderen Insekten jedoch sollt ihr verabscheuen.

24Folgende Tiere machen euch unrein; wer ihren Kadaver berührt, ist bis zum Abend unrein. 25 PS Jeder, der den Kadaver eines solchen unreinen Tieres fortträgt, muss seine Kleider waschen und ist bis zum Abend unrein:

26Jedes Tier, das zwar gespaltene, aber nicht vollständig gespaltene Hufe hat oder nicht wiederkäut, soll in euren Augen unrein sein. Wer den Kadaver eines solchen Tieres berührt, ist bis zum Abend unrein. 27Alle Tiere, die auf vier Pfoten gehen, sind für euch unrein. Wer den Kadaver eines solchen Tieres berührt, ist bis zum Abend unrein, 28und wer seinen Kadaver fortträgt, muss seine Kleider waschen und bleibt bis zum Abend unrein. Diese Tiere sind für euch unrein.

29-30Von den kleinen Tieren, die über den Boden huschen oder krabbeln, sind folgende für euch unrein: der Maulwurf, die Maus, der Gecko, die Schleiche, alle Eidechsenarten und das Chamäleon. 31Alle diese kleinen Tiere sind für euch unrein. Jeder, der den Kadaver eines solchen Tieres berührt, ist bis zum Abend unrein. 32 PS Jeder Gegenstand, auf den ein gerade verendetes Tier fällt, ist unrein. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Gegenstand aus Holz, Stoff, Leder oder Sackleinen ist. Er muss in Wasser gelegt werden und ist bis zum Abend unrein. Danach ist er wieder rein.

33 PS Wenn ein solcher Kadaver in ein Tongefäß fällt, wird das Gefäß samt seinem Inhalt unrein und es muss zerschlagen werden. 34Jede Speise wird unrein, wenn sie mit dem Wasser in Berührung kommt, mit dem ein unreiner Gegenstand gewaschen wurde. Und jedes Getränk, das aus einem unreinen Gefäß getrunken wird, ist ebenfalls unrein. 35Jeder Gegenstand, auf den der Kadaver eines solchen Tieres fällt, ist unrein. Wenn es sich um einen Backofen oder um einen kleinen Herd handelt, muss er eingerissen werden, denn er ist unrein geworden und soll für euch unrein sein.

36Wenn der Kadaver eines solchen Tieres jedoch in eine Quelle oder eine Zisterne fällt, bleibt das Wasser rein. Wer aber den Kadaver berührt, wird unrein. 37Fällt der Kadaver jedoch auf Getreidesaat, die ausgebracht werden soll, bleibt die Saat rein. 38Wenn die Saat, auf die der Kadaver fällt, jedoch nass ist, wird die Saat unrein.

39Wenn ein Tier, dessen Fleisch ihr essen dürft, stirbt und ihr seinen Kadaver berührt, seid ihr bis zum Abend unrein. 40 PS Wer von dem Fleisch dieses Tieres isst oder seinen Kadaver fortträgt, muss seine Kleider waschen. Danach bleibt er bis zum Abend unrein.

41 PS Jedes Tier, das auf dem Boden kriecht oder krabbelt, soll von euch verabscheut werden und ihr dürft es nicht essen. 42Alle Kriechtiere sowie alle Tiere mit vier oder mehr Beinen, die auf dem Boden krabbeln, dürft ihr nicht essen, denn sie sind unrein. 43Verunreinigt euch auf keinen Fall durch diese Kriechtiere, damit ich euch nicht verabscheue. 44 PS Denn ich bin der HERR, euer Gott. Heiligt euch und seid heilig, weil ich heilig bin. Und verunreinigt euch nicht durch eines dieser Tiere, die auf dem Boden kriechen. 45Ich, der HERR, bin es, der euch aus Ägypten geführt hat, um euer Gott zu sein. Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin.♦

46Dies sind die Anweisungen bezüglich des Viehs, der Vögel sowie aller Lebewesen im Wasser oder auf dem Land. 47 PS So könnt ihr nun unterscheiden zwischen dem, was rein und was unrein ist, und zwischen dem, was ihr essen und was ihr nicht essen dürft.‹«

