Читать книгу Blutige Finsternis - Lucy Darkness - Страница 16

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Meine Augen waren geschlossen. Ich fühlte mich frei, ein wenig schwerelos. Nur noch Minuten, vielleicht Sekunden würde es dauern, bis ich mein Leben verlassen würde. Ich spürte keine Bitternis, keine Trauer mehr. Ich ergab mich der Situation, doch genau in jenem Moment zwang mich etwas, die Augen zu öffnen.

Durch die Stille zischte ein unbeschreibliches Geräusch, das durch alle meine Glieder zog. Ich riss meine Augen mit letzter Kraft auf. Sehen konnte ich nichts. Nicht einmal mehr die Umrisse der alten Bäume. Erst nach und nach löste sich die Dunkelheit auf. Ich erkannte verschwommen ein Gesicht. Eine unbekannte Frau stand vor mir, mitten in der Dunkelheit. Ihre Nase war groß, spitz, die Haare lang, alte Rastazöpfe mit kleinen bunten Kugeln im Haar waren zu erkennen.

Sie hauchte mich an, ihr verfaulter Atem raubte mir die Sinne. Doch irgendetwas hielt mich wach, dabei war der Drang einschlafen zu wollen, immer noch so groß.

»Willst Du leben?«

Ihre Stimme klang hart und doch auch butterweich. Sie verzauberte mich und die Müdigkeit wich dahin.

»Ja ...«, flüsterte ich mit der letzten Kraft.

»Ehre meinen Namen und spüre meine Güte ...«, flüsterte sie mir zu.

»Wie ist Dein Name?«

»Asetfra ... Sage ihn! Sage ihn!«

»Asetfra! Asetfra!«, schrie ich ihr entgegen.

Wobei der Schrei eher wir ein kläglicher Hauch klang. Doch auf einmal wurde die Dunkelheit durchbrochen. Alles leuchtete. Wie ein göttlicher Segen durchfuhr mich die Helligkeit. Danach verschwand sie und ich sackte erneut zusammen ...

Blutige Finsternis

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