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Die Darbietung von Varianten und Zeugen

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Varianten werden im Allgemeinen im vollen Wortlaut wiedergegeben.

Drei Punkte (…) vertreten den Text der Ausgabe, wenn er mit der zitierten Variante übereinstimmt (vgl. Lk 22,55 ⸂).

2 3 1 4 5

Bei Varianten mit einem Umfang von mindestens vier Wörtern kann die Wortfolge durch kursiv gesetzte Ziffern angegeben werden (1 = 1. Wort im Text usw.). Angaben dieser Art sind nicht nur nach dem Umstellungszeichen (⸉) zu erwarten, sondern auch nach ⸂, wenn in einer Varianteneinheit von mehreren Varianten zur selben Textstelle eine der Lesarten den Wortbestand des Textes durch Umstellung oder Auslassung verändert (vgl. Joh 12,18 ⸂).

Nur in bestimmten Fällen wird eine Variante im Apparat nicht mit ihrem vollen Wortlaut geboten, und zwar bei Subvarianten mit geringer Differenz zur Hauptvariante. Bei dieser wird der jeweilige Zeuge der Subvariante genannt. Es gilt dann folgende Regel:

( )

In Klammern ( ) werden Zeugen verzeichnet, die geringfügig von der Variante abweichen, bei der sie stehen (vgl. bei Mt 14,24 ⸂ die Minuskel 700; bei Mt 26,60 ⸇ sys; bei Mt 5,36 ⸂ Clemens von Alexandrien).

Die Lesarten von griechischen Zeugen, die in Klammern zitiert sind, findet der Benutzer in Appendix II der Ausgabe. Gewichtigere Subvarianten werden nach wie vor im Apparat innerhalb des Variantentextes in den Klammern verzeichnet (vgl. Mt 7,21 ⸆; Mt 24,48 ⸂).

[ ]

In eckigen Klammern [ ] werden Interpunktionsvarianten verzeichnet.

Die Reihenfolge für die Bezeugung der Varianten ist immer die gleiche: griechische Handschriften, Versionen, Zitate bei Kirchenvätern (vom Vorangehenden durch ; getrennt). Die griechischen Handschriften werden in der Folge Papyri, Majuskeln, Minuskeln, Lektionare geboten, die alten Versionen in der Folge lateinisch, syrisch, koptisch, armenisch, georgisch, gothisch, aethiopisch, kirchenslawisch.

Die griechischen Handschriften werden mit ihrem Sigel bzw. ihrer Nummer nach der griechischen Handschriftenliste zitiert. Nähere Angaben zu jeder Handschriftennummer (Alter, gegenwärtiger Aufbewahrungsort, Inhalt der Handschrift) findet der Benutzer in Appendix I der Ausgabe.

Folgende Exponenten nach der Handschriftennummer bezeichnen verschiedene Lesarten in derselben Handschrift oder (bei vid) schränken die Sicherheit der Zuordnung ein.

*

* bezeichnet den ursprünglichen Text an Stellen mit Korrekturen.

c

c bezeichnet eine Korrektur von späterer, manchmal auch von erster Hand.

1.2.3

1.2.3 weist eine Korrektur dem 1., 2., 3. Korrektor zu.

Bei den Majuskeln ℵ, B, C und D (05 und 06) bezeichnen die Exponenten Korrektorengruppen.

ℵ (01): ℵ1 (4.-6. Jh.); ℵ1a/ℵ1b (bei unterschiedlichen Lesarten in der Gruppe ℵ1); ℵ2 (ca. ab 7. Jh.); ℵ2a/ℵ2b (bei unterschiedlichen Lesarten innerhalb der Gruppe ℵ2); ℵ3 (12. Jh.); ℵc (keiner Gruppe zuzuordnen)
B (03): B1 (etwa zeitgleich mit B); B2 (6./7. Jh.); B3 (13. Jh.)
C (04): C1 (etwa zeitgleich mit C); C2 (ca. 6. Jh.); C3 (ca. 9. Jh.)
D (05): D1 (6.-7. Jh.); D2 (etwa 9. Jh.); D3 (12. Jh.); Dc (jüngere Hand, keiner Gruppe zuzuordnen)
D (06): D1 (7. Jh.); D2 (etwa 9. Jh.); Dc (jüngere Hand, keiner Gruppe zuzuordnen)

v.l.