Die Reinigung nach der Geburt

3Mo 12

1Der HERR sprach zu Mose: 2 PS »Gib den Israeliten folgende Anweisungen: ›Eine Frau ist nach der Geburt eines Jungen sieben Tage lang unrein, genauso wie bei ihrer Monatsblutung. 3 PS Am achten Tag soll der Junge beschnitten♦ werden. 4Danach muss die Frau noch 33 Tage während der Zeit ihrer Reinigung vom Blut der Geburt zu Hause bleiben. Bis die Zeit ihrer Reinigung abgelaufen ist, darf sie nichts Heiliges berühren und auch nicht das Heiligtum betreten. 5Nach der Geburt einer Tochter ist eine Frau zwei Wochen lang unrein, wie bei ihrer Monatsblutung. Danach muss sie weitere 66 Tage wegen ihrer Reinigung vom Blut der Geburt zu Hause bleiben. 6 PS Wenn die Zeit ihrer Reinigung nach der Geburt eines Kindes verstrichen ist, soll die Frau ein einjähriges Lamm für ein Brandopfer und eine junge Taube oder eine Turteltaube für ein Sündopfer zum Priester am Eingang des Zeltes Gottes bringen. 7Der Priester soll diese dann dem HERRN opfern und Wiedergutmachung für die Frau schaffen. Danach wird sie wieder von ihrer Blutung rein sein. Dies sind die Anweisungen für eine Frau, die einen Sohn oder eine Tochter zur Welt bringt.

8 PS Wenn eine Frau sich das erforderliche Lamm jedoch nicht leisten kann, soll sie stattdessen zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen♦; die eine für das Brandopfer, die andere für das Sündopfer. Wenn der Priester auf diese Weise Wiedergutmachung für die Frau geschaffen hat, wird sie wieder rein sein.‹«

Ansteckende Hautkrankheiten

3Mo 13

1Dann sprach der HERR zu Mose und Aaron: 2 PS »Wer eine Schwellung, einen Ausschlag oder einen hellen Fleck an seiner Haut hat, der sich zu einer ansteckenden Hautkrankheit♦ entwickeln könnte, soll zum Priester Aaron oder zu einem seiner Nachkommen gebracht werden. 3Der Priester soll sich die befallene Stelle ansehen. Wenn die Haare an dieser Stelle hell geworden sind und die Hautveränderung tiefer zu gehen scheint, handelt es sich um eine ansteckende Hautkrankheit. Falls der Priester dies entdeckt, soll er den Betreffenden für unrein erklären. 4Wenn die befallene Stelle jedoch hell aussieht, die Hautveränderung aber oberflächlich zu sein scheint und das Haar darauf nicht weiß geworden ist, soll der Priester den Betreffenden für sieben Tage unter Quarantäne stellen. 5Am siebten Tag soll der Priester ihn dann erneut untersuchen. Kann er keine Veränderung der befallenen Stelle erkennen und hat sich die Hautveränderung nicht ausgebreitet, soll der Priester den Betreffenden für sieben weitere Tage unter Quarantäne stellen. 6 PS Am siebten Tag soll er ihn dann erneut untersuchen. Wenn die Verfärbung der befallenen Stelle zurückgegangen ist und die Hautveränderung sich nicht weiter ausgebreitet hat, soll der Priester den Betreffenden für rein erklären, denn es handelte sich lediglich um einen vorübergehenden Ausschlag. Nachdem der Betreffende sei­ne Kleider gewaschen hat, ist er rein. 7Wenn der Ausschlag sich jedoch weiter ausbreitet, nachdem der Betreffende vom Priester untersucht und als rein erklärt worden war, soll der Betreffende sich dem Priester ein weiteres Mal zeigen. 8Sieht der Priester nun, dass sich der Ausschlag ausgebreitet hat, soll er die Person für unrein erklären, denn es handelt sich um eine ansteckende Hautkrankheit.

