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Das Wesen der Seele (II)

Im geistigen Kosmos befindet sich das wahre Sein; der Geist ist in ihm das Beste, aber die Seelen sind auch dort; denn von dort her kommend sind sie ja hier. Jener geistige Kosmos nun birgt in sich die Seelen ohne die Körper, dieser irdische aber die Seelen die in die Körper eingetreten und durch die Körper geteilt sind; dort oben aber ist der ganze Geist beisammen, ungeschieden und ungeteilt, beisammen sind auch alle Seelen in diesem einheitlichen Kosmos, nicht in räumlicher Trennung. Der Geist nun ist immer ungeschieden und ungeteilt, die Seele ist dort oben ungeschieden und ungeteilt, es liegt aber in ihrem Wesen geteilt zu werden. Besteht doch ihr Geteiltwerden darin, daß sie sich absondert und in einen Körper eintritt. So heißt es mit Recht daß sie ‘an den Leibern geteilt’ ist, weil sie dabei abfällt und so der Teilung verfällt. Aber wie ist sie zugleich ungeteilt? Sie hat sich nicht gänzlich abgesondert, sondern ein Stück von ihr ist nicht herabgestiegen, und das unterliegt der Teilung nicht. Das Wort also: ‘aus der ungeteilten und sich an den Körpern teilenden’ ist gleichbedeutend mit: aus dem Teil der in der oberen Welt ist und dem in der unteren, das heißt der Seele die mit der oberen Welt zusammenhängt, aber bis in diese Welt sich ergießt wie eine Linie aus dem Kreismittelpunkt. Kommt sie nun nach hier unten, so schaut sie mit eben diesem Teil; und eben dadurch bewahrt sie an ihrem Teil das Wesen des Alls. Denn auch hier unten ist sie nicht nur geteilt, sondern zugleich ungeteilt; denn das was von ihr geteilt wird, wird ohne Teilung geteilt. Denn indem sie sich in den ganzen Körper hineingibt, bleibt sie ungeteilt sofern sie ganz in den ganzen Körper tritt, geteilt aber dadurch daß sie an jeder Körperstelle ist.

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