v.l. (= varia lectio) bezeichnet eine in der Handschrift vermerkte Alternativlesart (v.l. korrespondiert mit dem Exponenten txt).

com

com (= commentarius) bezeichnet bei Kommentarhandschriften der Apokalypse eine vom Lemmatext abweichende Lesart, die im Kommentar zitiert wird (com korrespondiert mit dem Exponenten txt).

txt

txt (= textus) bezeichnet (als Exponent!) die Textlesart einer Handschrift, auf die sich eine varia lectio bezieht (txt korrespondiert mit v.l. oder mit com).

mg

mg (= in margine) bezeichnet eine vom Text der Handschrift abweichende Randlesart, die dort weder als Korrektur noch als varia lectio ausgewiesen ist.

s

s (= supplementum) bezeichnet Lesarten aus nachträglichen Ergänzungen verloren gegangener Blätter oder Lagen einer Handschrift. Die supplementierten Textabschnitte werden in der Handschriftenliste (Appendix I) für die ständigen Zeugen angegeben.

vid

vid (= ut videtur) steht dann, wenn nicht mit letzter Sicherheit zu entscheiden ist, welche Lesart eine Handschrift bezeugt. Dies betrifft besonders Papyri und Palimpseste. Häufig ist die Verzeichnung mit vid auch bei Korrekturen erforderlich, wenn der ursprüngliche Text der Handschrift nicht mehr eindeutig zu lesen ist. Eine Notierung mit vid beruht jedoch immer auf einer hohen, in der Regel an Buchstabenresten darstellbaren Wahrscheinlichkeit. Wo ein Schluss aus dem bloßen Umfang einer Lücke zugrundeliegt, wurde sorgfältig darauf geachtet, dass die Handschrift nicht mit gleichem Recht auch für eine andere überlieferte Lesart zitiert werden könnte.

Folgende Sammelsigel werden benutzt (unter ihnen ist das erstgenannte, , von besonderer Wichtigkeit):

 (= Mehrheitstext, einschließlich des byzantinischen Koine-Textes) bezeichnet die Variante, die von der Mehrheit aller Handschriften, d.h. immer auch der Koinehandschriften im engeren Sinne, bezeugt wird.  bezeichnet also die Lesart des Koinetextes.  wird an allen Apparatstellen wie ein ständiger Zeuge behandelt. Das bedeutet, dass auch an Stellen mit nur negativem Apparat, an denen also die Bezeugung für den txt (= textus) nicht gegeben ist, die Lesart von  zu erschließen ist: Sie stimmt mit dem Text überein, wenn  nicht bei der zitierten Variante steht.

pm

pm (= permulti) wird anstelle des Sigels  verwendet, wenn der Mehrheitstext in zwei (in seltenen Fällen auch drei) Varianten mit zahlenmäßig etwa gleich starker Bezeugung gespalten ist. Das Kürzel pm erscheint dann in der Regel bei beiden Varianten des Mehrheitstextes. Stimmt eine dieser Varianten an Apparatstellen ohne txt-Notierung mit dem Text überein, erscheint pm nur einmal.

Byz

Byz (= Codices Byzantini) wird nur dort verwendet, wo die ECM bereits vorliegt, bisher also in den Katholischen Briefen. Für die ECM wurde der Text der Mehrheit der Codices Byzantini anhand von nahezu reinen, nur in seltenen Fällen vom Hauptstrom der Überlieferung abweichenden Repräsentanten ermittelt.7

Byzpt

Byz partim (= ein Teil der Codices Byzantini) wird an den Stellen verwendet, an denen die byzantinische Überlieferung nach dem Zeugnis der ausgewählten Repräsentanten gespalten ist. In der ECM wird an solchen Stellen auf die Verwendung von Byz ganz verzichtet, da dort die byzantinischen Repräsentanten selbst verzeichnet sind. Da sie jedoch nicht zu den individuell zitierten Zeugen der vorliegenden Ausgabe gehören, werden hier die entsprechenden Varianten durch Byzpt kenntlich gemacht.

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