9Jeder Mensch, der möglicherweise an einer ansteckenden Hautkrankheit leidet, soll zur Untersuchung zum Priester gebracht werden. 10 PS Wenn der Priester dann eine helle Schwellung entdeckt, auf der die Haare weiß geworden sind und auf der wildes Fleisch wuchert, 11handelt es sich um eine schon länger bestehende ansteckende Hautkrankheit, und der Priester soll den Betreffenden für unrein erklären. In solchen Fällen braucht er ihn nicht zur weiteren Beobachtung unter Quarantäne zu stellen, weil der Betreffende eindeutig unrein ist.

12Wenn sich die Hautkrankheit nun so weit ausgebreitet hat, dass sie den ganzen Körper des Betreffenden vom Kopf bis zu den Füßen überzieht, 13soll der Priester den Kranken genauer untersuchen. Ist tatsächlich der ganze Körper von der Hautkrankheit bedeckt, soll er den Kranken für rein erklären, denn seine ganze Haut ist hell geworden und deshalb ist er rein. 14Sobald sich jedoch wildes Fleisch an ihm zeigt, wird er unrein. 15Wenn der Priester wildes Fleisch entdeckt, soll er ihn für unrein erklären. Wildes Fleisch ist unrein, da es sich in diesem Fall stets um eine ansteckende Hautkrankheit handelt. 16 PS Verschwindet das wilde Fleisch jedoch und wird wieder hell wie die übrige Haut, soll die Person zum Priester gehen. 17Stellt sich dann bei der Untersuchung heraus, dass die befallene Stelle tatsächlich hell geworden ist, soll der Priester den Betreffenden für rein erklären.

18 PS Wenn jemand ein Geschwür auf der Haut hat, das zwar abheilt, 19bei dem aber eine helle Schwellung oder ein rötlich-weißer Fleck zurückbleibt, soll er sich vom Priester untersuchen lassen. 20Wenn der Priester feststellt, dass die Beschädigung der Haut tiefer geht und dass das Haar an der befallenen Stelle weiß geworden ist, soll er die Person für unrein erklären. Es handelt sich hierbei um eine ansteckende Hautkrankheit, die in dem Geschwür ausgebrochen ist. 21Wenn der Priester jedoch feststellt, dass auf der befallenen Stelle kein weißes Haar zu sehen ist, die Hautveränderung nicht tiefer zu gehen scheint und die Verfärbung zurückgegangen ist, soll er die Person für sieben Tage unter Quarantäne stellen. 22Breitet sich der Fleck während dieser Zeit weiter aus, soll der Priester die Person für unrein erklären, denn es handelt sich um eine ansteckende Hautkrankheit. 23Wenn der Fleck jedoch nicht größer wird und sich nicht ausgebreitet hat, handelt es sich in diesem Fall lediglich um die Narbe des Geschwürs, und der Priester soll die Person für rein erklären.

24Wenn jemand eine Hautverbrennung erlitten hat und bei der Heilung der Brandwunde ein rötlich-weißer oder weißer Fleck entsteht, 25soll der Priester den Fleck untersuchen. Stellt er dabei fest, dass das Haar an der betroffenen Stelle weiß geworden ist und die Hautveränderung tiefer zu gehen scheint, ist im Bereich der Verbrennung eine ansteckende Hautkrankheit ausgebrochen. In diesem Fall soll der Priester den Betreffenden für unrein erklären, denn es handelt sich um eine ansteckende Hautkrankheit. 26Stellt der Priester jedoch fest, dass sich kein weißes Haar auf der befallenen Stelle zeigt, die Hautveränderung nicht tiefer zu gehen scheint und die Verfärbung zurückgegangen ist, soll er den Betreffenden für sieben Tage unter Quarantäne stellen. 27 PS Am siebten Tag soll er ihn ­erneut untersuchen. Hat sich der Fleck ausgebreitet, soll der Priester die Person für unrein erklären, denn es handelt sich um eine ansteckende Hautkrankheit. 28Wenn der Fleck jedoch nicht größer wird und sich nicht ausgebreitet hat und auch die Hautverfärbung zurückgegangen ist, handelt es sich lediglich um eine Schwellung der Verbrennung. In diesem Fall soll der Priester die Person für rein erklären, denn es handelt sich nur um eine Narbe der Brandwunde.

