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Abends in der Herbstdämmerung ist es am schönsten draußen, mit den Nachbarskindern Verstecken spielen, rumklettern. Quatschen und auch mal Streit, oder was tauschen – die Zeit, bevor man zum Essen oder Reinkommen gerufen wird. Ein bisschen müde schon, rote Wangen, erfüllt, unbeschwert.

Der zugelaufene Hund, drei Tage reine Kameradschaft. Jeden Abend kommt er. Die Kinder füttern ihn heimlich durch. Würstchen aus den Speisekammern und Corned Beef aus den Vorratsregalen. Jeder hier hat sowas im Keller. Und da ist einer, der sich wirklich immer freut, wenn man kommt und was mit ihm macht. Mit Hunden kann Johanna einfach gut und auch die anderen Kinder sind mutig und halten den Mund.

Die Erwachsenen kriegen von alldem gar nichts mit, denken, die Gören machen alle ganz brav ihre Hausaufgaben und gehen dann ein wenig Verstecken spielen. Von wegen.

Allein, abends vor dem Einschlafen kommen dann ganz andere Gedanken: Irgendwann wird es darüber ein Gespräch geben, was war das, was hast du gefühlt, hast du was draus gemacht? So verborgen es auch ist, so ohne die Eltern und Aufpasser, jemand oder etwas guckt die ganze Zeit zu.

Johanna verrückt die Geschichte

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