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Kapitel 11

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Carys erwachte ausgeruht und frisch nach einer ruhigen Nacht. Gestern Abend hatten sie noch die Wanderung auf den Mount Snowdon besprochen. Der Wetterbericht war ausgezeichnet, ein weiterer sonnig-milder Tag mit bester Fernsicht bahnte sich an.

So leise wie möglich schlich sie über den Gang in das Badezimmer. Es war halb acht, die Zwillinge schliefen noch und sie wollte sie nicht wecken.

Curt würde Anne und sie um neun mit dem Jeep zum Pen y Pass bringen. Dort war der Startpunkt des Miner’s Track, eine der leichteren Routen auf den Snowdon. Die Wanderung dauerte insgesamt etwa drei Stunden, sie hatten also genug Zeit. Curt würde sie auf dem Parkplatz wieder abholen, die Fahrt dorthin bewältigte er in einer halben Stunde.

Soweit war alles gut geplant. Carys hatte Socken und ein T-Shirt zum Wechseln, eine Regenjacke – nur zur Sicherheit – und ihre Geldbörse in den Rucksack gepackt. Sie wollten auch Wasser und ein wenig Proviant mitnehmen. Es gab zwar sowohl beim Parkplatz als auch auf dem Gipfel des Berges ein Restaurant, aber das war meistens von Touristen bevölkert. Der Ansturm war um diese Jahreszeit zwar nicht mehr so groß, aber man konnte nie wissen.

Carys schlüpfte in ihre Jeans, außerdem zog sie über das T-Shirt ihr Lieblingshemd aus kariertem Flanell an. Es hatte ihrem Vater gehört und sie hatte nie geschafft, es wegzugeben.

Ein Klopfen an der Tür riss sie aus ihren Vorbereitungen. Anne stand vor der Tür und ihrem blassen Gesicht sah sie an, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war.

„Ich glaube, ich habe mir einen Virus eingefangen.“ Anne schluckte. „Nach dem Aufstehen war mir schon ein wenig schwummerig, aber ich habe es nicht so ernst genommen. Dann wurde mir plötzlich speiübel und jetzt geht gar nichts mehr.“ Ihre Augen weiteten sich, sie würgte. „Entschuldige!“ Sie wandte sich ab und wankte in die Toilette.

Carys starrte verblüfft auf die geschlossene Tür, hinter der eindeutige Geräusche zu hören waren. Gleichzeitig stieg Enttäuschung in ihr auf. Sie hatte sich wirklich auf die Wanderung gefreut.

Sie ging die Treppe hinunter. Curt, der am Küchentisch saß und Zeitung las, hob bei ihrem Eintreten den Kopf. Die Reste des Frühstücks standen noch auf dem Tisch. Carys goss sich Tee aus der Kanne ein und setzte sich.

„Das wird also heute nichts“, meinte sie in die Stille.

Curt sah auf. „Tja, scheint so. Das kam ganz plötzlich, keine Ahnung, warum.“

Sie zögerte. „Eigentlich könnte ich auch allein gehen, es wäre nichts dabei.“

Er hob überrascht die Augenbrauen, nickte aber. „Du hast recht. Du kennst den Weg und er ist ja nicht so schwierig. Wäre halt nicht so lustig ohne Begleitung.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Stimmt. Aber vielleicht täte es mir ohnehin gut, meine Gedanken auf die Reihe zu bekommen.“

Sie wich seinem forschenden Blick aus und nippte an ihrer Tasse. Aber er sagte nichts. Er würde sie bestimmt nicht dazu auffordern, ihm ihr Innerstes zu offenbaren.

Die Stille wurde durch das Eintreten von Anne unterbrochen, die sichtlich mitgenommen wirkte. Sie ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Was für eine blöde Sache“, stöhnte sie. „Das ist ja wie verhext. Dabei habe ich mich so auf unseren Ausflug gefreut.“

Sie schloss die Augen und lehnte sich zurück. Bevor Carys ihren Entschluss kundtun konnte, meinte Anne: „Du könntest auch allein gehen, damit dir wenigstens der Tag nicht verdorben wird. Was hätte es für einen Sinn, wenn du zu Hause bleibst und dich womöglich auch noch ansteckst.“

„Äh – bist du sicher?“ Den gleichen Vorschlag, den sie Curt gemacht hatte, jetzt von Anne zu hören, erleichterte sie, aber gleichzeitig hatte sie doch ein schlechtes Gewissen.