29Wenn ein Mann oder eine Frau einen Ausschlag am Kopf oder am Kinn hat, 30soll der Priester den Ausschlag ­untersuchen. Wenn er tiefer zu gehen scheint und sich feines gelbes Haar auf der befallenen Stelle zeigt, soll der Priester die betroffene Person für unrein erklären. Es handelt sich bei dem Ausschlag um eine Flechte, um eine ansteckende Hautkrankheit des Kopfs oder Kinns. 31Wenn der Priester bei seiner Untersuchung jedoch feststellt, dass der Ausschlag nur die Haut in Mitleidenschaft gezogen hat, sich jedoch keine schwarzen Haare auf der Stelle zeigen, soll er die betroffene Person für sieben Tage unter Quarantäne stellen. 32Am siebten Tag soll der Priester den Ausschlag erneut untersuchen. Wenn die Hautkrankheit sich nicht ausgebreitet hat, sich keine gelben Haare zeigen und der Ausschlag nur oberflächlich zu sein scheint, 33 PS soll sich die kranke Person das ganze Haar scheren lassen; lediglich das Haar auf der befallenen Stelle soll nicht geschoren werden. Danach soll der Priester die Person für weitere sieben Tage unter Quarantäne stellen 34 PS und den Ausschlag am siebten Tag erneut untersuchen. Wenn sich der Ausschlag auf der Haut nicht ausgebreitet hat und oberflächlich zu sein scheint, soll der Priester die Person für rein erklären. Nachdem sie ihre Kleider gewaschen hat, ist die Person rein. 35Falls der Ausschlag sich jedoch auszubreiten beginnt, nachdem die Person für rein erklärt wurde, 36soll der Priester eine weitere Untersuchung vornehmen. Hat sich der Ausschlag auf der Haut ausgebreitet, muss der Priester nicht erst nach gelben Haaren suchen, denn die betroffene Person ist unrein. 37Hat er jedoch den Eindruck, dass sich der Ausschlag nicht weiter ausbreitet, und sind auf der befallenen Stelle auch schwarze Haare gewachsen, ist der Ausschlag abgeheilt und die Person rein. Der Priester soll sie für rein erklären.

38Wenn ein Mann oder eine Frau helle, weiße Flecken auf der Haut bekommen hat, 39soll der Priester die befallene Stelle untersuchen. Sind die Flecken auf der Haut nur blass-weiß, handelt es sich um einen harmlosen Hautausschlag und die Person ist rein.

40 PS Wenn einem Mann die Haare auf dem Hinterkopf ausfallen, hat er zwar eine Glatze, aber er ist dennoch rein. 41Fallen ihm die Haare auf dem Vorderkopf aus, hat er zwar eine kahle Stirn, aber er ist dennoch rein. 42Tritt aber auf der kahlen Stelle an der Stirn oder am Hinterkopf ein rötlich-weißer Ausschlag auf, ist dort möglicherweise eine ansteckende Hautkrankheit ausgebrochen. 43Wenn der Priester ihn untersucht und dabei feststellt, dass die befallene Haut angeschwollen ist und rötlich-weiß aussieht, genauso wie auch bei einer anderen ansteckenden Hautkrankheit, 44hat der Mann eine ansteckende Hautkrankheit und ist unrein. Der Priester soll ihn wegen des Ausschlags am Kopf für unrein erklären.

45 PS Wer an einer ansteckenden Hautkrankheit leidet, soll seine Kleider zerreißen und sein Haar offen hängen lassen♦. Er soll seinen Bart bedecken und ›Unrein! Unrein!‹ rufen. 46 PS Solange die Krankheit anhält, ist er unrein. Als Unreiner muss er abgesondert leben und außerhalb des Lagers wohnen.

