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02.Februar Mariä Lichtmess - Darstellung des Herrn
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Am 2. Februar endet in den Ländern, die Christi Geburt am 25. Dezember feiern, mit diesem Feiertag offiziell die Weihnachtszeit. Früher wurden auch erst an diesem Termin die weihnachtlichen Dekorationen in den Kirchen und Häusern abgeräumt.
Nach alttestamentlicher Vorschrift hatten die Eltern 40 Tage nach der Geburt eines Kindes dem Priester im Tempel ein „Reinigungsopfer“ zu übergeben. Das konnte ein junges Schaf sein oder für arme Leute z.B. zwei Tauben. Gleichzeitig gab es auch das Gesetz, wonach jeder Erstgeborene durch die Geburt automatisch Gott geweiht ist. Die Eltern mussten mit einem Opfer an den Tempel das Kind sozusagen „loskaufen“. Mit diesem Gesetz wollte Gott die Gläubigen daran erinnern, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes ist, so wie alles Leben durch seinen Segen kommt. Es geht also nicht darum, dass wir „einige“ Dinge für Gott tun und so unsere Ruhe vor ihm haben. Sondern wir übergeben unser ganzes Leben in Gottes Hände, damit alles so geschieht, wie ER es für uns zum Besten vorgesehen hat. Und wenn wir gerade das Liebste, was wir haben, opfern, verbinden wir uns auf diese Weise mit Jesus, mit seinem Leiden, mit seinem Opfer und bringen es zu unserem Vater im Himmel.
Auch Maria hat sich an diese Regeln gehalten und ist mit dem Kind zum Tempel gegangen. Aber im Gegensatz zu allen anderen hat Maria Jesus nicht von Gott losgekauft, sondern sie hat ihr Kind, welches ja schon Gott gehörte, noch einmal ausdrücklich Gott geweiht. Damit hat Maria mit der „Aufopferung“ Jesu Christi begonnen. Maria wird für uns also das Vorbild jener Opfergesinnung der Liebe, mit der wir uns mit Jesus, nicht mit uns selber, verbinden, um für Gott zu leben. Als Maria zu diesem Zweck den Tempel betritt, begegnete sie dem hochbetagten Simeon und der Prophetin Hannah, die sofort erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen.
Das Fest wird seit dem 5. Jahrhundert in Jerusalem begangen. Ab dem 7. Jahrhundert breitete es sich zuerst in Südeuropa bis in unsere Regionen aus und wird von der katholischen Kirche gefeiert.
An Lichtmess wurde immer der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht. Auch brachten die Leute Kerzen für den häuslichen Gebrauch zur Segnung in die Kirchen, denn diese Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten oder als schwarze Wetterkerzen Unwetter abwehren. Außerdem kommt hier zum Abschluss der Weihnachtszeit die festliche Lichtsymbolik zur Geltung. In früheren Zeiten fanden, anstatt der Kerzenweihe, Lichterprozessionen in der Kirche statt. Mit diesen Ritualen holte man sich so das Licht, eben Christus, ins Haus.
Maria ist an diesem Tag Schutzpatronin der Bandwirker, Essigbrauer, Wachs- und Lichterzieher.