„Klar, wäre doch schade, nachdem wir alles schon organisiert haben. Curt kann dich zum Pen y Pass bringen und wieder abholen. Ruf ihn einfach an, wenn du zurück bist. Das Wetter ist herrlich, es wird bestimmt keinen Nebel geben. Du kannst dich eigentlich nicht verlaufen, nur bei der Abzweigung zum PYG Track musst du aufpassen. Da fällt mir ein“ – sie wandte sich an Curt. „Du könntest Twm Elias anrufen, ob er Carys begleiten möchte.“

„Nein, bloß nicht!“ Carys zuckte zusammen. Das fehlte gerade noch! „Der hat bestimmt Wichtigeres zu tun, lass nur. Ich bin den Track so oft gegangen. Es ist zwar eine Weile her, aber ich werde mich sicher nicht verirren.“

Anne lächelte schwach. „War nur ein Scherz. Also abgemacht. Dann werdet ihr beiden mich jetzt entschuldigen. Ich muss mich unbedingt hinlegen.“ Anne schnitt eine Grimasse und Carys konnte sich vorstellen, wie zuwider ihr das alles war. Anne hasste es, untätig zu sein.

Carys beendete ihr Frühstück und ging die Treppe hoch, um den Rucksack aus ihrem Zimmer zu holen. Aus einem Impuls heraus steckte sie das Holzkästchen hinein. Vielleicht würde das Pergament sie ja mit weiteren Geschichten unterhalten und die Schatulle wog nicht viel. Vor allem fragte sie sich noch immer, ob sie nicht zeitweise an Halluzinationen litt. Wie sie damit fertigwerden sollte, wenn das Ding auch am hellichten Tag mit ihr kommunizierte, schob sie vorerst beiseite.

Sie steckte noch die Wasserflasche und das Paket mit Proviant ein das Curt ihr aufdrängte. Ihre Einwände, dass sie gar nicht so viel brauche, wiegelte er ab. „Du wirst Hunger kriegen. Außerdem schadet es dir nicht, wenn du mal ordentlich isst.“ Er zwinkerte ihr zu, sein Blick glitt flüchtig über ihren Körper. Sie wurde zu ihrem Ärger rot, obwohl sie nichts Anzügliches an seiner Bemerkung finden konnte.

Sie verzichtete darauf, sich von Anne zu verabschieden, um sie nicht zu stören und stieg in Curts Jeep.

Die Fahrt führte durch zum großen Teil unbesiedeltes Gebiet. Die sanfte Oktobersonne zauberte Schatten auf die grün-braunen Hügel. Je näher sie dem Nationalpark kamen, desto spärlicher wurde die Vegetation. Weite Teile von Wales waren früher bewaldet gewesen, aber die intensive Beweidung durch Schafe hatte dazu geführt, dass kaum mehr höherer Bewuchs aufkam. Nur das Heidekraut widerstand den gefräßigen Tieren. Es gab mittlerweile Bestrebungen, die Beweidung einzuschränken, aber es würde noch Jahre dauern, bis wieder Wald entstehen konnte. Ihr Vater hatte ihr davon erzählt, wie sie sich erinnerte.

Curt schwieg die meiste Zeit. Carys machte es nichts aus, sie genoss die warmen Strahlen der Sonne, die durch das Autofenster drangen und den Anblick der kargen Hügel, der etwas Beruhigendes hatte.

Beim Parkplatz angekommen, verabschiedete sich Curt von ihr. „Ruf mich einfach an. Im Restaurant gibt es auf jeden Fall W-Lan.“

„Kein Problem. Danke fürs Herbringen.“

Er umarmte sie flüchtig. Sie stieg aus und atmete in tiefen Zügen die kühle Herbstluft ein. Curt winkte zum Abschied, wendete den Jeep und fuhr davon.

Carys sah sich um. Trotz des schönen Wetters und der Tatsache, dass Samstag war, standen nur wenige Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Aber es war noch relativ früh, die Tour eignete sich auch für einen Nachmittag, die meisten Wanderer würden wahrscheinlich eher gegen Mittag eintreffen. Da wäre sie aber schon wieder zurück.

Sie schulterte ihren Rucksack und machte sich auf den Weg. Er führte zu Beginn über eine schmale, geschotterte Straße entlang der Hügelflanken. Sie fand ein moderates Tempo und genoss bald die stete Bewegung und die für Oktober angenehmen Temperaturen. Es war definitiv eine gute Entscheidung gewesen, allein zu gehen! So konnte sie ihren Überlegungen freien Lauf lassen und war nicht der Versuchung ausgesetzt, sich auf Gesellschaft zu konzentrieren. Zwar schien sie sich jetzt besser mit Anne zu verstehen, aber die konnte doch auch manchmal anstrengend sein. Sie schämte sich sofort für diesen Gedanken. Anne meinte es nur gut. Ihr Hang zum Bemuttern mochte vielleicht die Art sein, wie sie mit dem Verlust des Vaters umgegangen war. Seltsam. Sie hatte sich darüber nie besonders den Kopf zerbrochen. Auch für ihre ältere Schwester musste es schwierig gewesen sein. Doch im Gegensatz zu ihr hatte sie Unterstützung von Mum und Curt bekommen.

