Читать книгу Pädagogische Psychologie - Marcus Hasselhorn - Страница 118
Fokus: Strategien der Handlungskontrolle (nach Kuhl, 1996)
Оглавление1. Aufmerksamkeitskontrolle: Ausblenden von Informationen, die absichtswidrige Motivationstendenzen stärken.
2. Enkodierungskontrolle: Fokussieren der Verarbeitungsfunktionen auf zielrelevante Informationen.
3. Motivationskontrolle: Steigerung der eigenen Motivation, die beabsichtigte Handlung auszuführen.
4. Emotionskontrolle: Beeinflussung eigener Gefühlslagen zur Steigerung der Handlungseffizienz.
5. Misserfolgs- bzw. Aktivierungskontrolle: Unterbinden von Tendenzen, einem Misserfolg lange in Gedanken nachzuhängen und Abstandnehmen von unerreichbaren Zielen.
6. Initiierungskontrolle: Vermeiden übermäßig langen Abwägens von Handlungsalternativen.
Die Anwendung solcher Handlungskontrollstrategien ist hilfreich, aber nicht einfach. Leicht vorstellbar ist, dass es zu mancherlei »Störungen« der Handlungskontrolle kommen kann. Versagt etwa die Emotionskontrolle, dann kann es dazu kommen, dass etwa ein Gefühl der Verärgerung über eine Bemerkung eines Lehrers oder auch ein lähmendes Gefühl, das sich nach einer unangenehmen Nachricht einstellt, nachfolgend zu einer fortgesetzten Unaufmerksamkeit im Unterricht führt, obwohl eigentlich die Absicht bestand, heute besonders gut aufzupassen.