Von Schimmel befallene Kleidung

47Angenommen, ein Schimmelpilz♦ befällt ein wollenes oder leinenes Kleidungsstück 48oder einen wollenen oder leinenen Stoff, eine Tierhaut oder irgendeinen Gegenstand aus Leder. 49Wird die befallene Stelle an der Kleidung, der Tierhaut, dem Stoff oder den Ledergegenständen grünlich oder rötlich, ist sie von Schimmel befallen und soll zur Untersuchung zum Priester gebracht werden. 50Der Priester soll sich den Fleck ansehen und den Gegenstand für sieben Tage wegschließen. 51 PS Am siebten Tag soll er ihn erneut untersuchen. Hat sich der Befall ausgebreitet, handelt es sich bei dem Fleck um bösartigen Schimmel und das Material ist unrein. 52Der Priester soll die Kleidung oder den Stoff aus Leinen oder Wolle oder den befallenen ledernen Gegenstand im Feuer verbrennen.

53Stellt der Priester jedoch bei der erneuten Untersuchung fest, dass sich der Schimmel nicht ausgebreitet hat, 54soll er anordnen, dass der befallene Gegenstand gewaschen und dann weitere sieben Tage weggeschlossen wird. 55Danach soll der Priester ihn noch einmal untersuchen. Stellt er dabei fest, dass die befallene Stelle ihr Aussehen nach dem Waschen nicht verändert hat, ist der Gegenstand, auch wenn der Schimmel sich nicht ausgebreitet hat, unrein und muss vollständig verbrannt werden, ganz gleich, ob er innen oder außen befallen ist. 56Sieht der Priester jedoch, dass die befallene Stelle nach dem Waschen verblasst ist, soll er den Fleck aus dem Kleidungsstück, dem Stoff oder dem Leder herausschneiden. 57Tritt der Schimmel jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf, breitet sich der Schimmelpilz eindeutig aus und der befallene Gegenstand muss verbrannt werden. 58Ist der Fleck nach dem Waschen verschwunden, soll das Kleidungsstück, der Stoff oder der lederne Gegenstand noch einmal gewaschen werden und ist danach rein.

59Dies sind die Anweisungen für den Umgang mit Schimmel an wollener oder leinener Kleidung, an Stoff oder an irgendeinem Gegenstand aus Leder. So kann der Priester entscheiden, ob diese Dinge rein oder unrein sind.«

Die Reinigung nach ansteckenden Hautkrankheiten

3Mo 14

1Und der HERR sprach zu Mose: 2 PS »Die folgenden Anweisungen gelten für einen Kranken, der unter einer ansteckenden Hautkrankheit♦ gelitten hat und wieder für rein erklärt werden will: Er muss zum Priester gebracht werden, 3 PS der ihn außerhalb des Lagers untersuchen soll. Stellt der Priester fest, dass die ansteckende Hautkrankheit abgeheilt ist, 4 PS soll er für die Reinigung des Geheilten zwei reine, lebende Vögel, ein Stück Zedernholz, karmesinfarbene Wolle und einen Büschel Ysop holen lassen. 5Dann soll der Priester einen der Vögel über einem Tongefäß, das mit lebendigem Wasser♦ gefüllt ist, ausbluten lassen. 6 PS Den lebenden Vogel soll er dann mit dem Zedernholz, der karmesinfarbenen Wolle und dem Ysop in das mit dem lebendigen Wasser vermischte Blut des geschlachteten Vogels tauchen. 7Anschließend soll er den Geheilten, der gereinigt werden soll, siebenmal mit dem Blut des Vogels besprengen und ihn dann für rein erklären. Den lebenden Vogel soll er fliegen lassen. 8 PS Der Geheilte soll seine Kleider waschen, sich das Haar vollständig scheren und sich baden. Dann ist er rein und darf ins Lager zurückkehren. Allerdings soll er noch sieben Tage außerhalb seines Zeltes verbringen. 9 PS Am siebten Tag muss er sich erneut das gesamte Haar scheren, einschließlich des Bartes und der Augenbrauen, sodass alle Haare abgeschnitten werden, seine Kleider waschen und sich baden. Dann ist er rein.

