Читать книгу Wer A sagt, sollte auch weitergehen - Winfried Niebes - Страница 8

Оглавление

Vorrede

Wir gehen, indem wir vergehen, ziehen – bestenfalls – eine Leuchtspur wie ein Komet, verglühen irgendwann im Irgendwo. Wir landen, unabhängig davon, ob wir betrachtet werden. Unser Gesichtetwerden erfolgt erst viel später, wenn wir gleich fernen, erloschenen Himmelskörpern längst in eine andere Materieform übergegangen sind. So leistete ich mir wiederum den Übermut, etwas schriftlich niederzulegen, auf dass Leser meine bescheidene Leuchtspur auch nach meinem Erlöschen beobachten können, sei es zur Unterhaltung oder gar zur Belehrung.

Haltbarer als Papier ist bekanntlich Stein, doch bin ich kein Hammurapi3 eine Schriftsäule in Auftrag zu geben so vermögend. Verfasser Lutz Nitzsche-Kornel

Sie währte, meine Lebensreise. Weg aus dem vertrauten Umfeld der Eltern; Abschied von Freunden. Ich blicke zurück und sehe mich im Spiegel der Sturm- und Drangzeit in der Eifel. Nicht missen möchte ich die vielen lustigen, humorvollen Stunden und Tage. Aber nicht nur eitel Sonnenschein herrschte während der vergangenen Jahrzehnte. Wen wundert’s nicht? Sagt man dem Eifelvolk eine stetige Hartnäckigkeit nach, steckt hierin gleichfalls mein Wille, Ziele zu erreichen. Der Weg führte über kleines und grobes Pflaster, gesäumt durch mannigfache Blumenbeete. Nicht alles war Gold im Westen Deutschlands. Im ständigen Wechsel, so als wären sie wieder auferstanden, begleiteten mich die römischen Götter Juno und Venus. Hochjubelnd nach einem Sieg folgte mein niederschmetterndes Schluchzen bei Niederlagen. Jetzt, fast am Lebensabend, sehe ich im Rückspiegel, dass ich sehr wohl auf irgendeine Art von diesen Göttinnen mit einer gewissen Fürsorge bedacht wurde und Liebe zu mir kam mit dem erotischen Verlangen.

Mein innerer Impuls zur Suche nach Anerkennung blieb mir lange Zeit verborgen, obwohl ich sehr wohl immer wieder Aufmerksamkeit und Anerkennung suchte. Als Jugendlicher hatte ich keine Scheu in mir, mich einzubringen, wo es möglich war. Ich hegte keine Bedenken, dass mich die mir bewusste väterliche Erziehung zu Gehorsam, Disziplin und Ordnung zeitlebens begleiten würde.

Manche Passagen werden neben einer persönlichen Information anekdotengespickt sein und unterhaltenden Charakter haben. Inhaltlich mag der Leser4 sich jederzeit zur Bewertung von beschriebenen Ereignissen angeregt fühlen oder sich sogar von meiner Meinungsäußerung beeinflussen, vielleicht überzeugen lassen. Ihm wird sich bei dieser Lektüre hin und wieder die Frage stellen, ob es sich um Dichtung und Wahrheit handelt. Es wäre vermessen, einen direkten Bezug auf das Werk von Johann Wolfgang von Goethe herzustellen. Die dargestellten Begebenheiten mit dramatischen Elementen spiegeln einige Wendepunkte meines Lebens wider. Der Start führt in das Jahr 2019.

Es handelt sich um keine chronologische Erlebniserzählung. Manche Inhalte und Personen kristallisieren sich erst in einem späteren Kapitel heraus.

3 Lesehinweis

4 Meine Leser mögen die aus Gründen der Vereinfachung fehlende Erwähnung der weiblichen Form im Text nicht als Missachtung verstehen. Daher bitte ich, diese Ausdruckform zu verzeihen; alle mögen sich angesprochen fühlen.

Wer A sagt, sollte auch weitergehen

Подняться наверх