Mit einem Mal wurde Carys ihre Einsamkeit noch mehr bewusst. Gut, in Sheila hatte sie eine Freundin gewonnen, aber sonst?

Gegen ihren Willen dachte sie schon wieder an Mark. Wie schön hätte es sein können, wenn er sie auf dieser Wanderung begleitet hätte! Im gleichen Augenblick musste sie grinsen. Was für ein Unsinn! Mark war nicht der Typ dafür. Seine Freizeit verbrachte er in seinem Penthouse, in einem schicken Fitnessstudio oder bei reichen Freunden, Wanderungen waren ihm viel zu rustikal. Eigentlich hatten sie wenig gemeinsame Interessen, wenn man es genau betrachtete.

Der Anblick des Llyn Teyrn zu ihrer Rechten riss sie aus ihren Gedanken. Der kleinste See auf dem Weg zum Gipfel des Mount Snowdon bot zwar längst nicht das spektakulärste Bild auf dem Track, aber der tiefblaue Himmel und die weißen, kleinen Wölkchen, die sich auf der ruhigen Oberfläche spiegelten, vermittelten etwas Verwunschenes. Die friedliche Stille wurde durch das Krächzen eines Krähenschwarms unterbrochen. Carys sah den schwarzen Vögeln nach, bis sie hinter einem Hügel verschwanden. Bis jetzt hatte sie noch keinen Menschen getroffen. Sie begann, halblaut zu summen, während sie in ruhigen, gleichmäßigen Schritten weiterging. Die Melodien kamen wie von selbst in ihren Kopf, dann fielen ihr auch die Worte dazu ein. Ein traditioneller irischer Folksong.

When apples still grow in November, when blossoms still bloom from each tree, …

Der Weg schlängelte sich in einer kaum merkbaren Steigung entlang der herbstbraunen Hügel. Carys marschierte zügig weiter und hielt erst am größten See, dem Llyn Llydaw, wieder an.

Hier hatte ihr damals ihr Vater die Legende von König Artus erzählt. Der tödlich verwundete Held wurde zu diesem See gebracht, wo er sein legendäres Schwert der Lady of the Lake übergab. Er verschwand in den Hängen des Berges, wo er heute noch schlafen soll und darauf wartet, Wales aus großer Gefahr zu retten. Damals hatte sie fasziniert auf die mit kurzem Gras bewachsenen Flanken der Hügel gestarrt, um irgendwo ein Zeichen zu entdecken, wo sich der König verstecken mochte. Mit leiser Wehmut betrachtete sie den See. Die Legenden der Kindheit hatten keinen Bestand mehr in der Welt der Erwachsenen.

Carys überquerte die Steinbrücke am Ende des Sees und setzte ihren Weg fort. Vor ihr erhob sich der Gipfel des Mount Snowdon. Sie hatte wirklich Glück. Der Tag war klar und sie würde freie Sicht haben. Wahrscheinlich würde es oben von Touristen nur so wimmeln, die die Bahn und damit den bequemeren Weg zum Gipfel wählten. Sie hatte schon selbst an kalten, nebeligen Tagen welche getroffen, die in Ballerinas und Turnschuhen die letzten paar Meter auf die Spitze stiegen.

Sie ging ohne Pause weiter bis zum Glaslyn, dem dritten See, der als ellipsenförmiges blaues Auge zu ihren Füßen lag. Hier beschloss sie zu rasten, um für den tatsächlichen Aufstieg auf den Gipfel ausgeruht zu sein.

Sie legte den Rucksack ab und setzte sich auf einen Stein. Sie nahm ein paar tiefe Schlucke aus der Wasserflasche und konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken, als sie das Proviantpaket öffnete. Beim Anblick der zwei riesigen, mit Schinken, Käse und Salatblättern gefüllten Sandwiches begann prompt ihr Magen zu knurren. Sie verspeiste eines davon und beschloss, das andere auf dem Rückweg zu essen. Zuunterst im Päckchen entdeckte sie noch zwei Schnitten Kuchen. Das reichte ja leicht für zwei Personen! Wenn sie das alles aufaß, konnte sie das Abendessen heute getrost streichen.

Carys lehnte sich an den warmen Felsen in ihrem Rücken, schloss kurz die Augen und genoss die Strahlen der Sonne auf ihrem Gesicht. Friedliche Stille ringsum. Der Wind fächelte über ihre Stirn, in der Ferne erklang wieder das Krächzen der Krähen.

Mit einem Mal fuhr sie hoch und blinzelte benommen. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie beinahe eine halbe Stunde lang gedöst hatte. Kein Drama, sie hatte genug Zeit und der Aufstieg zum Gipfel war zwar ein wenig schwieriger als der übrige Weg, aber er dauerte nicht lange.