10 PS Am achten Tag soll der Geheilte zwei fehlerlose männliche Lämmer und ein einjähriges fehlerloses weibliches Lamm nehmen, dazu drei Krug feines Mehl und einen Becher♦ Öl als Speiseopfer. 11Der Dienst tuende Priester soll den Geheilten, der sich reinigen lässt, zusammen mit den Opfergaben in die Gegenwart des HERRN an den Eingang des Zeltes Gottes bringen. 12 PS Der Priester soll eines der männlichen Lämmer zusammen mit dem Öl als Schuldopfer dar­bringen und beides vor dem HERRN als Weihegaben in einer symbolischen Opferhandlung hin und her schwingen. 13 PS Dann soll er das Lamm dort an dem heiligen Ort schlachten, wo auch die Sündopfer und die Brandopfer geschlachtet werden. Wie das Sündopfer gehört auch das Schuldopfer dem Priester, es ist besonders heilig. 14 PS Dann soll der Priester etwas von dem Blut des Schuldopfers an das rechte Ohrläppchen, den Daumen der rechten Hand und die große Zehe des rechten Fußes der geheilten Person, die sich reinigen lässt, streichen.

15Anschließend soll der Priester sich etwas von dem Becher Öl in seine linke Hand gießen. 16Er soll seinen rechten Zeigefinger in das Öl tauchen und es siebenmal vor dem HERRN versprengen. 17Danach soll er etwas von dem in seiner linken Hand verbliebenen Öl an das rechte Ohrläppchen, den Daumen der rechten Hand und die große Zehe des rechten Fußes der geheilten Person, über das Blut des Schuldopfers, streichen. 18Das restliche Öl in seiner Hand soll der Priester dem, der sich reinigen lässt, auf den Kopf streichen und so Wiedergutmachung für ihn schaffen.

19Dann soll der Priester das Sündopfer bringen, um dadurch dem, der sich reinigen lässt, Wiedergutmachung für seine Unreinheit zu schaffen. Danach soll der Priester das Brandopfer schlachten 20 PS und es zusammen mit dem Speiseopfer auf dem Altar darbringen. Auf diese Weise soll er Wiedergutmachung für den Geheilten schaffen und dieser wird rein sein.

21 PS Falls jemand zu arm ist, soll er nur ein männliches Lamm als Schuldopfer und nur einen Krug♦ feines, mit Öl vermischtes Mehl als Speiseopfer und einen Becher♦ Öl bringen. Das Schuldopfer soll in einer symbolischen Opferhandlung hin und her geschwungen werden und so Wiedergutmachung für den Betreffenden, der sich reinigen lässt, schaffen. 22 PS Er soll außerdem zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben bringen, je nachdem, was er sich leisten kann. Ein Vogel soll als Sündopfer und der andere als Brandopfer dienen. 23 PS Am achten Tag, nachdem er für rein erklärt wurde, soll der Geheilte dem Priester die Opfergaben zum Eingang des Zeltes Gottes in die Gegenwart des Herrn bringen. 24Der Priester soll das für das Schuldopfer bestimmte Lamm und den Becher Öl nehmen und sie vor dem HERRN als Weihegabe in einer symbolischen Opferhandlung hin und her schwingen. 25 PS Dann soll der Priester das Lamm für das Schuldopfer schlachten und etwas von dem Blut des Tieres an das rechte Ohrläppchen, den Daumen der rechten Hand und die große Zehe des rechten Fußes desjenigen streichen, der sich reinigen lässt. 26Danach soll der Priester sich etwas von dem Öl in seine linke Hand gießen. 27Er soll mit seinem rechten Zeigefinger etwas von dem Öl, das sich in seiner linken Hand befindet, siebenmal vor dem HERRN versprengen. 28Sodann soll der Priester etwas von dem Öl in seiner Hand über das Blut auf dem rechten Ohrläppchen, dem Daumen der rechten Hand und der großen Zehe des rechten Fußes desjenigen streichen, der sich reinigen lässt. 29Das restliche Öl in seiner Hand soll der Priester dem, der sich reinigen lässt, auf den Kopf streichen, um so Wiedergutmachung für ihn zu schaffen.

