Читать книгу MarEl's weihnachtliches Sammelsurium - Mar El - Страница 62
Wissenswertes rund um die Heiligen Drei Könige
ОглавлениеDie Heiligen Drei Könige sind Patrone der Stadt Köln, der Reisenden, Pilger, Kürschner, Spielkartenhersteller, gegen Unwetter und gegen Epilepsie
Kaspar ist persisch und bedeutet "Schatzmeister".
Melchior bedeutet in Hebräisch "König des Lichts".
Balthasar ist auch hebräisch und bedeutet "Gott wird helfen" oder "Gott schütze sein Leben". In altsyrisch heißt es "Gott schütze den König".
Die Legende berichtet von einem weiteren Leben der Weisen nach Jesu Kreuzigung. Danach sollen die Drei vom Apostel Thomas zu Bischöfen geweiht worden sein. Es heißt weiter, dass sie große missionarische Erfolge gefeiert haben und kurz nacheinander gestorben sind. Sie sollen in einem gemeinsamen Grab beigesetzt worden sein.
Der Erzählung von den Weisen aus dem Morgenland kommt eine besondere Bedeutung in Bezug auf die theologische Konzeption des Evangeliums zu: Es sind Heiden, die zu Beginn zum neugeborenen Christus kommen und ihn verehren, während am Ende der Messias vom eigenen Volk verstoßen wird.
Seit dem 16. Jahrhundert hat sich bis heute der Brauch, am Dreikönigstag die Häuser durch die Sternsinger zu segnen, erhalten. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Segen der Heiligen Drei Könige Wohnhaus und Hof vor Unheil bewahrt. Auf den Haustürrahmen werden die jeweilige Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben C+M+B des Segensspruches "Christus mansionem benedicat" (Christus segne die Wohnung) geschrieben. Diese Buchstaben werden meistens mit den Namen der Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) in Verbindung gebracht. Früher wurde um Gaben gebeten, heutzutage wird meistens für wohltätige Organisationen gesammelt.
Der 6. Januar ist auch das Datum, bis zu dem die Weihnachtsbäume in der Wohnung stehen bleiben dürfen. Dann allerdings werden sie geplündert (soweit sie mit essbaren Dingen behängt sind), da das neue Jahr sonst Unglück bringt, aus dem Haus gebracht und entsorgt. In einigen Gegenden ist es üblich, dass die Anwohner die Bäume zusammensammeln, aufschichten und am Abend verbrennen.
Die drei Könige wurden als Vertreter der damals bekannten drei Weltteile Asien, Europa und Afrika angesprochen.
Der Ausdruck "Könige" wurde im 3. Jahrhundert von Tertullian und anderen Kirchenschriftstellern gebraucht. Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich. Als Sterndeuter, Philosophen, Weisen aus dem Morgenland und Zauberer sucht sie die Legende Aurea zu erklären. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzählen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Stern erschien und zu Jesus Christus lenkte.
Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzählung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena.
Ab dem 6. Jahrhundert bekamen sie ihre Namen, zunächst "Thaddadia, Melchior und Balytora". Seit dem 8. Jahrhundert heißen sie "Caspar, Melchior und Balthasar", zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Außer der Unterscheidung in drei Lebensalter, die sich im 12. Jahrhundert einbürgerte, trat um 1300 der jüngste als Mohr auf.