Sie rappelte sich auf, packte den restlichen Proviant zusammen und schulterte wieder ihren Rucksack.

Eingedenk der Warnung ihrer Schwester achtete sie genau auf die Markierung, um die richtige Abzweigung vom PYG Track zu erwischen. Ein heftiger Windstoß fuhr ihr mit einem Mal über das Gesicht. Sie blieb stehen, sah sich um, stieß einen überraschten Laut aus. Wie merkwürdig! Über den Pfad krochen in Fußhöhe helle Schwaden, entstanden aus dem Nichts, während der Gipfel im Sonnenlicht badete. Was für ein eigenartiges Phänomen!

Sie ging langsam weiter, beobachtete den weißen Dunst, der sich immer mehr ausbreitete, aber in Bodennähe und in Abstand zu ihr blieb. Es war, als würde er sie beobachten. Blödsinn! Jetzt ging wieder einmal ihre Fantasie mit ihr durch! Aber irgendetwas an diesem Nebel war wirklich merkwürdig. Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, was es war. Sie hätte Feuchtigkeit spüren müssen, aber er war trocken wie Rauch, allerdings geruchlos. Leichte Schwaden wirbelten jetzt höher, entzogen den Pfad immer wieder ihrer Sicht. Sie sollte umkehren.

Carys hielt an, betrachtete die Flanke des Berges. Der Himmel über dem Gipfel war nach wie vor blau. Dann musste sie eben diese Nebelschicht überwinden. Sobald sie oben war, konnte sie ja mit der Bahn ins Tal fahren, um nicht mehr durch diese Schwaden wandern zu müssen.

Mit einem Mal fauchte wieder ein Windstoß auf sie zu. Er war warm und brachte noch mehr von diesem Nebel mit. Für einen Moment verschwand der Pfad vollkommen. Mist! Sollte sie doch umkehren? Sie drehte sich um und keuchte überrascht auf. Hinter ihr hatte sich eine dichte, weiße Wand aufgebaut, die die Umgebung verschluckt hatte. Sie konnte nicht mehr zurück! So etwas hatte sie bestimmt noch nie erlebt! Träumte sie etwa wieder? Sie kniff sich in den Arm, fühlte deutlich den Schmerz. Nein, kein Traum.

Sie wandte sich wieder bergwärts. Hier war die Sicht besser, der Nebel gab wenigstens ein paar Inches frei. Sie ging ein paar zaghafte Schritte. Die weißen Schwaden wichen zurück, es war, als wollten sie ihr den Weg frei machen oder sie in eine bestimmte Richtung lenken. Unschlüssig blieb sie wieder stehen. Das war echt unheimlich! Sollte sie sich einfach setzen und darauf warten, dass dieser merkwürdige Nebel wieder verschwand? Bevor sie Gefahr lief, abzustürzen? Aber das mochte Stunden dauern. Also tastete sie sich vorsichtig weiter. Immerhin stieg sie bergauf, also konnte die Richtung nicht völlig falsch sein.

Vor ihr tauchte plötzlich eine dunkle Felswand auf. Verwirrt blieb sie stehen. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass eine solche auf dem Track existierte. Die Nebelschwaden gaben den Blick auf eine Spalte zwischen den massiven Steinen frei, gerade breit genug, dass sie passieren konnte. Deutlich sah sie jetzt einen Pfad aus feinem Schotter. Das konnte nicht sein. Es sei denn, die Route des Tracks wäre verändert worden, seit sie ihn das letzte Mal gegangen war. Was theoretisch sein mochte, aber dann hätten ihr Anne oder Curt das doch gesagt?

Zweifelnd fixierte sie die Felsspalte, trat zögernd darauf zu. Auf der anderen Seite wartete der undurchdringliche weiße Nebel, sie konnte nicht erkennen, was sich dahinter befand. Langsam drehte sie sich um, unterdrückte einen Schrei. Hinter ihr hatte sich die Luft so stark verdichtet, dass sie kaum atmen konnte. Sie wandte sich wieder um. Ein merkwürdiger Geruch drang plötzlich in ihre Nase. Wie elektrisiert blieb sie stehen, sog prüfend die Luft ein. Das roch – ja, das roch wie das Holz dieses seltsamen Kästchens!

Sie starrte in den dichten Nebel vor ihr. Der Geruch wurde stärker, betäubte sie fast. Sie streckte ihre Arme aus, tastete sich vorwärts, tat einen weiteren Schritt, noch einen, trat ins Leere. Ihre Hände fanden nichts, woran sie sich festhalten konnten. Ihre Füße schwebten für einen Moment in der Luft. Sie schrie auf und fiel in weiche, weiße Unendlichkeit.

Lilie und Drache

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