30Dann soll der Priester eine der beiden Turteltauben oder jungen Tauben – je nachdem, was die Person sich leisten konnte – darbringen. 31Eines der Tiere dient als Sündopfer und das andere als Brandopfer, das zusammen mit dem Speiseopfer dargebracht wird. Auf diese Weise soll der Priester dem, der sich reinigen lässt, Wiedergutmachung vor dem HERRN schaffen. 32Dies sind die Anweisungen zur Reinigung derer, die von einer ansteckenden Hautkrankheit genesen sind, sich jedoch das vollständige Opfer nicht leisten können.«

Schimmel an Häusern

33Weiter sprach der HERR zu Mose und Aaron: 34 PS »Wenn ihr nach Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz gebe, und ich dort an einem Haus Schimmel♦ entstehen lasse, 35 PS soll der Besitzer des befallenen Hauses zum Priester gehen und ihm mitteilen: ›Mein Haus ist vermutlich vom Schimmel befallen.‹ 36Der Priester soll das Haus völlig ausräumen lassen, bevor er kommt und den Fleck begutachtet, damit nicht alles, was sich darin befindet, unrein wird. Dann soll er hineingehen, um das Haus zu untersuchen. 37Wenn er die befallene Stelle begutachtet und es sich um grünliche oder rötliche Flecken an den Wänden des Hauses handelt, die nicht nur oberflächlich sind, sondern tiefer in die Wände zu gehen scheinen, 38soll er das Haus verlassen und es für sieben Tage verschließen. 39 PS Am siebten Tag soll er wiederkommen und es erneut untersuchen. Hat der Schimmel sich inzwischen an den Wänden des Hauses ausgebreitet, 40dann soll der Priester die befallenen Steine aus der Wand herausbrechen und anschließend zu einem unreinen Ort außerhalb der Stadt bringen lassen. 41Danach soll er innen die ganzen Wände im Haus abkratzen lassen; der abgekratzte Lehm soll dann auch an den unreinen Ort außerhalb der Stadt gebracht werden. 42Anschließend soll man neue Steine nehmen, diese anstelle der entfernten Steine einfügen und die Wände mit frischem Lehm neu verputzen.

43Bricht der Schimmel jedoch noch einmal im Haus aus, nachdem die Steine herausgebrochen und die Wände abgeschabt und frisch verputzt wurden, 44soll der Priester erneut kommen, um das Haus zu untersuchen. Stellt er dabei fest, dass sich der Schimmel weiter ausgebreitet hat, handelt es sich um einen bösartigen Schimmel und das Haus ist unrein. 45 PS Es muss abgerissen werden. Danach sollen alle Steine, das Holz und der Lehm aus der Stadt heraus an den unreinen Ort gebracht werden. 46Jeder, der das Haus betritt, während es abgeschlossen ist, wird bis zum Abend unrein. 47Jeder, der in dem Haus schläft oder isst, soll seine Kleidung waschen.

48Stellt der Priester bei seiner Besichtigung fest, dass der Schimmel nicht wieder aufgetreten ist, nachdem das Haus neu verputzt wurde, soll er das Haus für rein erklären, da der Schimmelbefall eindeutig verschwunden ist. 49 PS Um das Haus zu reinigen, soll der Priester zwei Vögel, ein Stück Zedernholz, karmesinfarbene Wolle und einen Büschel Ysop nehmen. 50Er soll einen der Vögel über einem Tongefäß, das mit lebendigem Wasser♦ gefüllt ist, ausbluten lassen. 51Dann soll er das Zedernholz, den Ysop, die karmesinfarbene Wolle und den lebenden Vogel in das mit dem lebendigen Wasser gemischte Blut des geschlachteten Vogels tauchen und das Haus damit siebenmal besprengen. 52Wenn er das Haus auf diese Weise gereinigt hat, 53soll er den noch lebenden Vogel fliegen lassen. Auf diese Weise soll er das Haus reinigen, dann wird es rein sein.

54Dies sind die Anweisungen für den Umgang mit den verschiedenen ansteckenden Hautkrankheiten♦ und Schimmelbefall♦, 55egal, ob Kleider oder Häuser davon befallen sind 56 PS oder ob es sich um angeschwollene Hautpartien, Ausschläge oder helle Flecken auf der Haut handelt. 57Diese Anweisungen sollen immer dann befolgt werden, wenn ansteckende Hautkrankheiten oder Schimmelbefall auftreten, um zu entscheiden, ob etwas rein oder unrein ist.«

Neues Leben. Die Bibel

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